Pressehaus öffnet seine Türen für junge Journalisten

Zwei Mal pro Monat sind Schulticker-Klassen eingeladen

Schulklassen aufgepasst: Schulticker öffnet die Türen des Pressehauses für Lehrer und Schüler, die beim Medienprojekt mitmachen. Zwei Mal pro Monat laden wir donnerstags von 10.15-12.15 Uhr Schulticker-Klassen ein, hinter die Kulissen des Pressehauses in der Silberstraße zu blicken.

Sportredakteur Thomas Schulzke erklärt Kindern der Emschertal-Grundschule, wie eine Zeitung entsteht. Foto: Annette Kallenbach

Dabei besuchen die Schüler Redaktionen, kommen mit den Mitarbeitern ins Gespräch und sind hautnah dabei, wenn Nachrichten entstehen. Wie die Klasse der Emschertal-Grundschule, die hier in der Sportredaktion zu Gast war. Sportredakteur Thomas Schulzke erklärte den Kindern die tägliche Arbeit am Computer und beantwortete viele Fragen rund ums Thema Journalismus. Lehrer, die an einer Führung interessiert sind, melden sich bitte bei annette.kallenbach@lensingmedia.de

Schülerreporter gesucht

Um ein breitgefächertes Meinungsbild zu erhalten, lädt die Bundesregierung Jugendliche ein, Zeitzeugen zu interviewen. Gesucht werden Schüler ab 16 Jahren.

Von Annette Kallenbach

Vor 30 Jahren ist die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland gefallen. Doch er Prozess der Deutschen Einheit ist noch nicht abgeschlossen. Unter dem Motto „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“, lädt die Bundesregierung zum Austausch ein.

Diese Schülerinnen der Johann-Gutenberg-Realschule waren im Rahmen des Schultickers als Schülerreporterinnen unterwegs. Sie interviewten auf der World Press Photo-Ausstellung 2019 Wolfgang Bödeker von DEW21. Foto Archivthorben

Bürger aus Dortmunds Partnerstadt Zwickau kommen vom 13. bis zum 15. März nach Dortmund, um auf Dortmunder zu treffen. Gemeinsam sollen Ideen für das weitere Zusammenwachsen und die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt werden. Das Besondere an diesem Programm: Die Bundesregierung sucht Schüler ab 16 Jahren, die als Reporter berichten und der Bundesregierung etwas ins Hausaufgabenheft schreiben wollen.

30 Jahre Deutsche Einheit

Eingeladen sind Schüler, die vielleicht schon einmal journalistisch gearbeitet haben oder erfahren möchten, wie es ist, als Reporter unterwegs zu sein. Sie werden zeitgleich zum Bürgerdialog Interviews mit Passanten zum Thema „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ führen. Die Ergebnisse werden in Videos und Berichten auf der Webseite veröffentlicht. Im Rahmen einer abschließenden Konferenz werden diese zusammengeführt und fließen in die Handlungsempfehlung der Kommission an die Bundesregierung ein.

Auf die Schülerreporter wartet journalistisches Coaching vom Profi. Experten bereiten die Jugendlichen auf ihren Einsatz als Reporter vor und sind die ganze Zeit als Ansprechpartner vor Ort. Sie zeigen, worauf es in der Praxis als Reporter wirklich ankommt und bereiten inhaltlich auf das Thema „30 Jahre Deutsche Einheit“ vor.

Die Teilnehmer lernen nicht nur das Filmen mit professionellem Equipment, sondern auch Interviewformate und -techniken kennen. Sie sammeln O-Töne, die sie später im Team auswerten. Mit einem professionellen Cutter schneiden sie direkt vor Ort die Interviewaufnahmen und erstellen Clips, die später auf der Website der Bundesregierung und in Social Media veröffentlicht werden.

Auf der Schülerabschlusskonferenz im Juni in Hamburg werden die Ergebnisse ausgewertet.

100 Euro für die Klassenkasse

Für die Teilnahme an der Schulticker-Umfrage.

„Wie hat Ihnen die erste Intensivzeit gefallen?“, fragte Schulticker alle Schulticker-Lehrer, die an der ersten Intensivzeit des Schuljahres 2019/20 teilgenommen und sich mit dem Medienprojekt und der Tageszeitung beschäftigt haben.

In der anonymen digitalen Umfrage konnten Lehrer aus Grundschulen und Sekundarschulen offen ihre Meinung sagen, Noten vergeben und Vorschläge zur Verbesserung des Medienprojektes machen.

Die Beantwortung dauerte fünf Minuten und war bis Freitag, 20. Dezember möglich. Schulticker sagt Danke für die Teilnahme und die konstruktive Kritik. Unter allen Teilnehmern verlosen wir jeweils 100 Euro für die Klassenkasse.

Das sind die ausgelosten Gewinner:

  • Peter-Vischer-Grundschule (Claudia Bouerdieck)
  • Mira-Lobe-Schule (Sebastian Käufer)
  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule (Andreas Heine)
  • Johann-Gutenberg-Realschule (Claudia Werner)
  • Anne-Frank-Gesamtschule Werne (Lukas Theis)

Herzlichen Glückwunsch. Die Gewinner werden von uns per Mail benachrichtigt.

Wahrheit und Fälschung

Bisher ging es in der Dasa um die Arbeit in Medienberufen. Eine neue Ausstellung spielt mit der neuen Datenwelt und dreht sich ums Thema Neue Medien. Digitalisierung und Globalisierung lassen grüßen.

Von Tom, Timo, Marie, Loubna, Finnja und Celina

Wir, die Medienscouts der Johann-Gutenberg-Realschule, haben mit unserer Lehrerin Claudia Werner die Einladung zur Preview der neuen Ausstellung in der Dasa bekommen. Super! Da gehen wir hin!

Die Medienscouts der Johann-Gutenberg-Realschule mit Lehrerin Claudia Werner (3.v.r.) testen die Dasa-Ausstellung rund um das Thema Neue Medien. Foto: Tom Stephan, Timo Henkies, Finnja Huf

Nach der offiziellen Eröffnung durch den Dasa-Chef vor Pressevertretern und uns geht es durch die Ausstellung, die als Parcours konzipiert ist, zur Station „Social-Media Kommentare im echten Leben“. Hier kann man Kommentare von verschiedenen sozialen Medien dem Gegenüber ins Gesicht sagen. Dies beinhaltet Love- sowie Hate-speech. Hier wird zum ersten Mal klar, wie bescheuert und verletzend manche Dinge klingen, die man online täglich liest. Dass so etwas am Computer um einiges leichter von den Lippen geht als im echten Leben, braucht man kaum erwähnen.

Emoji-Memory

Auch das Emoji-Ratespiel kann uns begeistern. Jeder der beiden Spieler muss fünf Emojis Bedeutungen zuordnen. Als nächstes werden die Karten gemischt und es beginnt das Memory-Spiel, wo man die Paare von Bedeutung und Emoticon finden soll. Wenn man ehrlich ist, findet unsere Kommunikation häufig nur noch mit Emojis statt.

In der Ausstellung kann man außerdem seine ganz eigenen Fake-News erstellen. An einem Green Screen wird man beispielsweise von der Erde auf den Mond teleportiert oder von Deutschland in die Afrikanische Steppe. Mit einem passenden Text sind die Montagen nun auf einem Bildschirm in der Ausstellung sichtbar.

Was Emojis bedeuten, finden Ausstellungsbesucher an dieser Station heraus. Foto: Tom Stephan, Timo Henkies, Finnja Huf

Schlendert man weiter durch die Ausstellung, wird der Blick unweigerlich auf einen Riesenlaptop gelenkt. Auf diesem laufen Filme aus den Neunzigern, die den richtigen Umgang mit Computern demonstrieren. Dass diese mittlerweile lange überholt sind, ist kein Geheimnis.

Verschiedene digitale Spiegel passen da besser in unser Zeitalter. Diese sind ebenso auf der Ausstellung vertreten. Einer scannt den Betrachter, ein anderer rät das Alter. Diese Spiegel sind nicht unfehlbar und schätzen oft falsch. Sie sind jedoch stellvertretend für die Entwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Wir machen uns gläsern, geben alle Daten preis, sehen auf der anderen Seite alles durch bestimmte Filter. Erkennen wir in dem einen Spiegel noch unser vertrautes Abbild, sind wir im nächsten schon verzerrt und verschwommen.

