Entscheidend ist Medienkompetenz

454 Schulklassen starten am 28. September mit Schulticker ins Schuljahr 2020/21. Bei der Auftaktveranstaltung erfahren Lehrer, warum ein Projekt dieser Art so wichtig ist.

454. So viele Klassen aus Grund- und weiterführenden Schulen aus dem Verbreitungsgebiet von Lensing Media haben sich trotz – oder gerade wegen – der außergewöhnlichen Corona-Zeit und den schwierigen Umständen für Schulticker entschieden. Doch bevor es am 28. September offiziell in den Schulen losgeht, drücken Lehrer die Schulbank.

Bei der Auftaktveranstaltung am 14. September im Lensing-Carée Conference Center (LCC) im Pressehaus erhalten die angemeldeten Lehrkräfte aus Grund- und weiterführenden Schulen viele Infos und praktische Tipps zur Projekt-Umsetzung und erfahren, warum Medienkompetenz so wichtig ist.

Kinder fördern

Denn auch wenn es populär ist, sich von Youtubern die Welt erklären zu lassen, muss man dennoch genug Medienkompetenz haben, um zum Beispiel einen Meinungsbeitrag von einer Nachricht zu unterscheiden. Und lernen, woher eine Nachricht kommt und wie sie entsteht. Entscheidend ist dabei so oder so immer die Medienkompetenz.

Und genau darum geht es beim Medienprojekt. Kinder und Jugendliche fördern, komplizierte Themen greifbar machen – beim Schulticker helfen Experten, das Thema zu verstehen, Redakteure helfen, es verständlich aufzuschreiben. Deshalb machen im Schultickerjahr 2020/21 auch 454 Schulklassen mit rund 11.000 Schülern mit. Und es wären noch mehr, wenn nicht die Teilnahme begrenzt werden musste. Viele Schulen erhielten deshalb leider eine Absage für das aktuelle Schuljahr.

Guter Journalismus

Am 28. September geht`s los. Ein Jahr lang erhalten die teilnehmenden Klassen täglich drei Exemplare der Ruhr Nachrichten, mit denen sie im Unterricht arbeiten. In den sogenannten Intensivzeiten von drei bis vier Wochen werden 15 Exemplare pro Klasse geliefert. Die Schüler werden selbst zu Autoren: Wenn es das Infektionsgeschehen ermöglicht, gehen sie zu Terminen, recherchieren, führen Interviews und verfassen journalistische Berichte. Medienkompetenz erlernt man durch die Auseinandersetzung mit Medien. Regelmäßig Zeitung zu lesen und die darin behandelten aktuellen Themen zu diskutieren, schult demnach die Fähigkeit, auch andere Medien bewusst zu nutzen und das, was man durch sie erfährt, kritisch zu reflektieren und einzuordnen. Das betrifft vor allem die Inhalte, die bereits Viertklässlern täglich über ihre Smartphones um die Ohren rauschen: seriöse und weniger seriöse Berichterstattung im Internet und eine Menge Informationen, deren Wahrheitsgehalt oft schwer zu prüfen ist.

Digitale Zugänge

Schulticker stellt sich flexibel auf die Bedürfnisse der Lehrer, Schüler und Eltern ein. Lehrer erhalten pädagogisch geprüftes Material und das Extra-Material zum Them „Corona und die Medien“ für Grundschulen und Sekundarschulen. Zusätzlich kann jeder Schüler sowie jede Lehrkraft im Projekt einen eigenen Zugang zu den digitalen Angeboten (ePaper und RN+/ DZ+/ HZ+) erhalten.

Für die Klassen 3-4 gibt es das Schulticker-Heft für jeden Schüler und für die die Klassen 8-10 bieten wir die Schwerpunkte Medienkompetenz und Ausbildung an. Fake News und social-media-Kanäle sind ebenso Unterrichtsinhalte.

Schüler-Erlebnisse

Partnerklassen dürfen bei den Projektpartnern recherchieren und Experten interviewen und in den Unterricht einladen. Gemeinsam mit den Projektpartnern gestalten wir die Recherche in Zeiten von Corona sicher. Bildung und Medienkompetenz ist eben eine gesellschaftliche Aufgabe, die gelingen kann, wenn Eltern, Lehrer, Medien und Partner gut zusammen arbeiten.

Rekord bei Schulticker: 454 Klassen machen mit

Kostenloses Medienprojekt für Schulen startet am 28. September.
Vorher drücken Schulticker-Lehrer die Schulbank im Pressehaus.

Schule in Corona-Zeiten ist herausfordernd – für Lehrer und Schüler. Deshalb ist diese Zahl besonders beeindruckend: 454. So viele Klassen aus Grund- und weiterführenden Schulen aus dem Verbreitungsgebiet von Lensing Media haben sich trotz – oder gerade wegen – dieser außergewöhnlichen Zeit und den schwierigen Umständen für Schulticker entschieden. Denn eines ist sicher: Das Medienprojekt Schulticker unterstützt auch im Schuljahr 2020/21 bei der Vermittlung von Medienkompetenz im Präsenz-Unterricht und – falls es das Infektionsgeschehen erforderlich macht – auch beim Homeschooling.
Denn in Zeiten von Corona ist es wichtiger denn je, aktuelle Informationen aus zuverlässiger Quelle zu bekommen. Fake News und Verschwörungstheorien begegnen uns gerade überall.

Anmeldeschluss
Wir bedanken uns bei allen Lehrkräften für ihr Vertrauen in unser Projekt. Wegen der außerordentlich hohen Nachfrage, bitten wir um Verständnis, dass wir leider keine nachträglichen Anmeldungen mehr annehmen können. Am 28. September startet die Schulticker-Runde 2020/21. Vorher drücken am 14. September Schulticker-Lehrer die Schulbank im Pressehaus.

Anmeldungen für das Projektjahr 20/21 sind nicht mehr möglich!

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

vielen Dank für das rege Interesse an unserem Schulticker-Projekt. Leider sind für das kommende Projektjahr keine Anmeldungen mehr möglich. Dies gilt auch für Anmeldungen per Fax.

Für alle, die dabei sind: Wir freuen uns auf das tolle Projekt mit Ihnen!
Für alle, die die Chance verpasst haben: Melden Sie sich gerne im nächsten Jahr für das Projektjahr 21/22 an.

Viele Grüße vom Schulticker-Team

Schüler wöchentlich auf Corona testen

Elternverbände fordern Konzepte vom Schulministerium NRW

Elternverbände aus NRW fordern vom Schulministerium Konzepte, wie Schüler angesichts der Pandemielage verlässlich beschult und betreut werden können. Eltern und Kindern brauchen wieder die notwendige Sicherheit, Verlässlichkeit und das Vertrauen in Schule, ist Anke Staar, Vorsitzende der Landeselternkonferenz NRW und der Stadteltern Dortmund, überzeugt. In dem gemeinsamen offenen Schreiben der Elternverbände sind Forderungen und Wünsche für das neue Schuljahr formuliert.
Sofort umgesetzt werden müsse danach eine übersichtliche Tabelle insbesondere für Lehrer, in der alles zu den Themen Risikogruppen, Maskenpflichten und Freiheiten, Abstand, Präsenzrecht, und Belüftung geregelt ist.

Weitere Wünsche und Forderungen sind unter anderem:

Infektionsschutz
Die aktuelle Maskenpflicht wird nur aufgrund der Nichteinhaltung der Abstandsregelungen bis Ende August hingenommen. Bis dahin müssen Alternativmodelle mit Abstandsregeln schulindividuell abgestimmt werden.
Der Unterricht muss so organisiert werden, dass die anderen Infektionsschutzmaßnamen eine Maskenpflicht überflüssig machen.
Möglichst tägliche Beschulung, mindestens alle zwei Tage. Wenn nicht anders möglich soll stundenreduziert unterrichtet werden.

