Ausbildung fordert Teamgeist und Eigeninitiative

Azubi Justin Steffenberg schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben und seinen Start beim Kupferrecycler Aurubis. Mut zur Bewerbung.


Ausgerüstet mit Helmen, Westen und Atemschutzmasken erkunden Schulticker-Schüler (vor der Corona-Krise) die Aurubis-Industrieanlage. Am Ofen ist es heiß und spannend.
FOTO AURUBIS

Justin Steffenberg ist 22 Jahre. 2019 brach er sein Maschinenbaustudium ab und musste sich beruflich neu orientieren. Da wurde er auf die Aurubis AG Lünen aufmerksam. Der Schulticker-Partner ist der weltgrößte Kupferrecycler. Rund 650 Mitarbeiter stellen im Lüner Werk Anoden, Kathoden, Eisensilikatsand sowie Begleitprodukte her. Hier befindet sich das Recycling-Zentrum des Konzerns.

Justin schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben und seinen Start bei Aurubis.

Von Justin Steffenberg

Während meiner Schulzeit wurde mir, wie auch vielen zuvor, erzählt, worauf man zu achten hat, wenn man sich für eine Ausbildungsstelle bewirbt und wie nervenaufreibend und kompliziert das für einen selbst sein kann. Erst im Nachhinein ist mir allerdings klar geworden, dass sich das mittlerweile nicht mehr so streng verhält, wie es einen in der Schule vorkam.

Ich kannte die Aurubis AG als ein Unternehmen, womit ich mich gut identifizieren könnte. Für ein Unternehmen, das sich dem Kupferrecycling verschreibt, war das Thema Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit quasi Programm. So kam es, dass ich mich bewarb und im September 2019 meine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen habe.

Teamfähigkeit

Nach dem Einstellungstest hatte ich im Assessment Center den Eindruck, dass man besonders großen Wert auf Teamfähigkeit und das eigene Engagement legt. Schon in den ersten Wochen der Ausbildung wurden wir Auszubildende im Zuge der Organisation der Nacht der Ausbildung dazu angehalten, das möglichst beste Ergebnis im Team zu erzielen und uns als Ausbildung Lünen, wie auch das ganze Unternehmen, zu repräsentieren.

Gerade das eigene Engagement wird sehr gefördert, da man in der Ausbildung immer wieder mit unterschiedlichen Projekten oder Aktionen die Möglichkeit bekommt, sich zu behaupten. Gleichzeitig wird man aber auch immer mal wieder daran erinnert, sich nicht zu übernehmen. Allein das macht, meiner Meinung nach, Aurubis zu etwas Besonderem.

Aurubis lädt Schulticker-Klassen zum Recherchetermin ein

Experimente statt Mathe, Betriebsführung statt Englisch: Schulticker-Partner Aurubis Lünen lädt Schüler zu einem ganz anderen Unterricht ein: vor dem Schmelzofen statt im Klassenraum.

Es ist wichtig, Kinder auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Deshalb lässt Aurubis Schüler hinter die Kulissen schauen und schenkt Schulticker-Partnerklassen beim Recherchetermin Einblicke in den Berufsalltag.

Der Bustransfer nachLünen wird von Aurubis organisiert. Bei einer Führung am Recyclingstandort Lünen lernen die Schüler den spannenden Prozess des Schmelzverfahrens kennen. Was passiert beim Schmelzverfahren? Und wie wird Kupfer gegossen? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen erhalten die Schüler bei der Führung über das Betriebsgelände. Danach werden sie den Schmelzprozess in der Ausbildung nachmachen und selbst flüssiges Kupfer gießen.

In Zeiten von Corona gestaltenSchulticker und Aurubis Recherchetermine im Schuljahr 2020/21 sicher.

Weitere Informationen unter www. aurubis.com

PS-starke Ausbildung: Gas geben im Firmenwagen der Extraklasse

Ein Bürojob ist nichts für Vanessa Müller. Sie will ihre Karriere selbst lenken und unterwegs sein. Deshalb hat sich die Dortmunderin für eine Ausbildung als Berufskraftfahrerin bei Rewe entschieden.

Das Schuljahr ist bald vorbei und viele Schüler stehen vor der Frage: Wohin führt der berufliche Weg nach dem Schulabschluss? Um herauszufinden, welcher Beruf und welche Branche passt, macht Schulticker-Partner Rewe Dortmund künftigen Schulabsolventen ein Angebot: Lernt doch mal den Lebensmitteleinzelhandel kennen – mit einem Schülerpraktikum bei Rewe.

Vanessa Müller absolviert seit zwei Jahren ihre Lehre zur Berufskraftfahrerin bei Rewe. Foto: Rewe

Praktikanten bekommen viele Einblicke in die Ausbildungsberufe. Sie erfahren unter anderem, wie man einen Supermarkt steuert, Kundengespräche führt und Waren bestellt. Darüber hinaus können Schülerpraktikanten bereits erste Kontakte knüpfen, die bei einer späteren Bewerbung sehr hilfreich sein können.