Tipp: Hingehen

Wer sich für Medien und das digitale Zeitalter interessiert, ist mit der neuen Ausstellung gut beraten. Es lohnt sich, einfach mal reinzuschauen. Wir als Medienscouts hatten jedenfalls jede Menge Spaß!

Hier geht’s zur Ausstellung und zu den Medienscouts

  • Die Ausstellung ist Teil der Dasa Arbeitswelt Ausstellung. Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund.
  • “Neue Medien” ist für Schüler ab Klasse 10 geeignet.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Wochenende und Feiertage, 10-18 Uhr.
  • Schüler zahlen 2 Euro Eintritt, Begleitpersonen sind frei. Info unter www.dasa-dortmund.de
  • Infos über die Arbeit der Medienscouts an der Johann-Gutenberg-Realschule unter www.jgr-dortmund.de

Klassenausflug zur Phänomenta zu gewinnen

Rund-um-Sorglos-Paket mit Rallye, Essen und Trinken und Bustransfer

Außerschulischer Unterricht all-inklusive: Eine Schulticker-Schulklasse kann einen ganzen Tag in der Phänomenta gewinnen. Da bereits zwei Grundschulklassen gewonnen haben, können sich in diesem Projektjahr nur noch Klassen der Sekundarstufe bewerben. Das rundum Sorglos-Paket beinhaltet den freien Eintritt, eine digitale Rallye, Interviewzeit, Essen & Trinken, eine kleine Überraschung sowie den Bustransfer von der Schule nach Lüdenscheid und zurück. Über diesen besonderen Klassenausflug wird anschließend von den Schülern auf der Schulticker-Seite berichtet.

Wie hoch ist der Turm der Phänomenta? Foto: Maiwald

Das erste Science Center NRW versteht sich als außerschulischer Lernort, an dem alle Besucher in die Welt der Naturwissenschaft eintauchen. Ganz nach der Devise „Anfassen erwünscht!“ warten 180 Exponate auf 4000 qm darauf, erforscht und ausprobiert zu werden. Das freie Spielen ist wichtig, daher gibt es grundsätzlich keine Rundwege oder Reihenfolge durch die Ausstellung des Schulticker-Partners Phänomenta.
Schulticker-Schulklassen aus Grund- und Sekundarschulen, die diesen besonderen Recherchetermin wahrnehmen möchten, können beim Phänomenta-Quiz mitmachen. Es muss nur diese Frage richtig beantwortet werden: Wie hoch ist der Turm der Phänomenta?
Lehrer schreiben bitte eine Mail unter dem Stichwort „Phänomenta-Gewinn“ mit ihrem Namen, der Schule, der Klasse und der richtigen Antwort an schulticker@lensingmedia.de.

Preis für Schüler-Engagement

Ein außergewöhnlicher Lehrer des 19. Jahrhunderts ist der Namensgeber des Heinrich Schmitz-Preises. Ihn erhalten Schüler, Schulen und Jugendliche für ehrenamtlichen Einsatz.

Die Courage-AG des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums war Preisträger des Jahres 2012. Archiv: Laryea

Zum neunten Mal wird in diesem Jahr der Heinrich Schmitz-Preis verliehen. Diesen mit 3500 Euro dotierten Preis erhalten Schüler, Schulen und Jugendliche, die sich in besonderem Maße im Stadtbezirk Dortmund Innenstadt-West ehrenamtlich engagiert haben. Das können Arbeitsgruppen zu den verschiedensten Themen sein, deren Ergebnis dann in ehrenamtliches Engagement fließt. Das kann auch eine ganz besondere Leistung eines einzelnen Jugendlichen sein. Als Preisträger in Betracht kommen alle Schüler (ohne Altersbeschränkung) oder Jugendliche, die zwischen 14 und 21 Jahre alt sind. Die Veranstalter haben absichtlich keine Themen vorgegeben, damit alle zusätzlichen Tätigkeiten gleichberechtigt nebeneinander stehen können. Denn Ehrenamt zeigt sich im Handeln.

Außergewöhnliche Lehrer

In einem Auswahlverfahren wird eine Gruppe oder ein Schüler/ ein Jugendlicher von der Jury ermittelt. Die Jury besteht aus neun Mitgliedern, unter anderem Manfred Sauer, Bürgermeister der Stadt Dortmund, Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie und Ralf Stoltze, Bezirksbürgermeister Innenstadt-West. Die Preisverleihung des Heinrich Schmitz-Preises ist voraussichtlich im Oktober 2020.

Heinrich Schmitz (1812-1865) war ein außergewöhnlicher Lehrer des 19. Jahrhunderts, der auch nicht davor zurückschreckte, von der preußischen Obrigkeit eine konsequente Schulpolitik einzufordern. Auch setzte er sich für den Erlass des Unterrichtsgesetzes ein. Ihm zu Ehren benannte die Bezirksvertretung Innenstadt-West 2014 einen Teil der ehemaligen Adlerstraße in Heinrich-Schmitz-Platz um.

Interessierte Schüler und Jugendliche richten die Bewerbung bis zum 30. Mai an das Stadtbezirksmarketing Innenstadt-West, z. Hd. Oliver Krauß, Südwall 2-4, 44122 Dortmund. Infos unter Tel. 5 02 29 04, digitale Bewerbung an innenstadtwest@dortmund.de

Fußball und noch viel mehr

Sport und gesunde Ernährung sind wichtige Voraussetzungen für die Gesundheit. Das konnten die Kinder der Klasse 4c der Fine-Frau-Grundschule beim DEW21-Termin im Fußballmuseum erfahren.

Von Shilan Jankir und Saliha Pehlivan

Wir, die Schüler der Klasse 4 c der Fine-FrauGrundschule, wurden von der Dortmunder Energie und Wasserversorgung (DEW21) und Schulticker ins Deutsche Fußballmuseum eingeladen. Dort begrüßte uns eine sehr nette
Museumspädagogin. Zu Beginn unseres Recherchetermins spielten wir eine Runde Fußball zum Aufwärmen. Dann ging es endlich los.
Auf einer Rolltreppe, umhüllt von Stadiongeräuschen, fuhren wir in die erste Etage in den Bereich, in dem die Ausstellungsstücke der Weltmeisterschaft von 1954 zu sehen waren. Uns fiel auf, dass
die Fußballspieler auf den Bildern nicht so sportlich aussahen und erfuhren auch den Grund dafür. Damals gewann die Deutsche Nationalmannschaft das Spiel gegen Ungarn. Spannend war zu erfahren, dass der damalige Spieler Horst Eckel heute noch lebt und 87 Jahre alt ist.

Vor dem Rundgang durch die Ausstellung spielten die Schüler der Klasse 4c der Fine-Frau Grundschule erst einmal eine Runde Fußball. Foto: Kallenbach

Jahrhundertspiel

Anschließend haben wir uns ein großes Foto aus dem Jahr 1970 angeschaut. In diesem Jahr hat Deutschland im Halbfinale gegen Italien in
Mexiko gespielt. Obwohl Deutschland dieses Spiel verloren hat, nennt man es das Jahrhundertspiel, weil sehr viele Tore geschossen wurden und es an diesem Tag sehr heiß war.
Besonders interessant fanden wir den Museumsraum mit den vielen Pokalen der Europa- und Weltmeisterschaften. Erstaunlich war, dass die Frauenmannschaft bisher mehr Pokale gewonnen hat als die Männermannschaft. Am Ende des Tages drehte sich noch einiges um
unsere Gesundheit. Anhand einer Ernährungspyramide und einiger Spiele erfuhren wir, welche Lebensmittel gesund und ungesund sind.
Wir beendeten den Tag mit einem Fußballspiel. Es war nicht der erste und letzte Besuch im Fußballmuseum, denn es gibt dort noch viel mehr zu entdecken.

Klassenausflug zum Weihnachtssingen

Grundschüler gewannen 30 Karten bei Schulticker-Verlosung.