Testen
An den weiterführenden Schulen soll ein wöchentlicher Pooltest in den festen Lerngruppen (inkl. Personal) durchgeführt werden.
Das Testen soll in den Schulen erfolgen.

Unterrichtskonzepte
Klare Rahmenvorgabe bezüglich der Verwendung der digitalen Medien und entsprechender pädagogischer und didaktischer Konzepte.
Verstärkte Nutzung außerschulischer Lernorte, um die Einhaltung von Abständen zu vereinfachen und zu ermöglichen.
Politische Entscheidungen für eine digitalisierte Schule.

Abschlüsse/Lernziele
Schaffen von Alternativen zu zentralen Prüfungen.
Die Beschulung der anderen Jahrgänge darf nicht unter den Prüfungen der Abschlussjahrgänge leiden.
Eventuelles Abrücken vom Dogma der Standardsicherung für das laufende Schuljahr.
Flexiblere Gestaltung von Lernabschnitten und Leistungsbewertungen durch die Schule (bei Corona bedingten Beeinträchtigungen des Schulbetriebs).
Negative Bewertung der Leistung für Schüler für den Distanzunterricht nur bei offensichtlicher Leistungsverweigerung solange keine verbindlichen Standards vorliegen.
Rhythmisierter Ganztag, der den Kindern Halt und Struktur im Tagesablauf gibt. Wichtig sei, so die Elternvertreter, dass Schüler mit Behinderungen und mit sonderpädagogischen Förderbedarf bei allen Maßnahmen mitgedacht werden.
Anke Staar: „Wir haben den Eltern zugehört und ihre Sorgen ernst genommen. Nun nun hoffen wir, dass die Verantwortlichen uns zuhören und bereit sind, neue Wege ohne Tabus zu diskutieren.“

Leni Lensing Schlüsselanhänger für Grundschulklassen zu gewinnen

Nach den Sommerferien müssen sich Lehrer mit Ihrer Klasse wieder langsam in den Schulalltag einfinden. Deshalb erhalten auch in diesem Schuljahr wieder alle Schulticker-Grundschulklassen das Schulticker-Arbeitsheft mit dem cyanfarbenen Maskottchen von Lensing Media, der Eselin Leni Lensing.

Mit den spielerischen Aufgaben im Heft möchte Schulticker einen sanften Wiedereinstieg in den Unterricht ermöglichen. Und Maskottchen Leni Lensing begleitet sie dabei. Lehrer, die ihren Schülern eine Freude machen möchten, können am Schulticker-Gewinnspiel teilnehmen.

Unter allen Teilnehmern verlost Schulticker fünf Klassensätze der kuscheligen Schlüsselanhänger an Grundschulklassen. Wer teilnehmen möchte, schreibt eine E-Mail mit Namen, Schule und Klasse an schulticker@lensingmedia.de, Stichwort „Leni-Schlüsselanhänger“. Einsendeschluss ist der 2. September. Die Gewinner werden von uns per Mail benachrichtigt.

Schulticker in der Corona-Krise

Neueste Informationen für Groß und Klein in Zeiten der Pandemie

Von Leonie Verhoeven

Das Medienprojekt „Schulticker“ wurde im September 2009 von Lensing Media auf die Beine gestellt und veröffentlicht unter anderem Artikel von Schülerinnen und Schülern über die aktuellsten Informationen, aktuell auch über Corona.

Mit diesem Projekt möchte Lensing Media die Lehrkräfte unterstützen, um den Kindern praxisnah Medienkompetenz beibringen zu können. Darüber hinaus wird in der aktuellen Situation, ergänzend für die Lehrkräfte, Lernmaterial für das Arbeiten von zuhause zur Verfügung gestellt, sowie die aktuellen Corona-Informationen. Schülerinnen und Schülern haben somit die Möglichkeit, eigenständig Artikel über aktuelle Themen zu verfassen. Die Lehrer suchen sich Artikel aus den geschriebenen Beiträgen heraus und senden diese an den Schulticker. Dort werden die Artikel auf der Internestseite veröffentlicht. Doch wie kommt das Projekt bei Schülerinnen und Schülern bzw. den Eltern an?

Nach Befragung von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Petrinum Dorsten stellte sich heraus, dass viele das Projekt als sehr ansprechend empfinden. Hier einige Auszüge aus den Befragungen:
– „Das ist eine coole Idee!“
– „Das ist schon fast wie ein Wettbewerb.“
– „Da möchte man schon gerne was hinschicken.“

Bei den Eltern kommt das Projekt auch sehr gut an. O-Töne:
– „Immer gut!“
– „Mein Kind beschäftigt sich freiwillig mit aktuellen Medien.“
– „Eine schöne Idee, um Lehrkräfte zu unterstützen.“

Das Projekt wurde unter anderem von der Politik und teilnehmenden Schulen gelobt und als praktisch und flexibel bezeichnet.

Justice für George Floyd

Von Lukas Thiehoff

Rassismus, gerade gegen dunkelhäutige Menschen, war und ist schon immer ein großes Thema. Doch nach dem gewaltsamen Mord an dem Afroamerikaner George Floyd durch vier Polizisten in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota, kommt es zu einer erneuten Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt, die die ganze Welt in Atem hält.

Überall auf der Welt werden Proteste veranstaltet, die trotz der Coronapandemie von Hundertausenden besucht werden. Einige dieser Proteste, vor allem in den USA, arten aber auch aus. Durch erhöhte Gewalt der Protestierenden als auch der Polizei, kommt es teilweise zu regelrechten Straßenschlachten, die Verwüstung und unter anderem auch das Ausrauben von Geschäften mit sich ziehen. US-Präsident Donald Trump geht sogar so weit, die US-Armee einschalten zu wollen, wo sich aber einige ehemalige Verteidigungsminister, andere Politiker und ehemalige Offiziere der Armee strikt dagegen aussprechen.

Die Bewegung verläuft aber in den meisten Bereichen friedlich, wie zum Beispiel in den sozialen Medien, wo sich viele Nutzer, aber auch Prominente, zu dem Thema äußern und zum Beispiel schwarze Bilder mit dem Untertitel “Justice für George Floyd” posten oder Videos mit ihrer persönlichen Botschaft veröffentlichen.

Aber auch im echten Leben sind viele Prominente ein Teil der Bewegung. Zum Beispiel der US-Amerikanische Rapkünstler Kanye West. Er spendete zwei Millionen Dollar an dunkelhäutige Familien, die Opfer von Gewalt wurden. Des Weiteren eröffnete er einen Fonds, um die Ausbildung von George Floyds Tochter zu sichern. Auch der US-Amerikanische Ex-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat der Demokraten äußerte sich. Er sprach mit George Floyds Hinterbliebenen und richtete bewegende Worte an sie. Er sagte auch, dass George Floyds Tod einen Wendepunkt in der Geschichte Amerikas markiert und zu einem vollkommenen Wandel führen wird.

Heckenbrand in Alt-Wulfen

In Alt-Wulfen kam es zu einem Heckenbrand, der durch die gut funktionierende Nachbarschaft schnell und problemlos gelöscht werden konnte.

Von Luka Große-Ophoff

Am 26.05.20 um 18:09 Uhr gab es auf dem Orthöverweg einen Heckenbrand, welcher von größerem Ausmaß hätte sein können. Der Rauch war mehrere Straßen weit zu sehen und es fielen bereits Ascherückstände vom Himmel. Es wirkte wie ein riesiges Feuer, weshalb mehrere Nachbarn zugleich die Feuerwehr angerufen hatten.