Nach dem Praktikum ist der Einstieg ins Berufsleben bei Rewe vielfältig. Berufseinsteiger können aus acht Ausbildungsberufen sowie einer speziellen Abiturientenausbildung und einem dualen Studium wählen. Wer seine Abschlussprüfung besteht und mit guten Leistungen überzeugt, wird garantiert in ein unbefristetes Vollzeitverhältnis übernommen. So wie Vanessa Müller. Sie wollte schon in der Lehre richtig Gas geben und eine Ausbildung, die ihre Zukunft in Fahrt bringt. Vanessa Müller durchläuft die PS-starke Ausbildung zur Berufskraftfahrerin und schreibt hier für Schulticker über ihren Berufsalltag.

Von Vanessa Müller

Ich bin nun im zweiten Jahr meiner Ausbildung und mir gefällt der Mix aus Abenteuerlust und Verantwortungsbewusstsein, die bei einer Fahrt mit dem 18-Tonner dazugehören. Die Berufskraftfahrer sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Groß- und Einzelhandel, deshalb bildet Rewe Dortmund jedes Jahr in diesem Bereich aus.

Fahrschulunterricht

Die Ausbildung startet in der Logistik. Dort bekommen wir Azubis einen Einblick in alle logistischen Prozesse, die für die Belieferung wichtig sind. Praktische Aufgaben stehen für uns in der betriebseigenen Werkstatt auf dem Plan. Dort lernen die Azubis alles über Wartung, Reparatur und Pflege der mechanischen und elektrischen Systeme im Lkw.

Die Ausbildung macht Spaß und ist gleichzeitig eine klasse Möglichkeit, selbstständig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Denn Gas geben können wir Azubis schon während der Ausbildungszeit. Zunächst im Fahrschulunterricht und ab dem dritten Lehrjahr als Fahrer und Beifahrer. So lernen wir nach und nach alle Fahrzeugtypen kennen.

Zeit für Hobby und Freunde

Rewe garantiert nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss die Übernahme in eine Festanstellung. Geregelte Arbeitszeiten im Schichtbetrieb sorgen nach der Ausbildung dafür, dass uns auch Zeit für Hobbys, Freunde und die Familie bleibt. Seit 2018 wird die Ausbildung außerdem in Teilzeit angeboten.

www.rewe-dortmund.de

Bis zu 1.000 Tonnen Fleisch- und Wurstprodukte – pro Woche

Von Lena Hoffmann

Rewe Dortmund bildet jedes Jahr Fleischer im Groß- und im Einzelhandel aus und besitzt sogar ein eigenes Fleischwerk. Dort starteten in den letzten fünf Jahren 15 Azubis ihre Fleischer-Karrieren im Großhandel. Azubi Andreas Baschin ist einer von ihnen.

Andreas Baschin und seine Kollegen aus dem Fleischwerk bereiten täglich frische Mettwürstchen und andere Spezialitäten für die Rewe-Märkte zu.

Wie bist du auf die Ausbildung gestoßen?

Nachdem ich mein Physik-Studium vorzeigt beendete, begann ich durch Zufall ein Praktikum im Rewe-Markt. Die Praxiserfahrung dort hat Spaß gemacht, war aber noch nicht ganz das Richtige. Schließlich bewarb ich mich im Fleischwerk für die Großhandelsausbildung des Fleischers.

Was lernt man in der Ausbildung zum Fleischer?

Als Fleischer lernen wir alles, was zum Lebensmittelhandwerk gehört und können mitanpacken, wenn wir Fleisch und frische Wurstwaren verarbeiten. Wir erlernen Zubereitungstechniken sowie Rezepte und stellen selbst Spezialitäten her.

Fleischer im Einzelhandel, oder im Großhandel – wo ist der Unterschied?

Als Fleischer im Einzelhandel ist man an den Servicetheken in den Märkten eingesetzt, berät dort die Kunden und bereitet die Ware für die Theken vor. Als Fleischer im Großhandel arbeitet man im Fleischwerk und stellt täglich frische Fleisch- und Wurstwaren her, die an die rund 400 Märkte ausgeliefert werden. Pro Woche verarbeiten wir bis zu 1.000 Tonnen Fleisch- und Wurstprodukte.

Was gefällt dir an deiner Arbeit?

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Schon als Azubi im Fleischwerk wird man in vielen Werksbereichen eingesetzt, wie der Räucherei, Verpackungsabteilung, oder auch der Produktionsplanung. Hygiene und Sauberkeit sind extrem wichtig. Deswegen tragen wir im Fleischwerk Arbeitskleidung, die wir täglich wechseln. Auch die Geräte für die Wurst- und Fleischproduktion werden täglich gereinigt und die Produktion erreicht man nur durch eine Hygieneschleuse.

Deine Tipps für Schüler?