Von Nisa, Jolina und Rayan

Beim BVB-Weihnachtssingen m 15. Dezember 2019 im Signal Iduna Park waren wir mit einigen Kindern unserer Klasse 4 a der Fine-Frau-Grundschule dabei. Wir hatten Stehplatzkarten auf der Südtribüne, die wir beim Schulticker-Gewinnspiel der Ruhr Nachrichten gewonnen haben. Nicht nur viele Kinder aus unserer Klasse konnten mitgehen, sondern auch einige Eltern.

Schüler und Eltern der Klasse 4a der Fine-Frau-Grundschule hatten viel Spaß beim Schulticker-Weihnachtssingen im Signal Iduna-Park im Dezember 2019. Foto: Leuer

Spieler und Lieder

Nachdem wir circa 30 Minuten in einer langen Schlange vor dem Stadion gestanden haben, konnten wir endlich rein. Das ganze Stadion war wunderschön beleuchtet und alles hat gefunkelt – ein richtiges Spektakel. Wir haben auch noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen. Wir haben viele wunderschöne Weihnachtslieder gesungen und leckere Weihnachtsbrezeln gegessen. Bratwurst und Pommes gab es auch zu kaufen.

Da war auch ein Chor, der uns beim Singen begleitet hat und alle hatten Spaß. Es war toll, dass auch einige BVB-Spieler da waren, die zum Schluss auf den Rasen gekommen sind. Es waren auch berühmte Sänger da, die wir aber nicht kannten. Sie haben sehr schön gesungen.

Nach einiger Zeit war das Singen dann leider vorbei. Es war ein toller Abend, den wir so schnell nicht vergessen werden. Wir empfehlen das Weihnachtssingen auf jeden Fall weiter, es war einfach toll. Im nächsten Jahr gehen wir sicher nochmal hin.

Vier Scouts helfen Schülern bei der Mediennutzung

Über fast zwei Jahre sind die vier Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule (WBR) Alessandro Kappert, Daniela Mua, Josephine Korytkowski und Onur Babat (v.l.) zu Medienscouts ausgebildet worden, um Schülern bei der Mediennutzung im Internet zur Seite zu stehen. Denn Cybermobbing oder Gewaltvideos, illegale Musikdownloads oder das Hochladen von Fotos bergen für Schüler große Risiken und bereiten ihnen Probleme. Die Schüler bekommen Hilfe durch die Medienscouts, die nützliche Tipps und wichtige Ratschläge vermitteln können.

Alessandro Kappert, Daniela Mua, Josephine Korytkowski und Onur Babat (v.l.) sind die vier Medienscouts an der Wilhelm-Busch-Realschule in Dortmund.

Dabei handelt es sich nicht um den üblichen Unterricht. Die Scouts kommen mit den Schülern ins Gespräch und können, ohne das Beisein von Lehrern, zwanglos Probleme besprechen, sodass kein Notendruck besteht. Dabei lernen Schüler von Schülern, wie man verantwortungsbewusst mit den neuen Medien umgeht und welche Gefahren im Internet lauern.

Win-win Situation

Das IHK-Azubi-Speed-Dating war für Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule ein voller Erfolg. Sie konnten sich bei 62 Firmen vorstellen und die Firmen aus insgesamt rund 500 Bewerbern wählen.

Von Joanna Gottwald, Julia Schachtsieck, Baray Shirin, Mergim Gashaj und Julia Trilseden, Klasse 10D der Wilhelm-Busch-Realschule

Unser Lebenslauf lag ordentlich ausgedruckt in der Bewerbungsmappe, wir waren schick angezogen und im Deutschunterricht haben wir Bewerbungsgespräche geübt – trotzdem waren wir alle aufgeregt.

Die Schüler der Klasse 10D mit Klassenlehrerin Simone Kaip (5.v.r.) besuchten das IHK-Azubi-Speed-Dating im Goldssal und kamen auch mit Jasmin Neuradt (IHK), Annika Schneider (IHK), Ausbildungs-Botschafterin Mandy Schäper und Ausbilder Mike Nowak ins Gespräch (v.r.) Foto: Schütze

Von der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) und dem Medienprojekt Schulticker der Ruhr Nachrichten sind wir, die Schüler der Klasse 10 D der Wilhelm-Busch-Realschule, zum IHK-Azubi-Speed-Dating mit 62 Firmen in den Goldsaal des Kongresszentrums Dortmund eingeladen worden. Wir wollten ausprobieren, uns in einem zehnminütigen Bewerbungsgespräch bei einer Firma vorzustellen.

In zehn Minuten zum Job

Freundlich wurden wir von Jasmin Neuradt von der IHK begrüßt. Sie erklärte uns, dass wir mutig sein und in jedem Fall ein Bewerbungsgespräch ausprobieren sollten: „Es ist für alle Beteiligten eine Win-win-Situation“: Die Firmen suchen passende Auszubildende und die Bewerber können sich bei ihrer Wunschfirma vorstellen. Ausbildungs-Botschafterin Mandy Schäper, die eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau bei der Continentale Versicherung absolviert, gab uns wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Auch der stellvertretende Ausbildungsleiter bei Redpath-Deilmann, Mike Nowak, unterstützte uns mit seinen Erfahrungen. Er hat uns geraten, natürlich zu bleiben und gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch zu gehen. Dabei sollten wir uns vor allem überlegen, warum man genau diesen Job möchte.

Nun stürzten wir uns mutig mit rund 500 anderen Speed-Dating-Besuchern in die Bewerbungsgespräche. Dabei saßen sich die Gesprächsteilnehmer an einem Tisch mit zwei Trennwänden gegenüber und die Gesprächszeit von zehn Minuten wurde mit einer Sanduhr gestoppt. Auch Schüler, die sich vorher unsicher waren, trauten sich. So sammelten wir Erfahrungen, wie ein Bewerbungsgespräch abläuft, konnten unser Selbstbewusstsein stärken und Souveränität gewinnen.

„Ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe“, freute sich Joanna. Sie hatte sich bei der Firma Caterpillar beworben und ein aussichtsreiches Gespräch geführt. Auch 2020 wird es ein IHK-Azubi-Speed-Dating geben.

Pippi Langstrumpf als Vorbild

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule waren Teil der TrashUp-Konferenz im Depot. Sie diskutierten und hinterfragten mit Experten das Thema Nachhaltigkeit.

Von den Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule

Die Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule und Lehrerin Claudia Werner besuchten die TrashUp-Konferenz im Depot. Für die Schülerinnen und Schüler begann der Tag mit ihrer Redaktionssitzung und der Arbeitsverteilung,  indem sie in Interview-, Foto-, Artikel- oder Zeichnungsgruppen aufgeteilt wurden. Außerdem wurden einige Schülerinnen und Schüler als Teilnehmer in die Workshops geschickt. Um 9.30 Uhr ging es für alle ins Plenum zur Begrüßung und zum Fishbowlgespräch. Es wurden die Nachhaltigkeitsthemen des Tages vorgestellt, diskutiert und hinterfragt.

Einen spannenden und lehrreichen Tag verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a mit Lehrerin Claudia Werner im Depot. Foto: JGR

Besonderer Gast im ersten Plenum war Prof. Dr. Marcel Hunecke. Sein Spezialgebiet ist die „Psychologie der  Nachhaltigkeit und die psychischen Ressourcen zur Förderung nachhaltiger Lebensstile“. Es geht darum, dass es gar nicht so einfach ist, gegen den Strom zu schwimmen und nachhaltig zu leben. Woher nimmt man die Kraft? Außerdem dabei: Dunja Karabaic von „Ökorausch“. Ihre besondere Herangehensweise ist die Pippi Langstrumpf-Methode nach dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Ihrer Meinung nach sollte man auch über scheinbar Unmögliches nachdenken, um auf gute Ideen zu kommen.

Wolfgang Schürings vertritt die Gemeinwohlökonomie. Er findet, dass es nicht in erster Linie in der Wirtschaft um das Bruttosozialprodukt gehen sollte, sondern wie eine Firma seine Mitarbeiter behandelt oder wie nachhaltig sie ist.

Nun ging es in die sechs Workshops zusätzlich zu den Themen, wie die Stadt etwas für die Nachhaltigkeit tun kann  der über das neue Gesetz zu Lieferketten sowie das Thema „Städte für die Zukunft“. In der Schüler-Redaktion qualmten in der Zwischenzeit schon die Köpfe. Die Interviewteams machten Termine mit den besonderen Gästen und Veranstaltern aus, die ersten Fotos wurden gesichtet und ausgewählt, die ersten Mitschnitte abgetippt. Sogar Zeichnungen entstanden zu den Themen des Tages. Auch unsere Eindrücke aus der Redaktion wurden abgefragt und die Workshopteilnehmer befragt.