Doch bis die Feuerwehr überhaupt da war, hatten die Eigentümer und auch die Nachbarn das Feuer bereits gelöscht. Vor Ort sah man mehrere Personen mit Gartenschläuchen das Feuer löschen. Zugunsten des Eigentümers ist sein Sohn und auch einer der Nachbarn bei der Feuerwehr (freiwillige und hauptberufliche Feuerwehr), weshalb es für sie ein Leichtes war, das Feuer zu löschen.

Die Nachbarn gaben ihr Bestes und letztendlich traf auch die Feuerwehr ein, sowohl die Freiwillige Feuerwehr Wulfen als auch die Berufsfeuerwehr Dorsten. Diese waren für einen Großeinsatz gerüstet, da der Nachbar eine Vielzahl von Tannen besitzt und diese groß genug sind, um ein Feuer auf mehrere Häuser auszuweiten – mit zwei Löschfahrzeugen, einer Drehleiter und einem Einsatzleitfahrzeug, um das Vorgehen zu koordinieren. Allerdings durfte die Feuerwehr direkt beim Eintreffen wieder abrücken. Der Brand war letztlich schon perfekt gelöscht worden.

Eine Verwandte des Eigentümers äußerte sich zu dem Vorfall. Sie sagte, dass sie ziemlich unter Druck standen und von Glück reden können, dass so schnell gehandelt wurde. Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr äußerte sich ebenfalls und konnte die Arbeit der Nachbarn nur loben.

Letztendlich ist von dem Brand nur noch ein etwa vier Meter großes Loch in der Hecke zu sehen, weitere Schäden sind zum Glück ausgeblieben. Der Grund für den Heckenbrand ist allerdings unbekannt.

Die Moral von Wels und Schnitzel

Von Ben Lindner

Für großes Aufsehen sorgte in der vergangenen Woche ein grandioser Fang eines großen Fisches. An einem Flussufer bei Frankfurt am Main fing ein Angler einen Wels von 1,5 Metern Länge. Nicht nur der Angler war von dem Fisch begeistert. Viele Passanten, die gerade ihren Spaziergang am Mainufer machten, blieben stehen. Sie bestaunten den Wels, filmten und fotografierten ihn. Alle waren von dem unglaublichen Fang begeistert.

Doch die gute Stimmung hielt nicht lange an. Der Angler, der sich entschlossen hatte, den Fisch mitzunehmen, tötete ihn vor den Augen aller, indem er den Fisch mit vier Schlägen auf den Kopf betäubte und ihn anschließend mit einem Herzstich tötete. Die Menge war empört, entsetzt und geschockt. Plötzlich hagelte es für den Angler Beschimpfungen und sogar Drohungen. Die Menge empfand sein Handeln als falsch und brutal. Doch war sein Handeln tatsächlich falsch?

Diese Fragestellung ist aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage darf nur der angeln, der einen gültigen Fischereischein besitzt. Den Fischereischein bekommt man jedoch nur nach bestandener Fischereiprüfung. In dieser Prüfung lernt der Angler unter anderem auch, wie man mit gefangenen Fischen verfährt. Entsprechend der Gesetzeslage darf ein Fisch, der eine bestimmte Größe, das sogenannte Mindestmaß, erreicht hat, nicht zurück in das Gewässer gesetzt werden. Für den Wels gilt derzeit kein Mindestmaß. Egal wie groß er ist, er muss mitgenommen werden, da er den Gewässern schadet. Entsprechend der Gesetzeslage hat sich der Angler also richtig verhalten. Dies bestätigte auch der Sprecher des Deutschen Angelfischereiverbandes (DAFV), Olaf Lindner, in einem Interview. Gesetzlich ist die Frage also relativ leicht zu beantworten. Der Angler hat sich gemäß der deutschen Gesetzeslage verhalten. Doch wie ist die Frage nun moralisch zu beantworten?

Die Leute werfen dem Angler Tierquälerei vor. Dabei scheint den meisten nicht bewusst zu sein, woher ihr tägliches Fleisch stammt. Hier ist wohl eine tiefgründigere Diskussion notwendig, um dem moralischen Aspekt gerecht zu werden.

Bundesliga-Fortsetzung auch mit Corona

Von Jan Saringer

Das Innenministerium hat entschieden, dass, obwohl täglich neue Infektionen dazukommen, die Bundesliga am 16. Mai 2020 in Form von Geisterspielen weitergehen darf. Das geht aber nur durch das umfangreiche Hygiene-, Abstands- und Sicherheitskonzeptkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). Dieses beinhaltet zum Beispiel, dass nur eine geringe Anzahl an Journalisten das Stadion betreten darf.

Trotzdem ist die Mehrheit der Deutschen dafür, die Bundesliga fortzusetzen. Es gibt aber natürlich auch Leute, die gegen die Fortsetzung sind. Sie finden zum Beispiel, dass die Bundesliga Sonderrechte bekommen hat. Denn Kneipen, Bars und Restaurants durften zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffnen.

Die ersten Bundesligaspiele nach dem Lockdown waren unter anderem das Revierderby zwischen Schalke und Dortmund oder das Spiel Gladbach gegen Leverkusen. Obwohl die Bundesliga weitergeht, machen die Vereine trotzdem enorme finanzielle Verluste, da alle Zuschauereinnahmen fehlen, sowie Catering (Getränke- und Essensverkauf) und Merchandising (Trikot- und Fanartikelverkauf). Dabei handelt es sich um Summen in Millionenhöhe. Somit müssen alle Vereine mit weniger Einnahmen zurechtkommen.

Da man bislang noch nicht weiß, ob in der nächsten Saison wieder Zuschauer ins Stadion dürfen, könnte es mehrere Vereine geben, die mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, das ist bislang aber noch nicht absehbar. Betroffen wären aber eher kleinere Vereine, wie zum Beispiel Paderborn oder Düsseldorf oder auch Mannschaften in den Amateurligen. Für die Vereine ist es aber wichtig, dass die Saison zu Ende gespielt werden darf, da sie für die letzten acht Bundesligaspiele über 300 Millionen Euro durch TV-Einnahmen bekommen.

Welche Folgen hat Corona auf unser Klima?

Die Coronakrise und der daraus folgende Lockdown führten zu einem starken Rückgang der CO2-Emissionen von über einer Milliarden Tonnen, doch Forscher sagen, dass dies nicht lange anhalten werde. Allerdings gibt es, während viele noch über diese Auswirkungen staunen und auf einen Lerneffekt hoffen, schwerwiegende Folgen im Hinblick auf die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien.

Von Joris Maller

Anfang April wurde in vielen Ländern die Produktion der Fabriken heruntergefahren, der Autoverkehr kam fast zum Stillstand und der Luftverkehr stand nahezu still, wodurch es teilweise auch zu einem kompletten Stillstand der Wirtschaft kam. Satellitenbilder zeigten plötzlich einen freien, nicht mehr durch Abgase verdeckten Blick, zum Beispiel auf die chinesische Stadt Wuhan. Eine Studie der Universität Stanford, veröffentlicht im Fachjournal Nature, errechnete, dass, im Vergleich zum vorherigen Jahr, 17 Millionen Tonnen CO2-Emissionen täglich weniger ausgestoßen wurden, dies entspricht etwa 17 Prozent. Dies war der größte Rückgang seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Anteil des Straßenverkehrs und der Industrie betrugen dabei jeweils 43 Prozent,  zusammen also 86 Prozent, und der Luftverkehr trug 10 Prozent dazu bei.

Allerdings sagt Corinne Le Quéré von der Universität East Anglia, die an der Studie beteiligt war, dass dieser extreme Rückgang nur vorrübergehend sein dürfte, da er keine strukturellen Veränderungen im Wirtschafts-, Verkehrs- oder Energiesystem widerspiegele. Dennoch geht man in der Studie davon aus, dass Ende des Jahres insgesamt vier bis sieben Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden könnten und es wird betont, dass bei den Wiederbelebungsmaßnahmen der Wirtschaft der Klimaschutz ein vorrangiges Ziel sein sollte und dass insbesondere im Verkehr Möglichkeiten zu einer Veränderung da sind.