Noch nachhaltiger leben

Um 16.15 Uhr pünktlich ging es dann in die Abschlussrunde. In lockerer Runde wurden die Ergebnisse auf den Punkt gebracht. Unsere Chefredakteurin Marie sprach das aus, was alle dachten: „Wir möchten uns dafür bedanken, dass wir hier an der Konferenz teilnehmen durften. Wir haben heute viele Ideen gehört und wir werden versuchen, noch nachhaltiger zu leben.“

Pressehaus öffnet Türen für Geschichten

Bundesweiter Vorlesetag will bei Kindern Begeisterung am Lesen wecken.

Deutschland liest vor. Jedes Jahr am dritten Freitag im November setzt der Bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.


Die Schüler der 2a und 2b der Diesterwegschule waren im vergangenen Jahr zu Gast beim Vorlesetag im Pressehaus. Mentorin Jutta Spieß las den Kindern aus dem Buch “Seeräuber Moses” vor. Foto Schnitzler

Am Freitag (15.11.) kann jeder, der gerne vorliest, Kinder und Jugendliche in den Genuss des Zuhörens kommen lassen. Dafür laden Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Buchhandlungen oder andere Einrichtungen zur Teilnahme ein.

Als die Idee für den Aktionstag vor 17 Jahren geboren wurde, beteiligten sich gerade einmal 1.900 Menschen. Mittlerweile sind es über 680.000 Teilnehmende, die in ganz Deutschland vorlesen und zuhören. Auch in Dortmund öffnen sich Freitag 42 Türen für zahlreiche außergewöhnliche Orte und viele spannende Geschichten. So gibt es auch im Pressehaus der Ruhr Nachrichten an der Silberstraße geheimnisvolle Geschichten zu hören. Karin Jüngst, Lesepatin des Vereins „Mentoren – die Leselernhelfer“ liest Schülern der Klasse 2 b der Graf-Konrad-Grundschule spannende Märchen vor. Anschließend erfahren die Kinder noch vieles rund um das Thema Zeitung.

Wer Interesse an einer Lesung an einem Vorleseort hat, meldet sich bei Adriane Hermes, Kommunales Integrationszentrum, Tel. 5027 859.

Schulen feiern Weihnachten im BVB-Wohnzimmer

Sänger Max Herre singt am 15. Dezember im Signal Iduna Park mit tausenden BVB-Fans Weihnachtslieder. Schulticker verlost drei Mal 30 Karten an Schulklassen auf der Südtribüne.

Von Annette Kallenbach

Eine Weihnachtsfeier im Wohnzimmer von Borussia Dortmund mit der gesamten Klasse – Schulticker macht’s möglich. Wir verlosen drei Mal 30 Stehplatzkarten für „Dortmund singt Weihnachtslieder“ am Sonntag, 15. Dezember im Signal Iduna Park an Schulticker-Klassen mit Schülern im Alter von mindestens sieben Jahren. Kinder unter sieben Jahren haben aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zu den Stehplätzen auf der Süd. Start ist um 16.30 Uhr. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr singen wieder tausende Dortmunder „Stille Nacht“, „White Christmas“, „In der Weihnachtsbäckerei“ und andere stimmungsvolle Lieder.

So stimmungsvoll sah es im vergangenen Jahr beim Weihnachtssingen im Signal Iduna Park aus. Foto: Schütze

Mit Sänger Max Herre, Liedermacher Joris, Soul- und R&B-Sängerin Joy Denalane sowie Trompeter und Entertainer Bruce Kapusta stehen bereits vier musikalische Top Acts fest. Schauspieler Wotan Wilke Möhring wird als glühender BVB-Anhänger eine Weihnachtsgeschichte lesen. Bereits 2018 hatte er große Freude an seinem Auftritt.

Für den guten Zweck

Das musikalische Programm setzt sich zusammen aus einer Mischung von über 20 traditionellen und modernen Weihnachtsliedern. Ganz getreu eines Fußballspiels finden zwei 45-minütige Halbzeiten mit einer Pause von knapp 20 Minuten statt. Durch das Programm, zu dem insbesondere Kinder und Familien eingeladen sind, führen die Moderatoren Heiko Wasser und Norbert Dickel.

Ein Großteil der Erlöse von „Dortmund singt Weihnachtslieder“ kommt sozialen und gesellschaftlichen Zwecken in der Stadt zu Gute. Über die BVB-Stiftung „leuchte auf“ und das Lensing Media Hilfswerk werden die Gelder auf mehrere Projekte verteilt. Über 45.000 Karten für das diesjährige Weihnachtssingen sind bereits verkauft, teilen die Veranstalter mit. Im vergangenen Jahr seien 50.000 Karten für das Event im Stadion verkauft worden, in diesem Jahr werde die Kapazität aber erhöht.

Und so machen Schultickerklassen mit:

  • Lehrer, die mit ihrer Klasse dabei sein wollen, schreiben eine Mail mit: Name der Schule, Klasse, Name des Lehrers, Adresse, Stichwort „Schulticker Weihnachtssingen“ an schulticker@lensingmedia.de
  • Einsendeschluss ist Mittwoch, 20. November 2019.
  • Die Karten werden ausgelost und per Post zugeschickt.
  • Reguläre Eintrittskarten sind unter www.bvb.de/weihnachtssingen, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Servicecenter der Ruhr Nachrichten an der Silberstraße erhältlich.
  • Ein Sitzplatzticket kostet 9,99 Euro. Kinder zwischen 10 und 17 Jahren, Studenten und Rentner zahlen 5 Euro.
  • Kinder bis 9 Jahre erhalten eine Freikarte. Das kostenlose Kinderticket kann allerdings nur bei den BVB-Vorverkaufsstellen oder über diese kostenpflichtige Telefon-Hotline (01806) 991179 bestellt werden.
  • Wer auf der Südtribüne stehen und mitsingen möchte, zahlt 5 Euro pro Stehplatzticket, Kinder unter 7 Jahren haben aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zu den Stehplätzen.
  • Alle Eintrittskarten gelten an diesem Tag gleichzeitig als freie Hin- und Rückfahrt mit VRR-Verkehrsmitteln für das gesamte Dortmunder Stadtgebiet.

Schüler machen Kunst zwischen den Welten

Schüler der Klasse 8c der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Und werden selbst zu Künstlern.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Künstler und ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten sind bei der Ausstellung zum DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U zu sehen. Der Preis bietet jährlich Künstlern aus dem Ruhrgebiet ein Ausstellungsforum und fördert ihre Arbeiten. Die Preisträgerin des DEW21 Kunstpreises 2018 ist Lena von Goedeke.

Kunst ist vielfältig: Die Schüler der Klasse 8C der Johann-Gutenberg-Realschule entdeckten beim Rundgang mit Künstlerin Adriane Wachholz die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

Auf Einladung von Schulticker-Partner DEW21 nahmen Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule unter Anleitung von Künstlerin Adriane Wachholz am Ausstellungsrundgang und an Workshops im Dortmunder U teil. Die Einzelausstellung der Kunstpreisträgerin Lena von Goedeke stand im Mittelpunkt der Ausstellungsbesichtigung und dreier Workshops mit Adriane Wachholz. Sie ist DEW21-Kunstpreisträgerin des Jahres 2009.

Wie klingt die Arktis?

Im Dortmunder U haben wir uns Bilder und andere Kunstwerke angeschaut. Besonders viel Zeit haben wir in der Einzelausstellung von Lena von Goedeke verbracht. Wir haben erfahren, dass sie in der Arktis war. Wir haben uns aber auch über das Thema Wüste unterhalten. Es gab ein Kunstwerk von Anne Kristin Kristiansen, das aussah wie eine Eiswüste und wir haben uns in einen Kreis gestellt und die Augen zugemacht. Dann haben wir uns überlegt, wie es in der Arktis wohl klingt und ob man Geräusche von Weitem hören kann. Wir haben uns darüber unterhalten, was wohl in dem Eis versteckt ist und was wir entdecken, wenn es vielleicht einmal schmilzt. Wir haben uns überlegt, dass man nicht viel erkennen kann, dass es anders ist als in der Stadt, wo überall Häuser stehen und Menschen leben. Manche aus unserer Klasse waren sogar schon einmal in einer Wüste und haben darüber erzählt.