Forscher, die auf dem Mouna Loa in Hawaii Kohlendioxidmessungen vornehmen, rechnen jedoch damit, dass Ende des Jahres keine Auswirkungen der CO2-Reduktion während der Pandemie mehr erkennbar sein werden. Diese Annahme wird dadurch bestätigt, dass China schon Ende Mai seine CO2-Emissionen vor Corona deutlich überschritten hatte.

Besorgniserregend sind außerdem Satellitenbilder, die vom Nationalen Institut für Weltraumforschung (Inpe) ausgewertet wurden. Diese zeigen, dass in den Monaten Januar bis April 1200 km² des Regenwaldes im Amazonasgebiet abgeholzt wurden. Das entspricht einem Anstieg um 55 Prozent im Jahresvergleich. Dazu kommt noch, dass Brasiliens Regierung und vor allem der Umweltminister Ricardo de Aquino Salles die Fokussierung auf das Coronavirus ausnutzen möchte, um noch mehr Regenwald abzuholzen als zuvor.

Lufthansa schreibt Milliardenverlust

Das Coronavirus hat der Lufthansa einen Verlust von über zwei Milliarden Euro eingebrockt – im ersten Viertel des Jahres. Das zweite Quartal wird noch schlimmer.

Von Lasse Kaeufer

Die Lufthansa bestätigte am Morgen des 3. Juni, dass sie im ersten Viertel des Jahres 2020 einen Betrag von 2,1 Millionen Euro verloren hat. Allerdings wurde von dem Konzern auch gesagt, dass damit die Krise noch lange nicht überstanden sei.
Vorstandschef Carsten Spohr kündigte „tiefgreifende Restrukturierungen“ an. Dazu gehört auch die Hilfe des Staates, der die Lufthansa mit bis zu neun Milliarden Euro vor der Pleite retten soll. Das Finanzpaket muss noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Dazu soll am 25. Juni eine Hauptversammlung stattfinden. Der Lufthansa wäre nämlich nach Einschätzung ihres Vorstands ohne die Hilfe des Staates Ende Juni das Geld ausgegangen. Nachdem im Mai nur noch 3% der geplanten Flüge abheben konnten, baut die Lufthansa mit ihren Tochter-Airlines Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines den Flugverkehr ab Juni schrittweise wieder auf.

Für September erwartet die Gruppe 40 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität anzubieten. Vor allem die Flüge zu touristischen Zielen sollen ausgebaut werden. Zum Höhepunkt der Krise blieben 700 der 763 Jets der Flotte am Boden. Auch im kommenden Jahr dürften noch 300 und im Jahr 2022 noch 200 Maschinen nicht fliegen, schätzt das Management. Für 2023 wird vom Vorstand immer noch eine um 100 Maschinen kleinere Flotte erwartet. Auch die Börsenzahlen der Lufthansa sind im Keller: Anleger wittern eine gute Chance, sehr billig Anteile des Unternehmens zu bekommen.

Corona digital bekämpfen

Eine App soll die weitere Ausbreitung des Virus verhindern

Von Malin Denda

Die Bundesregierung plant eine neue Maßnahme, die die Ausbreitung des Coronavirus verhindern soll. Mit einer App, die auf das Handy heruntergeladen werden kann, soll es den Menschen somit einfacher fallen, soziale Kontakte zurückzuverfolgen. Das bedeutet, dass die App dabei hilft, fremde Kontakte eines Infizierten so schnell wie möglich zu kontaktieren. Auf diesem schnellen Weg schützt sie vor weiterer Ausbreitung. Doch wie funktioniert die App?

Sie ist darauf spezialisiert, den Abstand zwischen Personen zu messen, denn es ist bekanntlich nicht immer möglich darauf zu achten, wie viel Zwischenraum man gegenüber einer anderen Person hat, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, an der Kasse im Supermarkt oder auf der Straße. Im Fall einer Infektion sollen nun alle bisherigen Sozialkontakte darüber informiert werden. Die App soll dann eine Nachricht anonym an die Kontaktperson verschicken und somit der Sicherheit dienen. Warum ist es für uns also sinnvoll die App zu benutzen?

Zum einen soll es eine freiwillige Sache sein, jedoch ist die Idee im Hinblick auf die aktuelle Situation sehr hilfreich, um der Bevölkerung zu helfen. Aktuell sind wir nämlich alle auf unser Gedächtnis angewiesen, wenn es tatsächlich zu einer Infektion des Virus kommen sollte. Wenn sich also jeder Bürger dazu entscheiden sollte, die sogenannte Covid-19-App zu benutzen, soll es möglich sein, bald wieder Stück für Stück in die Normalität zurück zu finden, teilt die Bundesregierung mit. Es ist ein Projekt von den Unternehmen SAP und Telekom.

„Black lives matter!“- Die Welt gegen Rassismus

Der dunkelhäutige US-Amerikaner George Floyd wird durch polizeiliche Handlung ermordet. Jetzt kämpft die ganze Welt für Gerechtigkeit gegenüber dunkelhäutigen Bürgern.

Von Natalie Büttgen

Minneapolis/Minnesota. Am 25. Mai 2020 wird der US-Amerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz auf brutale Art und Weise getötet. Floyd wiederholte mehrmals, als ihn die zwei Polizisten gewaltsam abführten, dass er freiwillig mitkomme, dennoch warf einer der beiden, Derek Chauvin, ihn zu Boden.
Chauvin kniete für fast neun Minuten auf dem Hals von Floyd, während Floyd mit Handschellen gefesselt und mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden lag. Er wiederholte immer wieder, dass er nicht atmen könne, doch Chauvin ließ ihn nicht frei. Nachdem Floyd in Ohnmacht fiel, verstarb er.

Passanten und andere Bürger konnten diese Tat filmen und kurz darauf wurden die Videos im Internet überall verbreitet. Alle Leute wurden auf diesen brutalen Akt aufmerksam, vor allem, weil dies nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen ist. Schon viele Male zuvor wurden vor allem dunkelhäutige Bürger in den USA von Polizisten misshandelt.

Nachdem die ganze Welt über George Floyd Bescheid wusste, konnten sie nicht länger still zuschauen. Die internationale Bewegung „Black lives matter“ wurde ins Leben gerufen und es wurde dazu aufgerufen, seine Stimme für die Gerechtigkeit zu erheben und nicht länger zu schweigen. „Don‘t stay silent“ hieß es in den sozialen Medien.

Zahlreiche Proteste sind vonstatten gegangen und das nicht nur in Amerika. Auch Prominente, wie z.B. Ariana Grande oder Harry Styles, gingen auf die Straße. Die ganze Welt setzt sich ein, nicht nur für Floyd, sondern auch für alle anderen, die Opfer solcher Taten waren und sind. Nicht immer endeten diese Proteste friedlich, weil meist die Polizei unsanft gegen die Bürger vorging, doch die Protestierenden geben nicht auf. Auch in Deutschland werden Proteste abgehalten, bei denen Erwachsene und Jugendliche gegen die rassistischen Handlungen der Polizei protestieren.

Ausbildung fordert Teamgeist und Eigeninitiative

Azubi Justin Steffenberg schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben und seinen Start beim Kupferrecycler Aurubis. Mut zur Bewerbung.