Aquarium aus Papier

Dann durften wir in Gruppen Fotos von der ganzen Ausstellung machen. Danach sind wir in die Workshops gegangen. Manche haben Fotos von ihrem Kopf  ausgedruckt und sich Phantasiekleidung ausgedacht mit Funktionen für eine Phantasiewelt. Man durfte sich aus ganz vielen Materialien etwas dazu aussuchen.

Eine andere Workshopgruppe hat sich eine eigene Welt in einem Aquarium erbaut. Hier haben die Schülerinnen und Schüler mit Skalpellen und Papier gearbeitet. Die dritte Gruppe hat aus gerolltem Papier Häuser konstruiert. Am Ende haben alle ihre Kunstwerke vorgestellt. Wer weiß, vielleicht werden wir so einmal leben?

Gruppenbild vor dem Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

DEW21 Kunstpreis

  • DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U, bis 24.11.2019, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
  • Eintritt frei
  • Kostenloser Workshop für Kinder und Jugendliche von 8-15 Jahren, Freitag, 25.10., 11-15.30 Uhr
  • Familiensonntag, 3.11., 13-17.30 Uhr
  • Finale von und für Kinder und Jugendliche, Sonntag, 24.11., 16-19.00 Uhr
  • Kontakt und Informationen: Tel. 50-24723, info@dortmunder-u.de

Hier geht es zu Statements der Schülerinnen und Schüler sowie der Künstlerin Adriane Wachholz.

Tipp: Einfach mal wirken lassen

Schüler und Künstler fragen sich: Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun?

Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun? Kann Kunst helfen, Vorurteile zu durchbrechen? Statements der Künstlerin Adriane Wachholz und Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule. Die Jugendlichen haben die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U besucht.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Typische Vorurteile gibt es im Alltag leider viele und Kunst sollte man auch nicht nach fünf Minuten schon beurteilen. Man sollte sich Zeit nehmen. Manche beurteilen auch Kunst, obwohl sie es selbst noch nicht versucht haben zum Beispiel zu zeichnen und gar nichts darüber wissen.

Adriane Wachholz im Gespräch mit einer Schülerin. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule.

Manche glauben, dass Künstler sowieso verrückt sind oder finden, dass Kunst überbewertet wird. Manchmal sieht Kunst nicht wie Kunst aus und dann sind viele Leute verunsichert und sie haben vielleicht Vorurteile. Oder jemand bewerte ein Bild, ohne mehr darüber zu wissen und bedenkt nicht, was es für den Künstler bedeutet hat und wie viel Mühe und Freude es dem Künstler gemacht hat und was es ausdrücken sollte.

Von Adriane Wachholz

Der Betrachter kann Kunst einfach auf sich wirken lassen und sich die Zeit nehmen und sich fragen: Was sind meine Gedanken? Wie fühle ich mich? Das ist nämlich ganz häufig, dass wenn der Besucher gute Laune und Spaß hat, die Kunstwerke auch richtig super sind und viel mehr tolle Ideen und Gedanken zum Kunstwerk sprudeln.

Es hat also sehr viel mit einem selber zu tun. Kunst kann Vorurteile durchbrechen. Kunst denkt quer, anders als die Gesellschaft es normalerweise tut. Anders zu denken hilft, auf ein eigenes Denken zu kommen und damit mehr zu wissen, wer man eigentlich ist. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen, Wünschen und Gedanken beschäftige und mich dabei gut fühle, dann weiß ich, wer ich bin. Und wenn ich andere Menschen kennenlerne und ich genau zuhöre und sie wertschätze, so wie sie sind, öffnet sich eine Tür mit vielen spannenden, lustigen und spaßigen Möglichkeiten.

Hier geht es zum Artikel über den Ausstellungsbesuch.

Azubis als Botschafter

Wie informiert man Jugendliche praxisnah darüber, welche großen Chancen eine duale Berufsausbildung bieten kann und was für interessante Berufe es gibt?

Von Sean F.

Am besten werden Schüler über das Thema Ausbildung informiert, indem man die Azubis selbst in die Schulklassen schickt und dort aus ihrem spannenden und abwechslungsreichen Alltag berichten lässt. Die Initiative Berufliche Bildungslotsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, ein von der Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit gefördertes Projekt, macht es möglich.

Wir Schüler der Klasse 9.1 der Heinrich-Böll-Gesamtschule erhielten im Rahmen des Schulticker-Projektes Besuch von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Zu uns in den Unterricht kamen vier Azubi-Botschafter. Das sind junge Auszubildende aus verschieden Unternehmen, die uns ihre Berufsausbildung vorstellten. Anna Keller, 21 Jahre alt, die im ersten Lehrjahr als Fachfrau für Systemgastronomie im Betrieb „Deutsches Fußballmuseum“ ausgebildet wird, gab uns einen Einblick in ihre Berufsausbildung. Sie berichtete über den Alltag und ihre Aufgaben in diesem Beruf.

Unterricht praxisnah: Schüler und Lehrer der Klasse 9.1. der Heinrich-Böll-Gesamtschule hatten im Unterricht Besuch von Azubi-Botschaftern und Vertretern der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK). Foto: Kallenbach

Gute Aufstiegschancen

Als Vorteile stellte sie heraus, dass man sein eigenes Geld verdient und nach der Vollendung der Ausbildung beruflich abgesichert ist. Man lernt selbstständiger zu werden und knüpft neue Kontakte. Beispiele für Betriebe im Bereich Systemgastronomie sind unter anderem McDonalds, Ikea oder auch die DB. Im Beruf Fachfrau für Systemgastronomie werde man mit vielen Tätigkeiten konfrontiert, wie Gäste bedienen, Arbeitsabläufe planen, Waren einkaufen und bestellen, Qualitätskontrollen erfüllen und vieles mehr. Natürlich müssen die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsregeln erlernt und eingehalten werden, betonte Anna Keller.

Nach der Ausbildung habe man gute Aufstiegschancen, um dann zum Beispiel eine Auslandskarriere zu starten. Es werde Eigenverantwortung benötigt, da der Beruf sehr abwechslungsreich sei, erklärte die 21-jährige Auszubildende. Ein weiterer kleiner Vorteil sei das Trinkgeld, das man aber nicht überall in der Systemgastronomie bekomme.

Für diesen Beruf, so Anna Keller, sei besonders Sorgfalt, Genauigkeit, Durchhaltevermögen, Selbstorganisation, Teamgeist, Flexibilität und Kontaktbereitschaft gefragt. Man sollte eine abgeschlossene Schulausbildung haben und müsse ein Gesundheitszeugnis vorlegen. Nicht zu vergessen seien gute Noten in Deutsch, Mathe und Englisch von Vorteil, da Kopfrechnen nicht selten in diesem Beruf vorkomme und auch nicht jeder Gast die deutsche Sprache beherrsche.

750 Euro im ersten Lehrjahr

Zum Thema Gehalt haben wir erfahren: Im ersten Lehrjahr verdient ein Auszubildender in der Systemgastronomie cirka 750 Euro, im zweiten cirka 850 Euro und im dritten cirka 950 Euro. Nach der Ausbildung betrage das Einstiegsgehalt zwischen 1200 bis 1800 Euro, so Anna Keller.

Für ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle werde man mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen, da in der Systemgastronomie stets Mitarbeiter gesucht werden.

Lotsen durch die berufliche Bildung

Vier Auszubildende berichten Schülern über die Vorteile einer Ausbildung

Ronja G., Eileen W., Sophie S.

Vier Auszubildende aus drei Berufen kamen an unsere Schule, um uns, den Schülern der Klasse 9.1, ihre Ausbildungsberufe näher zu bringen. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Berufliche Bildungslotsen“ der IHK, das von der NRW-Regionaldirektion der Agentur für Arbeit gefördert wird.

Die vier Azubis besuchten die Schulklasse und beantworteten Fragen.