Ausgerüstet mit Helmen, Westen und Atemschutzmasken erkunden Schulticker-Schüler (vor der Corona-Krise) die Aurubis-Industrieanlage. Am Ofen ist es heiß und spannend.
FOTO AURUBIS

Justin Steffenberg ist 22 Jahre. 2019 brach er sein Maschinenbaustudium ab und musste sich beruflich neu orientieren. Da wurde er auf die Aurubis AG Lünen aufmerksam. Der Schulticker-Partner ist der weltgrößte Kupferrecycler. Rund 650 Mitarbeiter stellen im Lüner Werk Anoden, Kathoden, Eisensilikatsand sowie Begleitprodukte her. Hier befindet sich das Recycling-Zentrum des Konzerns.

Justin schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben und seinen Start bei Aurubis.

Von Justin Steffenberg

Während meiner Schulzeit wurde mir, wie auch vielen zuvor, erzählt, worauf man zu achten hat, wenn man sich für eine Ausbildungsstelle bewirbt und wie nervenaufreibend und kompliziert das für einen selbst sein kann. Erst im Nachhinein ist mir allerdings klar geworden, dass sich das mittlerweile nicht mehr so streng verhält, wie es einen in der Schule vorkam.

Ich kannte die Aurubis AG als ein Unternehmen, womit ich mich gut identifizieren könnte. Für ein Unternehmen, das sich dem Kupferrecycling verschreibt, war das Thema Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit quasi Programm. So kam es, dass ich mich bewarb und im September 2019 meine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen habe.

Teamfähigkeit

Nach dem Einstellungstest hatte ich im Assessment Center den Eindruck, dass man besonders großen Wert auf Teamfähigkeit und das eigene Engagement legt. Schon in den ersten Wochen der Ausbildung wurden wir Auszubildende im Zuge der Organisation der Nacht der Ausbildung dazu angehalten, das möglichst beste Ergebnis im Team zu erzielen und uns als Ausbildung Lünen, wie auch das ganze Unternehmen, zu repräsentieren.

Gerade das eigene Engagement wird sehr gefördert, da man in der Ausbildung immer wieder mit unterschiedlichen Projekten oder Aktionen die Möglichkeit bekommt, sich zu behaupten. Gleichzeitig wird man aber auch immer mal wieder daran erinnert, sich nicht zu übernehmen. Allein das macht, meiner Meinung nach, Aurubis zu etwas Besonderem.

Aurubis lädt Schulticker-Klassen zum Recherchetermin ein

Experimente statt Mathe, Betriebsführung statt Englisch: Schulticker-Partner Aurubis Lünen lädt Schüler zu einem ganz anderen Unterricht ein: vor dem Schmelzofen statt im Klassenraum.

Es ist wichtig, Kinder auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Deshalb lässt Aurubis Schüler hinter die Kulissen schauen und schenkt Schulticker-Partnerklassen beim Recherchetermin Einblicke in den Berufsalltag.

Der Bustransfer nachLünen wird von Aurubis organisiert. Bei einer Führung am Recyclingstandort Lünen lernen die Schüler den spannenden Prozess des Schmelzverfahrens kennen. Was passiert beim Schmelzverfahren? Und wie wird Kupfer gegossen? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen erhalten die Schüler bei der Führung über das Betriebsgelände. Danach werden sie den Schmelzprozess in der Ausbildung nachmachen und selbst flüssiges Kupfer gießen.

In Zeiten von Corona gestaltenSchulticker und Aurubis Recherchetermine im Schuljahr 2020/21 sicher.

Weitere Informationen unter www. aurubis.com

PS-starke Ausbildung: Gas geben im Firmenwagen der Extraklasse

Ein Bürojob ist nichts für Vanessa Müller. Sie will ihre Karriere selbst lenken und unterwegs sein. Deshalb hat sich die Dortmunderin für eine Ausbildung als Berufskraftfahrerin bei Rewe entschieden.

Das Schuljahr ist bald vorbei und viele Schüler stehen vor der Frage: Wohin führt der berufliche Weg nach dem Schulabschluss? Um herauszufinden, welcher Beruf und welche Branche passt, macht Schulticker-Partner Rewe Dortmund künftigen Schulabsolventen ein Angebot: Lernt doch mal den Lebensmitteleinzelhandel kennen – mit einem Schülerpraktikum bei Rewe.

Vanessa Müller absolviert seit zwei Jahren ihre Lehre zur Berufskraftfahrerin bei Rewe. Foto: Rewe

Praktikanten bekommen viele Einblicke in die Ausbildungsberufe. Sie erfahren unter anderem, wie man einen Supermarkt steuert, Kundengespräche führt und Waren bestellt. Darüber hinaus können Schülerpraktikanten bereits erste Kontakte knüpfen, die bei einer späteren Bewerbung sehr hilfreich sein können.

Nach dem Praktikum ist der Einstieg ins Berufsleben bei Rewe vielfältig. Berufseinsteiger können aus acht Ausbildungsberufen sowie einer speziellen Abiturientenausbildung und einem dualen Studium wählen. Wer seine Abschlussprüfung besteht und mit guten Leistungen überzeugt, wird garantiert in ein unbefristetes Vollzeitverhältnis übernommen. So wie Vanessa Müller. Sie wollte schon in der Lehre richtig Gas geben und eine Ausbildung, die ihre Zukunft in Fahrt bringt. Vanessa Müller durchläuft die PS-starke Ausbildung zur Berufskraftfahrerin und schreibt hier für Schulticker über ihren Berufsalltag.

Von Vanessa Müller

Ich bin nun im zweiten Jahr meiner Ausbildung und mir gefällt der Mix aus Abenteuerlust und Verantwortungsbewusstsein, die bei einer Fahrt mit dem 18-Tonner dazugehören. Die Berufskraftfahrer sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Groß- und Einzelhandel, deshalb bildet Rewe Dortmund jedes Jahr in diesem Bereich aus.

Fahrschulunterricht

Die Ausbildung startet in der Logistik. Dort bekommen wir Azubis einen Einblick in alle logistischen Prozesse, die für die Belieferung wichtig sind. Praktische Aufgaben stehen für uns in der betriebseigenen Werkstatt auf dem Plan. Dort lernen die Azubis alles über Wartung, Reparatur und Pflege der mechanischen und elektrischen Systeme im Lkw.

Die Ausbildung macht Spaß und ist gleichzeitig eine klasse Möglichkeit, selbstständig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Denn Gas geben können wir Azubis schon während der Ausbildungszeit. Zunächst im Fahrschulunterricht und ab dem dritten Lehrjahr als Fahrer und Beifahrer. So lernen wir nach und nach alle Fahrzeugtypen kennen.

Zeit für Hobby und Freunde

Rewe garantiert nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss die Übernahme in eine Festanstellung. Geregelte Arbeitszeiten im Schichtbetrieb sorgen nach der Ausbildung dafür, dass uns auch Zeit für Hobbys, Freunde und die Familie bleibt. Seit 2018 wird die Ausbildung außerdem in Teilzeit angeboten.

www.rewe-dortmund.de

Bis zu 1.000 Tonnen Fleisch- und Wurstprodukte – pro Woche

Von Lena Hoffmann

Rewe Dortmund bildet jedes Jahr Fleischer im Groß- und im Einzelhandel aus und besitzt sogar ein eigenes Fleischwerk. Dort starteten in den letzten fünf Jahren 15 Azubis ihre Fleischer-Karrieren im Großhandel. Azubi Andreas Baschin ist einer von ihnen.

Andreas Baschin und seine Kollegen aus dem Fleischwerk bereiten täglich frische Mettwürstchen und andere Spezialitäten für die Rewe-Märkte zu.

Wie bist du auf die Ausbildung gestoßen?

Nachdem ich mein Physik-Studium vorzeigt beendete, begann ich durch Zufall ein Praktikum im Rewe-Markt. Die Praxiserfahrung dort hat Spaß gemacht, war aber noch nicht ganz das Richtige. Schließlich bewarb ich mich im Fleischwerk für die Großhandelsausbildung des Fleischers.