Die Auszubildenden sind Azubi-Botschafter und wurden begleitet von Tobias Rau, der das Projekt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) leitet. Außerdem nahmen noch Gero Brandenburg, (IHK-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Annika Schneider (IHK-Praktikantin) und RN-Redakteurin Annette Kallenbach teil. Denn über das Zeitungsprojekt Schulticker, an dem wir teilnehmen, wurde dieser Termin möglich.

Die Auszubildenden, die uns besuchten, waren: Anna Keller, Fachfrau für Systemgastronomie, beschäftigt im Deutschen Fußballmuseum; Ralph-Georg Altenhoff, Elektroniker für Geräte und Systeme an der TU Dortmund und Timo Schmidt und Lennart Schürmann, Eisenbahner im Betriebsdienst, beschäftigt bei der Dortmunder Eisenbahn GmbH.

Die Auszubildenden haben uns jeweils mit einer PowerPoint-Präsentation erklärt, was sie in ihrer Ausbildungszeit tun. Sie haben uns beschrieben, welche Kompetenzen man für die Berufe benötigt. Zudem haben sie uns die möglichen Verdienste, Arbeitszeiten und Tätigkeiten aufgezeigt sowie die Vorteile einer Ausbildung dargelegt.

Es hat uns gut gefallen, da die Berufe ausführlich und sehr ansprechend vorgestellt wurden.

Lokführer werden gesucht

Azubi Timo Schmidt über seine Lehre

Von Felix

Ich sprach mit Timo Schmidt. Er ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport.

In welchem Unternehmen arbeitest Du?

Meine Ausbildung mache ich bei der Dortmunder Eisenbahn, die ein Teil der Captrain Gruppe ist. Wir haben neben eigenen Loks unsere eigene Infrastruktur, sowie eine Fachwerkstatt, die Loks und Wagen für unsere als auch für Fremdfirmen repariert.

Wie bist Du zu dem Beruf Lokführer gekommen?

Ich war schon immer sehr interessiert an der Eisenbahn. Während meiner eigenen Schulzeit absolvierte ich mein Pflichtpraktikum bei der Deutschen Bahn, wo ich mich überzeugen konnte, dass der Beruf auch wirklich so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Welche Kompetenzen braucht man für diesen Beruf?

Um den Beruf des Lokführers zu erlernen, sollte man in erster Linie verantwortungsvoll und zuverlässig sein, jedoch spielt Teamfähigkeit und eine gute körperliche Voraussetzung ebenfalls eine große Rolle. Schulisch ist ein Realschulabschluss als Mindestanforderung gewünscht. Bevor man eingestellt wird, muss man sich psychologischen und gesundheitlichen Einstellungstests unterziehen.

Welche Zukunft hat man als Lokführer?

Der Beruf bietet großes Zukunftspotenzial, da immer mehr Güter von der Straße auf die Schienen verlagert werden. Außerdem herrscht in Deutschland Lokführermangel, was bedeutet, dass man als ausgelernter Lokführer fast überall eingestellt wird, wenn man seine Ausbildung mit guten Leistungen absolviert hat.

Welche Vorteile beziehungsweise Nachteile hat der Beruf des Lokführers?

Ein ganz klarer Vorteil ist das eigenverantwortliche Arbeiten nach der Ausbildung. Das Gefühl, bei der Arbeit mehrere tausend Tonnen sicher von A nach B zu fahren sowie die Arbeit im Team mit den Kollegen ist einfach toll. Ein großer Nachteil an dem Beruf ist die Arbeitszeit (Früh-, Spät- und Nachtschicht) sowie die Tatsache, dass ich oft bei Wind und Wetter an der frischen Luft arbeite.

Taten wirken

Schüler der Max-Born-Realschule versorgen Obdachlose in der Innenstadt mit warmen Getränken und Lebensmitteln. Eine Aktion der youngcaritas.

Von Chabane Mamadou, Ensar Elyildirim, Faris Essakkali, Phillip Schüler, Pia Link, Fabian Dick und Nicolas Thiess

Die Schüler der Klasse 8 c der Max-Born- Realschule besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes die youngcaritas in Dortmund. Im Gespräch mit Kristina Sobiech, Ehrenamtskoordinatorin für youngcaritas und Flüchtlingshilfe, erfuhren die Jugendlichen Interessantes über die Arbeit der Organisation, bevor sie selbst tatkräftig helfen durften.

Ein warmes Getränk und ein Lächeln – damit kann man schon viel geben.

Die youngcaritas ist eine Organisation, in der sich junge Menschen engagieren können. Dabei ist es egal, woher sie kommen oder welcher Religion sie angehören – wichtig ist nur, dass sie bereit sind, in ihrer Freizeit Mitmenschen zu helfen.

Seit Mai 2017 gibt es die youngcaritas in Dortmund. Dort sind etwa 70 bis 80 Ehrenamtliche im Alter von 13 bis 30 Jahren dabei, die verschiedene Projekte betreuen. So gibt es zum Beispiel eine Smartphone-Sprechstunde für Senioren und ein Projekt für unbegleitete Minderjährige, bei dem gemeinsam gelesen und dabei auch Deutsch gelernt wird.

Die Schüler der 8 c durften bei ihrem Besuch ein ganz besonderes Projekt begleiten. Es heißt „Warm durch die Nacht“ und bietet Hilfe für Obdachlose und andere Menschen, die in Armut leben. Besonders im Winter ist dies wichtig. Normalerweise gehen hierfür bis zu 15 Helfer von 18 bis 21 Uhr durch die City. Bevor es aber für die Klasse 8 c ausnahmsweise vormittags auf die Straße ging, wurden die Schüler auf das Thema eingestimmt: So gab es einen Film und ein Gespräch darüber, was Armut überhaupt ist und eine spielerische Übung, bei der jeder seine Einstellung zu und seinen Umgang mit Armut hinterfragen musste.

Aufmerksamkeit schenken

Dann ging es in drei Gruppen los, die von Kristina Sobiech sowie Tamara (Praktikantin) und Svenja (Ehrenamtlerin) begleitet wurden. Gezielt wurden Menschen angesprochen, die auf der Straße Passanten um Geld baten. Die Schüler boten ihnen Tee, Kaffee, Süßes oder Hygieneartikeln an. Fast alle freuten sich darüber und nahmen die Hilfe an. Es geht bei der Aktion aber nicht nur um das Verteilen von Lebensmitteln, sondern auch darum, Aufmerksamkeit zu schenken.

Gruppenfoto vor der Aktion in der City: Das youngcaritas-Team und die Schüler der Max-Born-Realschule .Foto: Kallenbach

Nach ihrem Hilfseinsatz äußerten die Jugendlichen in einem Abschlussgespräch, dass es ihnen teilweise nicht leicht fiel, die Obdachlosen anzusprechen. Der Umgang mit den Bedürftigen war lehrreich und zeigte ihnen, wie Obdachlose leben. Ein Schüler meinte abschließend, es habe ihm Spaß gemacht zu helfen, gleichzeitig sei er aber auch traurig darüber, wie Obdachlose leben.

Was macht die Youngcaritas?

  • Youngcaritas in Dortmund ist ein Netzwerk für junge Leute, die die Welt ein kleines Stückchen besser machen wollen. Youngcaritas richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und fördert kreatives, soziales sowie sozialpolitisches ehrenamtliches Engagement. Dabei geht es darum, auf eigene Weise Solidarität zu stiften und gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen.
  • Die Themen und Aktionen orientieren sich an den Interessen junger Leute. Neben Aktionen und der Unterstützung bei eigenständigen Ideen junger Menschen ist ein weiterer Auftrag die Bildungsarbeit. Hierbei geht es vor allem um die Aufklärung in Bezug auf soziale und caritative Problemstellungen. Themen wie Armut, Nachhaltigkeit und Upcycling, Flucht und Migration, Solidarität oder Antirassismus stehen auf unserer Agenda. Auch politische Themen bekommen bei der youngcaritas Raum.
  • Der Einsatz für eine gute Sache kann ganz unterschiedlich aussehen und muss nicht immer kompliziert sein. Fast alle Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie niederschwellig und unkompliziert sind. Youngcaritas geht in Sachen Engagement ungewöhnliche Wege und probiert Neues aus.
  • Genauso wichtig wie die inhaltlichen Ziele der youngcaritas ist ihre Zielgruppe. Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Strikte Altersgrenzen werden hierbei nicht gezogen. Jeder, der sich der Themen annehmen, praktisch werden oder eigene Ideen einbringen will, ist willkommen. Dies gilt auch in Bezug auf die Herkunft, Religion und soziale Schicht.