Was lernt man in der Ausbildung zum Fleischer?

Als Fleischer lernen wir alles, was zum Lebensmittelhandwerk gehört und können mitanpacken, wenn wir Fleisch und frische Wurstwaren verarbeiten. Wir erlernen Zubereitungstechniken sowie Rezepte und stellen selbst Spezialitäten her.

Fleischer im Einzelhandel, oder im Großhandel – wo ist der Unterschied?

Als Fleischer im Einzelhandel ist man an den Servicetheken in den Märkten eingesetzt, berät dort die Kunden und bereitet die Ware für die Theken vor. Als Fleischer im Großhandel arbeitet man im Fleischwerk und stellt täglich frische Fleisch- und Wurstwaren her, die an die rund 400 Märkte ausgeliefert werden. Pro Woche verarbeiten wir bis zu 1.000 Tonnen Fleisch- und Wurstprodukte.

Was gefällt dir an deiner Arbeit?

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Schon als Azubi im Fleischwerk wird man in vielen Werksbereichen eingesetzt, wie der Räucherei, Verpackungsabteilung, oder auch der Produktionsplanung. Hygiene und Sauberkeit sind extrem wichtig. Deswegen tragen wir im Fleischwerk Arbeitskleidung, die wir täglich wechseln. Auch die Geräte für die Wurst- und Fleischproduktion werden täglich gereinigt und die Produktion erreicht man nur durch eine Hygieneschleuse.

Deine Tipps für Schüler?

Lasst euch von den Vorurteilen gegenüber dem Beruf des Fleischers nicht abschrecken. Hier ist alles sehr sauber, es gibt zum Beispiel kein Blut, wie sich das viele vorstellen. Es riecht in der Produktion auch ganz normal. Ab und zu sogar nach würzigem Rauch aus der Räucherei oder Gewürzen, die einem das Gefühl einer Großküche geben.

Gute Leute braucht man immer: Bergbau-Azubis gesucht

Schulticker-Partner Redpath Deilmann sucht Unter-Tage-Nachwuchs, denn das Ende der Steinkohle ist kein Ende im Berg- und Tunnelbau. Zwei Azubis schreiben hier über ihre Berufswahl.

Aktive Steinkohle-Zechen gibt`s in Deutschland nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei. Trotzdem ist der Bergbau nicht tot. Ganz im Gegenteil. „Gute Leute braucht man immer“, betont Mike Nowak. Er ist Ausbilder bei der Redpath Deilmann GmbH. Der Schulticker-Partner mit Sitz in Kurl ist eines der weltweit führenden Spezialunternehmen für Schachtbau, Bergbau, Bohren, Vereisen und arbeitet seit mehr als 130 Jahren als Dienstleister und Spezialunternehmen im Berg- und Tunnelbau. Redpath Deilmann braucht Nachwuchs. Gesucht werden Bergbautechnologen und Tiefbaufacharbeiter für den Eigenbedarf. 15 Azubis werden derzeit ausgebildet.

Arbeiten unter Tage erfordert Teamgeist und ist beeindruckend. Foto: Redpath Deilmann

Bergbau-Azubis und Zechenschließungen. Wie passt das zusammen? „Bestens“, weiß Mike Nowak. „Es werden viele Materialien aus der Erde gewonnen: Vom Salz für das Frühstücksei, Kali für die Landwirtschaft, das Erz zur Stahlherstellung, Gold und Aluminium bis hin zu anderen Bodenschätzen für die Herstellung von Halbleitern und Akkus. Das Ende der Steinkohle ist kein Ende bei uns“.

Künftigen Bergmann-Azubis sollte bewusst sein, dass das Unternehmen weltweit aktiv ist und das Hauptgeschäft nicht mehr in Deutschland liegt. Mike Nowak: „Wir planen, teufen, und sanieren Schächte. Alle Mineralien. Alle Geologien. Überall.“ Reiselust ist Voraussetzung für den außergewöhnlichen Job.

Arbeit im In- und Ausland

Felix Pichl und Alexander Morbach haben sich als Schüler für eine Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden und sind nun im zweiten Lehrjahr. Hier schreiben sie über den Aufbruch ins Berufsleben.

Von Felix Pichl

Ich habe mich für die Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden, da ich einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz haben wollte. Ich wurde darüber informiert, dass die ausgebildeten Bergbautechnologen vor allem im Ausland tätig sind und die Berufsschule nicht in NRW sondern in Thüringen ist. Man kommt viel herum. Daran wächst man während der Ausbildung. Ich bin nun im dritten Lehrjahr und habe viel für mein berufliches und privates Leben gelernt.

Während der Ausbildungszeit absolviert man externe Lehrgänge und die Berufsschule läuft im Blockunterricht ab. Die restliche Zeit absolviert man am Standort in Kurl oder man fährt zu einer Baustelle in ganz Deutschland. Diese Reisebereitschaft wird sehr gut bezahlt und dadurch erlebt man eine einzigartige Ausbildung.

Wer glaubt, dass Bergbau in Deutschland ausgestorben ist, der irrt sich. Es gibt noch Unternehmen, die Rohstoffe wie Salz oder Gips produzieren und sich um die Wasserhaltung unter Tage kümmern. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung ist der Bergbau weltweit wichtiger und beliebter denn je. Man vergisst manchmal, dass unsere Aufgaben vielfältiger sind als in den meisten anderen Branchen.

Es ist beeindruckend unter Tage zu sein – wie in einer anderen Welt

Niklas Rahn und Manuel Wesche sind im zweiten Ausbildungsjahr. Alexander Morbach, Azubi im dritten Lehrjahr, sprach mit ihnen über ihre Arbeit als angehende Bergbautechnologen.

Niklas Rahn (l.) und Manuel Wesche sind im zweiten Ausbildungsjahr. Foto: Redpath Deilmann

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zum Bergbautechnologen zu machen?

Manuel: Ich bin über einen Freund, der die Ausbildung gemacht hat, auf die Idee gekommen.

Niklas: Bei mir war es ein Zufall. Ich hatte bereits eine Ausbildung zum Parkettleger gemacht, aber war sehr unzufrieden. Mein Vater ist auch schon Bergmann gewesen.

Und was gefällt Dir gerade im Vergleich zu Deiner ersten Ausbildung besser?

Niklas: Die Ausbildung zum Bergbautechnologen ist sehr vielseitig und der Verdienst ist gut. Es ist beeindruckend, unter Tage zu sein – wie in einer anderen Welt.

Manuel: Genau, es wird nie langweilig. Wir sind viel unterwegs und sehen Dinge, die nicht jeder zu Gesicht bekommt und von denen gar nicht viele wissen.

Cool, dann seid ihr ja echt viel unterwegs.

Manuel: Genau, wir haben in Thüringen Blockunterricht. Meistens gliedert sich das in zwei Wochen Unterricht.

Niklas: Lehrgänge haben eher einen praktischen Schwerpunkt. Wir machen aber auch verschiedene Führerscheine wie Gabelstapler-, Kettensägenschein und die Schulung für den Kranschein.

Am Ende steht euch dann eine Prüfung bevor?

Manuel: Nach dem dritten Semester müssen wir eine theoretische und eine praktische Prüfung machen.

Niklas: Und in dieser wird alles geprüft, was wir bis dahin gelernt haben. Also das ist schon ziemlich anspruchsvoll.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Manuel: Wir sind dann Hauer und wenn wir möchten, können wir uns weiterbilden und beispielsweise zur Technikeroder Steigerschule gehen. Man kann Aufsichtshauer oder Betriebsstellenleiter werden.

Kinobesucher futtern 30 Säcke Popcorn – pro Film

Grundschüler schauen hinter die Kulissen des Cineworld und spielen Kunde und Verkäufer an der Theke. Danach schauen sie einen Film und haben das Kino ganz für sich allein.