Sehen und verstehen

Schulticker-Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die World Press Photo-Ausstellung im Depot. Und haben viel gelernt.

Von Marie, Loubna (9 a)

Wir haben die World Press Photo-Ausstellung mit einer Gruppe aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe besucht. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren ist richtig. Zusätzlich haben wir eine Führung mitgemacht. Das ist zu empfehlen, um Hintergründe zur Politik und Informationen zu den Fotografen zu bekommen. Interessant ist auch das zusätzliche Arbeitsheft für Schüler und ein Rahmenprogramm wie Filme und Vorträge.

Zu Besuch in der World Press Photo-Ausstellung.

Die World Press Photo-Ausstellung hilft, die Pressefotografie besser zu verstehen und die Geschichten dahinter zu sehen. Die Fotos bringen die Betrachter persönlich zum Nachdenken. Wir finden gut, dass bei der Ausstellung die besten Fotografen geehrt werden. Man sieht verschiedene Facetten aus der ganzen Welt. Außerdem bekommt man einen Eindruck, wie ein Pressefoto die Nachrichten repräsentiert, wie die Aussagen eines Bildes durch seine Gestaltung beeinflusst werden und was Pressefreiheit für die Fotografie bedeutet.

80 getötete Journalisten

Wir haben auch gelernt, dass Pressefotograf ein interessanter, aufregender aber auch sehr gefährlicher Beruf sein kann. Im letzten Jahr sind offiziell 80 Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden – auch viele verletzt. Mitschülerin Emma zu der Ausstellung: „Ich finde die Ausstellung sehr wichtig. Fotografen machen eine wichtige Arbeit. Ein Fotograf erzählt etwas. Er soll für diese Arbeit auch belohnt werden. Wir sind hier und sehen uns diese Bilder an. Wir reden miteinander, wir informieren unsere Eltern, wir reden mit Freunden darüber und vielleicht bewirkt das etwas.“ Nisa ergänzt: „Wenn etwas einen Preis bekommt, dann wird es bekannter und mehr Menschen interessieren sich dafür. Es haben ja nicht nur Kriegsbilder gewonnen. Wenn ein Bild einen Preis bekommt, dann wollen die Menschen mehr darüber wissen und recherchieren und bekommen so mehr Informationen zu dem Thema.“

Verständnis

Solch eine Ausstellung finden wir sehr wichtig. Wir hören immer nur von etwas. Wir haben aber nie Bilder vor Augen. Wir können das nicht wirklich nachempfinden und verbinden damit nichts. Sobald man jetzt hier in diese Ausstellung geht und diese Bilder sieht, kann man eher verstehen, wie es den Menschen geht, wie die Lage in den Ländern ist. Vielleicht machen sich dann auch mehr Menschen Gedanken darüber und beschließen, sich für etwas zu engagieren. Das wünschen wir uns.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ hat die Schüler besonders beeindruckt.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ wurde das Weltpressefoto des Jahres 2019. Es ist ein Symbolfoto zur Politik Trumps geworden, weil er dafür gesorgt hat, dass 2400 geflüchtete Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt wurden.

Das ist das Weltpressefoto 2019.

Der Fotograf hat eher zufällig dieses Foto gemacht. Die Mutter auf dem Foto hatte das Kind auf dem Arm gehabt und weil sie festgenommen wurde, musste sie das Kind absetzen. Es weinte. Dieses Foto wurde aber dann sogar als Titelseite der „Time“ gezeigt – abgeändert, da das Kind nun vor Trump stand. Trump musste aufgrund des großen Drucks die Anordnung wieder zurück nehmen. Später kam heraus, dass genau dieses Kind gar nicht von seiner Mutter getrennt worden war. Nun gab es wieder Schlagzeilen um das Foto. Viele behaupteten, es seien Fake News. So sieht man, dass ein Pressefoto sehr umstritten sein kann. Am Ende ist es aber ein Symbolfoto für die amerikanische Grenzpolitik und hat den Preis „Weltpressefoto 2019“ verdient.

Wissenswertes zur Ausstellung World Press Photo

  • Die World Press Photo Foundation wurde 1955 in den Niederlanden gegründet und ist unabhängig und gemeinnützig.
  • Zu sehen sind in der Wanderausstellung 150 Fotos aus den verschiedenen Kategorien wie „Portraits“ oder „Nature“ oder „Mensch“ sowie „Sport News“ und „General News“.
  • Nur professionelle Fotografen dürfen Fotos am Ende des jeweiligen Jahres einreichen. Sie sollen nicht bearbeitet und können nur in einer Kategorie gestellt sein.
  • In diesem Jahr wurden 78.801 Fotos eingereicht. 42 Fotografen aus 25 Ländern wurden ausgewählt für die Ausstellung. Auch zwei Deutsche sind darunter Es gibt acht Kategorien.
  • Die Ausstellung wird weltweit von über einer Million Besuchern gesehen. Es gibt Einzelpreise für das beste Foto und Preise für die beste Fotoserie. Weltweit ist dieser Wettbewerb einzigartig und der Preis ist sozusagen der Oscar der Pressefotografie.

DEW21 gibt etwas zurück

Wolfgang Bödeker über seinen Job

Von Loubna, Emma, Marie – 9 a Johann-Gutenberg-Realschule

Mit Kultur gibt die DEW21 etwas direkt an die Leute zurück Wolfgang Bödeker ist bei DEW21 verantwortlich für Sponsoring und Kulturmanagement.

Der Energiekonzern DEW21 verdient in Dortmund gutes Geld und gibt einen Teil des Geldes für Sponsoring aus. Das sind rund eine Million im Jahr für die Bereiche Sport, Kultur und Soziales, das Opernhaus, Theater, Fußballmuseum, aber auch die Ausstellung World Press Photo.

Wolfgang Bödeker im Interview mit Loubna, Emma und Marie.

Wolfgang Bödeker macht die Verträge und betreut die Sponsoringmaßnahmen. Er muss bei solchen Veranstaltungen auch von Anfang bis zum Ende vor Ort sein und ist für die gesamte Abwicklung verantwortlich. „Der beste Job, den man in diesem Unternehmen haben kann“, findet Wolfgang Bödeker. „Ich habe mit Kultur zu tun und darf das Geld des Unternehmens für Kultur ausgeben. Das macht Spaß. Man lernt jeden Tag neue Künstler und andere interessante Leute kennen. Es ist sehr spannend. Ein sehr schöner Job.“

Ein neuer Schwerpunkt im Sponsoring der DEW21 ist die Arbeit für Familien. Sein persönliches Highlight ist der Bandwettbewerb .

„Viele wissen nicht, was passiert.“

Flüchtling aus Syrien (15) spricht über die Ausstellung “World Press Photo”.

Von Lilly, Elif (Jgst. 10)

Es geht um einen Jungen aus unserer Stufe. Er ist 15 Jahre, aus Syrien geflohen und seit dreieinhalb Jahren in Deutschland. Er ist Palästinenser. Den Namen wollen wir nicht nennen. Wir haben ihn gefragt, ob er mit uns über die Ausstellung “World Press Photo” sprechen möchte und er hat zugesagt. Mehr über die Ausstellung lest ihr hier.

Wenn du die Bilder in der Ausstellung siehst, hast du dich an Situationen von damals erinnert?

Ja. Das Bild von dem Bombenattentat in Afghanistan. So etwas habe ich in Syrien erlebt. Mehrmals. Das war schlimm.

Sind die Bilder hier in der Ausstellung realitätsnah?

Ja, leider.

Wir haben uns gefragt, wie es für Betroffene ist, wenn sie fotografiert werden – mitten im Krieg. Was hättest du gedacht, wenn man ein Foto von dir macht, wenn du gerade um dein Leben kämpfst?

Ich würde gar nicht gucken, ob mich einer fotografiert. In so einem Moment denke ich an etwas ganz anderes – ob ich weiter leben kann oder jetzt sterbe.

Welches Bild fehlt deiner Meinung nach hier in der Ausstellung. Welches Bild sollte hier auch hängen?

Im Mai im letzten Jahr wurde ein Angriff auf den Gazastreifen ausgeführt. Es gab einen Gasangriff. Ein Kind, dass nicht mehr gut atmen konnte, hat sich aus einer halben Zwiebel einen Mundschutz gebastelt. Dieses Bild fehlt mir hier heute. Das hätte ich mir gewünscht, dass so etwas auch gezeigt wird.

Findest du es ok – es geht hier teilweise um Fotos aus dem Krieg und jetzt bekommt ein Fotograf einen Preis dafür, dass er ein gutes Foto gemacht hat?

Sie sind in Gefahr dafür. Sie wollen den anderen etwas zeigen. Viele z.B. in Deutschland wissen nicht, was in anderen Ländern passiert. Deshalb sollte es so sein.

Ausdrücklich möchten wir unserem Mitschüler danken, dass er mit uns darüber gesprochen hat, wie er die Ausstellung sieht und was sie für ihn bedeutet.

Highlight: Kupfer selber gießen

Zu Besuch in der Ausbildungswerkstatt von Aurubis

Von Christopher Krüger, Luca Pascal Lampowski, Marvin Jankowiak und Albert Grdjalija

Wir Schüler der Klasse 8c berichten über die neu errichtete Ausbildungswerkstatt und die Möglichkeit, dort Kupfer schmelzen zu dürfen.

Nachdem wir bei Aurubis über das Werksgelände geführt wurden und die Bereiche der Metallverarbeitung aus nächster Nähe gesehen haben, durften wir das Kupferschmelzen auch in kleinem Maßstab selbst ausprobieren und selber flüssiges Kupfer gießen.

Schutzkleidung ist wichtig, wenn man selbst ans Kupfer darf.

Hierzu sind wir in die neue Ausbildungswerkstatt gegangen. Das neu errichtete Gebäude trägt den Namen „ATASI“. Diese Abkürzung steht für Ausbildung, Technik und Arbeitssicherheit. Der Neubau bietet dem größten Kupferrecycler der Welt über 2000 Quadratmeter Fläche für Ausbildungs- und Arbeitssicherheitswerkstatt sowie Büroräumen. Damit investiert Aurubis in die Zukunft des Standorts Lünen.

Wir haben einen silbernen Anzug erhalten, der vor Hitze schützt. Dort gab es in verschiedenen Kabinen Öfen, die bis zu 2000 Grad Celsius heiß werden können. Es gab in jeden Ofen einen Behälter mit festen Kupferstücken.

Das Kupfer im Behälter schmilzt bei cirka 1200 Grad Celsius. Nach dem Schmelzen gossen wir das Kupfer in eine Form um. Hierbei sollten wir das Kupfer schnell und über die starke Hand gießen, um Sicherheit beim Gießen zu gewährleisten. Dann haben wir das Kupfer kurz abkühlen lassen. So konnten wir anschließend eine Kupfer-Anode aus der Form gewinnen. Mit dem gegossenen Kupfer sind wir zur Sandstrahl-Maschine gegangen und haben das gegossene Kupfer gesäubert, indem wir mit Sand und Druckluft den Schmutz entfernt haben.

Die Anode durften wir als Andenken an den sehr interessanten Tag mitnehmen.

Mehr als 20 Auszubildende gesucht

Aurubis braucht Nachwuchs und rät allen Bewerbern zur Probearbeit

Von Pascal Buth, Linus Scharna, Jonas Adler, Dirk Weiner, Kiara Reinhold, Tommy Prott, Gisele Naleschinski, und Michael Lütke Volksbeck

Schüler der 8. Klassen 8c, 8D und 8E der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes das Recyclingzentrum der Aurubis AG in Lünen. Die Firma ist Schulticker-Partner und betreibt eine reine Recyclinganlage mit einer hohen Wiederverarbeitungsquote.

Die Kathode – ein 50 bis 80 Kilogramm schweres Kupferquadrat – hat später einen Kupfergehalt von über 99,9 Prozent. Das heißt, Aurubis produziert aus Kupferkonzentrat und Recyclingmaterialien hochreines und hochwertiges Kupfer und verarbeitet es teilweise zu Vorprodukten weiter. Altkupfer und andere Recyclingmaterialien werden so wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt. Der Lüner Standort ist der weltgrößte Kupferrecycler. Aurubis spezialisiert sich aber nicht nur auf Kupfer, sondern auch auf Stoffe wie Zinn, Silber, Gold, Schwefelsäure und Selen.

Der Standort Lünen hat cirka 600 Mitarbeiter, darunter 41 Auszubildende. Diese Zahl an Auszubildenden soll sich noch steigern, erklärte uns Ausbildungsleiter Peter Lossin. Aurubis habe eine Übernahmequote von 90 Prozent. Im nächsten Jahr, so Lossin, will das Unternehmen mehr als 20 Auszubildende einstellen, um die Arbeitsplätze auch zukünftig mit qualifizierten Fachkräften besetzen zu können. In diesem Jahr werden von den 41 Auszubildenden 13 ihre Ausbildung erfolgreich beenden und weitere 19 junge Menschen ihre Ausbildung bei Aurubis beginnen.

Online bewerben

„Online-Bewerbungen sollten schon ein Jahr im Voraus eingereicht werden, da die Ausbildungsplätze immer sehr schnell vergeben sind“, riet uns der Ausbildungsleiter. Nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch erhalte man für einige Ausbildungsberufe die Möglichkeit, bei der Probearbeit einen Tag bei Aurubis zu erleben. Das Probearbeiten sollte in jedem Fall genutzt werden, um festzustellen, ob der gewählte Beruf und das Arbeitsumfeld wirklich das ist, was man sich vorstellt. „Hierbei können Bewerber und Firma sehr gut feststellen, ob man zusammenpasst“.

Die verschiedenen Ausbildungsgänge, vom Kaufmann/Kauffrau bis zum Mechatroniker, dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Derzeit gebe es leider nur sehr wenige Bewerber auf dem Markt, weswegen es immer schwieriger werde, gute Auszubildende zu finden, weiß Peter Lossin. Ein Großteil der Aurubis-Mitarbeiter arbeite im technischen Bereich, wie in der Instandhaltung oder als Prozessmitarbeiter. Unterstützt wird der Ausbildungsleiter von den Ausbildern Cedric Grube und Dietmar Stotten sowie Ausbildungsbeauftragten in den Betrieben.

Wir Schüler hatten von der Aurubis AG in Lünen einen offenen, sicheren, professionellen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten und umweltbewussten Eindruck. Wir fanden den Recherchetermin sehr informativ und interessant.

Aus alt wird neu

Aurubis, der weltweit größte Kupferrecycler, öffnet seine Türen für Schulticker-Schüler. Unterricht vor dem Schmelzofen statt im Klassenraum.

Was passiert beim Schmelzverfahren? Und wie wird Kupfer gegossen? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen bekamen Schüler des 8. Jahrgangs der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule beim Schulticker-Recherchetermin bei der Aurubis AG in Lünen.

Schüler des 8. Jahrgangs der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule aus Lünen bei Aurubis.

Der Tag startete in den neuen modernen Räumen mit einer freundlichen Begrüßung und Informationen über das Unternehmen und den Recyclingstandort Lünen durch Ausbildungsleiter Peter Lossin. Danach übernahmen die Auszubildenden der Aurubis AG. Sie führten die 8. Klässler durch das Werk und erklärten ihnen alles über den spannenden Prozess des Schmelzverfahrens. Dafür waren lange Hosen und festes Schuhwerk nötig. Helme, Westen und Atemschutzmasken stellte Aurubis. Anschließend verbrachten die Besucher aus Selm ihre Zeit in der neuen Ausbildungswerkstatt. Unter Anleitung der Auszubildenden machten die Sekundarschüler den komplexen Kupferschmelzprozess in der Ausbildung nach und konnten selber flüssiges Kupfer gießen. Außerdem lernten sie viel über Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Seit 2000 hat Aurubis in Lünen rund 122 Millionen Euro in den Umweltschutz investiert. Pro Tonne eingesetzten Materials konnten seit dem Jahr 2000 die Kupfer- und Staubemissionen um je 85 Prozent und der Energieverbrauch pro erzeugter Tonne Kupfer um rund 47 Prozent gesenkt werden.