Viele Fragen hatten die Kinder Klasse 4 c der Leoschule bei ihrem Schulticker-Recherchetermin im Cineworld Lünen, der noch vor der Corona-Krise möglich war.

Die Viertklässler spielten Kunde und Verkäufer an der Theke. Foto (Archiv): Rottgart

Sie erfuhren, dass die sechs Kinosäle insgesamt 899 Plätze haben und wie in der Popcorn- Küche, in der 3D-Brillen- Waschanlage und hinter der Theke gearbeitet wird. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass schon mal täglich 25 bis 30 Säcke Popcorn von den Kinobesuchern konsumiert werden.

Außerdem lernten die Schulticker-Nachwuchsreporter, wie das Kassensystem des Kinos funktioniert und die Technik im Vorführraum. Hier ist ihr Bericht.

Von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4 c

Wir Kinder der Leoschule durften hinter die Kulissen des Lüner Cineworld schauen. Zunächst haben wir uns gewundert, warum sich in den Leinwänden Löcher befinden. Max Biela vom Kino hat uns erklärt, dass dahinter Boxen hängen und der Ton ja zu hören sein soll.

Zu jedem Kino gehört ein Vorführraum mit einem Projektor. Da das Licht im Projektor sehr heiß wird, ist eine gute Lüftung wichtig. Die Filme werden entweder auf Festplatte geliefert oder per Internet auf den Server geladen.

Im Kassenbereich wurde uns gezeigt, wie man Sitzplätze auswählen und die Karten drucken kann. Ein Kind aus der Klasse durfte im Spiel Karten kaufen, ein anderes Kind hat den Computer bedient.

Auf Überwachungsmonitoren kann man im Kassenraum sehen, ob der Film in den Kinos schon läuft, falls Besucher etwas später kommen. Es ist auch schon einmal vorgekommen, dass Zuschauer im Kino eingeschlafen sind.

Besonders interessant fanden wir den Catering-Bereich. Täglich wird hier etwa sechs Stunden lang Popcorn zubereitet und in große Säcke gefüllt. Bei beliebten Filmen werden etwa 30 Säcke verkauft. Ein Sack reicht für etwa 25 Jumbo-Becher. Auch hier durften wir ein Verkaufsgespräch nachspielen.

Brillen-Waschanlage

Im Waschraum konnten wir sehen, wie die 3D-Brillen gereinigt werden. Hinter die Kulissen zu schauen, war sehr spannend. Nachdem wir alles gesehen hatten, durften wir uns einen Film auswählen.

Die Mehrheit hat sich für den Film Sonic entschieden. Ausgerüstet mit einem Getränk und einer Tüte Popcorn konnten wir den Film entspannt genießen und hatten das Kino dabei für uns allein.

Die Stadt mitgestalten – das ist ein tolles Gefühl

Melanie Rhode ist Auszubildende im 1. und 2. Lehrjahr und schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben. Sie berichtet über ihren Start bei DEW21.

Von Melanie Rhode

Es ließe sich ein ganzes Buch dazu schreiben, was für oder gegen eine Ausbildung spricht. Am Ende ist es eine ganz eigene Entscheidung. Ich wollte praktisch auch mit anpacken. Learning by doing liegt mir mehr als reine Theorie. Nach der Entscheidung für meinen Beruf war die Arbeit aber noch nicht getan. Ein passendes Unternehmen musste her.

Ausbildungsfahrten schweißen zusammen. Foto: DEW21

Ganz individuelle Gründe sprechen für oder gegen einen Ausbildungsbetrieb. Mir war wichtig, dass ich in einem lokalen Unternehmen arbeite, das großen Einfluss auf das Geschehen in der Stadt hat. Daran mitzuwirken, die Stadt zu erleuchten oder zu bewegen, ist schon ein tolles Gefühl.

Die gemeinsame Ausbildung von DEW21 und DSW21 bietet breit gefächerte Inhalte. Die kaufmännischen Azubis wechseln alle paar Wochen die Abteilung und erhalten Einblick in viele Bereiche. Jedes Jahr werden mehrere Azubis ausgebildet, so das gleich Anschluss zu anderen besteht, die genau dieselben Erfahrungen machen. Gemeinsame Fahrten und die Leitung einer eigenen Juniorenfirma sind ein echtes Sahnehäubchen.

Flexible Arbeitszeiten sind praktisch

In der Werkschule können wöchentlich offene Fragen zum Berufsschulstoff mit den Lehrern besprochen werden. Das ist gerade für uns Industriekaufleute, die im Blockunterricht nur zweimal im Jahr jeweils sechs Wochen zur Schule gehen, eine tolle Sache, um den Schulstoff im Auge zu behalten.

Die flexiblen Arbeitszeiten finde ich sehr praktisch, weil man private Termine entspannt planen kann.

Die Ausbilder haben immer ein offenes Ohr. Das macht mich genauso glücklich, wie bei einem sicheren Arbeitgeber mit hoher Übernahmequote zu sein.

Von der Schülerin zur Dortmunder Heldin

Melanie Rhode erzählt von ihren Bewerbungsverfahren bei DEW21.

“Dortmunder Helden” las ich in Buchstaben auf www.start-chancen.de. “Ich will auch Heldin werden”, dachte ich.

Eine Ausbildung zur Industriekauffrau sollte es sein. Über das Bewerberportal lud ich Lebenslauf und Zeugnisse hoch. Die Einladung zum Online- Auswahltest kam per Mail. Für den Test hatte ich es mir zuhause gemütlich gemacht und darauf geachtet, nicht gestört zu werden. Die Aufgaben zu Merkfähigkeit, Text- und Tabellenverständnis waren halb so wild und der nächste Schritt getan.

Die Spannung stieg mit derEinladung zum Assessment Center. Mit einer kurzen persönlichen Vorstellung und der Auswahl des Outfits für den großen Tag bereitete ich mich vor.

Beim Assessment Center war ich ziemlich nervös

Am Tag selbst war ich dann ziemlich nervös. Aber ich war nicht allein, denn drei weitere Bewerber nahmen teil und natürlich die Ausbilder, die in einer Reihe wie bei einer Gerichtsverhandlung vor dem Gruppentisch der Bewerber saßen. Die Atmosphäre war aber dann locker und mit jeder Minute wich die Anspannung.

Schön war, dass zwei Azubis aus dem 1. Lehrjahr mit dabei waren, die ein Jahr vorher an genau der gleichen Stelle saßen. In den Pausen konnten wir sie wegen Infos aus erster Hand löchern.

Wir Bewerber stellten uns dann vor, erhielten eine Gruppenaufgabe, führten den Auswahltest, eine kleine schriftliche Aufgabe und auch ein klassisches Bewerbungsgespräch durch. Das hört sich viel an, aber durch den Austausch mit den Mitbewerbern, Auszubildenden und Ausbildern verging der Tag wie im Flug. Eine spannende Erfahrung, vor der wirklich niemand Angst haben muss.

Wenige Tage später kam ein Anruf. Ich hatte die Ausbildung! Einige Luftsprünge und Gänge zum Briefkasten später hielt ich den heiß ersehnten Ausbildungsvertrag in den Händen. Für mich und etwa 40 andere zukünftige Helden konnte das Abenteuer Ausbildung beginnen.

Azubi macht Mut zur Technik: “Ich freue mich sogar auf Schule. Das hätte ich früher nie gedacht.”

Von Kathrin Lünemann

Azubi Mikail Kaplan berichtet über seine Ausbildung als technischer Azubi.

Wie sieht ein Arbeitstag als technischer Azubi aus?

Im Blaumann geht’s um 6.30 Uhr in der Zentralen Ausbildungswerkstatt los. Alle technischen Azubis lernen hier die Grundlagen für ihren späteren Beruf – selbstständig an der eigenen Werkbank und auch zusammen mit dem Ausbilder. Einmal wöchentlich geht es in die Werkschule. Die Zeit geht schnell rum.

Nach der Zwischenprüfung kommen wir für sechs Monate in verschiedenen Abteilungen in den Außendienst, um unser Wissen praktisch anzuwenden, bevor es in die Abschlussprüfung geht.

Technik begeistert natürlich auch Mädchen. Foto: DEW 21

Und wann habt ihr Berufsschule?

Anders als die kaufmännischenAzubis haben wir wöchentlich Unterricht. Ich persönlich finde das auch besser, weil man nicht aus dem Rhythmus kommt und Abwechslung hat. Ich freue mich sogar auf Schule. Das hätte ich früher nie gedacht.

Was gefällt dir besonders an deiner Ausbildung?

Die Vielfältigkeit. Kein Tag ist gleich, die Aufgaben sind immer anders und man muss mitdenken. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist super. Wir können auch einfach etwas, das uns interessiert, nachbauen.

Und was ist weniger gut?

Am Anfang war das frühe Aufstehen hart. Unsere Arbeitszeit beginnt um 6.30 Uhr, also eine starke Umstellung gegenüber der Schule. Aber sogar ich als Langschläfer hatte das nach ein paar Wochen drin.

Wie finden andere denn raus, ob das was für sie ist?

Wen Technik begeistert, der ist hier gut aufgehoben. Wer dann noch gerne mit den Händen arbeitet und Mathe in der Schule nicht gerade gehasst hat: Da kann dann sicher nichts schiefgehen.

30.000 Euro für lokale Bildungsprojekte

Bildung ist der zentrale Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Wohlstand. Deshalb unterstützt das Lensing Media Hilfswerk auch in diesem Jahr wieder lokale Bildungsprojekte.

Der „Bildungsscheck 2020“ fördert die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, ganz gleich aus welcher sozialen Schicht. Ob Zirkusprojekt, Umwelt- und Naturschutzprojekt oder Schulhofbemalung — das Preisgeld des Bildungsschecks erfüllt Kinderwünsche.

Den Dortmunder Bildungsscheck gibt es seit 2012. In diesem Jahr vergibt das Hilfswerk in jedem Dortmunder Stadtbezirk erneut 2500 Euro an ein Bildungsprojekt und unterstützt so zwölf Dortmunder Projekte mit insgesamt 30.000 Euro. Um das Preisgeld bewerben können sich alle Bildungseinrichtungen. Laut Satzung des Hilfswerks können leider Sportprojekte nicht gefördert werden.

Für die Bewerbung werden Satzung und Freistellungsbescheid (ersatzweise §61a) benötigt.Fragen zur Bewerbung beantwortet Birgit Schlomberg unter birgit.schlomberg@lensingmedia.de

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie hier.

Nachwuchsforscher auf den Spuren des Wassers

Grundschüler lernen den Weg des Wassers von der Quelle bis zum Wasserhahn kennen, bauen ein eigenes Wasserwerk und testen, welches Wasser am besten schmeckt.

Von Schülern der Klasse 3c der Fine-Frau-Grundschule

Dank DEW21 und Schulticker durfte sich unsere Klasse an einem Vormittag auf die Spuren unseres Trinkwassers begeben. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) hat uns, die Klasse 3 c der Fine-Frau- Grundschule, zum Recherchetermin in das Wasserinformationszentrums (WIZ) nach Schwerte eingeladen. Dabei stand die Frage „Wie kommt das Wasser in den Hahn?“ im Mittelpunkt.

Der DEW21-Ausflug zum Wasserwerk in Schwerte war ein Highlight für die Schüler der Klasse 3c der Fina-Frau-Grundschule. Foto: Sklarzyk

An einem schönen Tag holte uns ein Bus an unserer Schule in Dorstfeld ab. Mit dem Bus fuhren wir zum Wasserwerk nach Schwerte. Dort begrüsste uns Uta Scheffler von DEW21. Sie zeigte uns die Umgebung des Wasserwerkes und das WIZ. Im Wasserinformationszentrum frühstückten wir zunächst in einem großen Raum. Danach gab es viele spannende Informationen zu unserem Wasser und wir machten zwei Experimente.

Beim ersten Experiment sollten wir den Unterschied zwischen Mineralwasser und Leitungswasser schmecken. Den meisten Kindern aus unserer Klasse schmeckte das Mineralwasser ein bisschen besser. Aber das Mineralwasser aus der Flasche kostet auch viel mehr Geld und ist nicht so gut für die Umwelt, wie das Leitungswasser.

Im zweiten Experiment wurde dreckiges Flusswasser gereinigt. Danach haben wir uns draußen noch das Wasserwerk angeschaut. Wir haben große Kiesbecken, Sandbecken und andere Dinge gesehen. Nachdem wir uns von Uta Scheffler verabschiedet haben, fuhr uns der Bus wieder zurück zur Schule.

Für den tollen Ausflug zum Wasserwerk und die vielen Informationen bedanken wir uns bei Uta Scheffler und DEW21.

Der lange Weg des Wassers in den Hahn

Bevor das Wasser bei uns zu Hause oder in der Schule aus dem Hahn kommt, hat es einen langen Weg hinter sich:

  • Im Wasserwerk wird es zunächst aus dem Fluss Ruhr genommen. Das Flusswasser ist dreckig. Es wird im Wasserwerk in verschiedenen Schritten gereinigt.
  • Als erstes fließt das Wasser in ein Kiesbecken. Dort werden große Dinge (z.B. Zweige und Blätter) herausgefiltert.
  • Danach fließt es in ein Sandbecken. Dort wird kleinerer Schmutz aus dem Wasser entfernt.
  • Ganz zum Schluss kämpfen im Wasser gute Bakterien gegen schlechte, ungesunde Bakterien. Danach ist das Wasser sauber.
  • Das saubere Wasser wird in hohe Speicherorte gepumpt.Daraus fließt es in die Leitungen und bis in die Wasserkräne in allen Gebäuden. Für die Reise aus der Ruhr bis zu uns nach Dorstfeld braucht das Wasser insgesamt vier Tage.

Der Kampf im Wasserwerk zwischen guten und schlechten Bakterien

Im Wasserinformationszentrum konnten wir bei einem Experiment sehen, wie dreckiges Wasser gereinigt wird.

Jordi und Benjamin beim Experimentieren. Foto: Sklarzyk

Für das Experiment benötigten wir eine lange Röhre, einen Kaffeefilter, Sand, kleine Steinchen und Sicherungen.

Zunächst wurde alles nach einer Anleitung zusammengebaut. Danach holten wir vorsichtig Flusswasser aus einem großen See. Das dreckige Wasser schütteten wir vorsichtig in die lange Röhre hinein.

In der Röhre floss das Wasser durch die kleinen Steinchen, danach durch den Sand und zum Schluss durch den Kaffeefilter. Wir konnten beobachten, wie das Wasser immer ein bisschen sauberer wurde. Ganz zum Schluss sammelte sich das Wasser bei den meisten Kindern gereinigt und sehr sauber unten in einem Becher.

Uta Scheffler von DEW21 erklärt uns später, dass ein Wasserwerk fast genauso funktioniert. Im Wasserwerk fließt das Wasser erst durch einen Kiesfilter und einen Sandfilter. Bei unserem Experiment waren die kleinen Steine der Kiesfilter und der Sand der Sandfilter. Danach gibt es im Wasserwerk noch einen Kampf zwischen guten und schlechten Bakterien, das war in unserem Experiment der Kaffeefilter.

Den großen Kiesfilter und den Sandfilter konnten wir uns nach dem Experiment noch draußen ansehen.