Lasst euch von den Vorurteilen gegenüber dem Beruf des Fleischers nicht abschrecken. Hier ist alles sehr sauber, es gibt zum Beispiel kein Blut, wie sich das viele vorstellen. Es riecht in der Produktion auch ganz normal. Ab und zu sogar nach würzigem Rauch aus der Räucherei oder Gewürzen, die einem das Gefühl einer Großküche geben.

Gute Leute braucht man immer: Bergbau-Azubis gesucht

Schulticker-Partner Redpath Deilmann sucht Unter-Tage-Nachwuchs, denn das Ende der Steinkohle ist kein Ende im Berg- und Tunnelbau. Zwei Azubis schreiben hier über ihre Berufswahl.

Aktive Steinkohle-Zechen gibt`s in Deutschland nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei. Trotzdem ist der Bergbau nicht tot. Ganz im Gegenteil. „Gute Leute braucht man immer“, betont Mike Nowak. Er ist Ausbilder bei der Redpath Deilmann GmbH. Der Schulticker-Partner mit Sitz in Kurl ist eines der weltweit führenden Spezialunternehmen für Schachtbau, Bergbau, Bohren, Vereisen und arbeitet seit mehr als 130 Jahren als Dienstleister und Spezialunternehmen im Berg- und Tunnelbau. Redpath Deilmann braucht Nachwuchs. Gesucht werden Bergbautechnologen und Tiefbaufacharbeiter für den Eigenbedarf. 15 Azubis werden derzeit ausgebildet.

Arbeiten unter Tage erfordert Teamgeist und ist beeindruckend. Foto: Redpath Deilmann

Bergbau-Azubis und Zechenschließungen. Wie passt das zusammen? „Bestens“, weiß Mike Nowak. „Es werden viele Materialien aus der Erde gewonnen: Vom Salz für das Frühstücksei, Kali für die Landwirtschaft, das Erz zur Stahlherstellung, Gold und Aluminium bis hin zu anderen Bodenschätzen für die Herstellung von Halbleitern und Akkus. Das Ende der Steinkohle ist kein Ende bei uns“.

Künftigen Bergmann-Azubis sollte bewusst sein, dass das Unternehmen weltweit aktiv ist und das Hauptgeschäft nicht mehr in Deutschland liegt. Mike Nowak: „Wir planen, teufen, und sanieren Schächte. Alle Mineralien. Alle Geologien. Überall.“ Reiselust ist Voraussetzung für den außergewöhnlichen Job.

Arbeit im In- und Ausland

Felix Pichl und Alexander Morbach haben sich als Schüler für eine Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden und sind nun im zweiten Lehrjahr. Hier schreiben sie über den Aufbruch ins Berufsleben.

Von Felix Pichl

Ich habe mich für die Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden, da ich einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz haben wollte. Ich wurde darüber informiert, dass die ausgebildeten Bergbautechnologen vor allem im Ausland tätig sind und die Berufsschule nicht in NRW sondern in Thüringen ist. Man kommt viel herum. Daran wächst man während der Ausbildung. Ich bin nun im dritten Lehrjahr und habe viel für mein berufliches und privates Leben gelernt.

Während der Ausbildungszeit absolviert man externe Lehrgänge und die Berufsschule läuft im Blockunterricht ab. Die restliche Zeit absolviert man am Standort in Kurl oder man fährt zu einer Baustelle in ganz Deutschland. Diese Reisebereitschaft wird sehr gut bezahlt und dadurch erlebt man eine einzigartige Ausbildung.

Wer glaubt, dass Bergbau in Deutschland ausgestorben ist, der irrt sich. Es gibt noch Unternehmen, die Rohstoffe wie Salz oder Gips produzieren und sich um die Wasserhaltung unter Tage kümmern. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung ist der Bergbau weltweit wichtiger und beliebter denn je. Man vergisst manchmal, dass unsere Aufgaben vielfältiger sind als in den meisten anderen Branchen.

Es ist beeindruckend unter Tage zu sein – wie in einer anderen Welt

Niklas Rahn und Manuel Wesche sind im zweiten Ausbildungsjahr. Alexander Morbach, Azubi im dritten Lehrjahr, sprach mit ihnen über ihre Arbeit als angehende Bergbautechnologen.

Niklas Rahn (l.) und Manuel Wesche sind im zweiten Ausbildungsjahr. Foto: Redpath Deilmann

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zum Bergbautechnologen zu machen?

Manuel: Ich bin über einen Freund, der die Ausbildung gemacht hat, auf die Idee gekommen.

Niklas: Bei mir war es ein Zufall. Ich hatte bereits eine Ausbildung zum Parkettleger gemacht, aber war sehr unzufrieden. Mein Vater ist auch schon Bergmann gewesen.

Und was gefällt Dir gerade im Vergleich zu Deiner ersten Ausbildung besser?

Niklas: Die Ausbildung zum Bergbautechnologen ist sehr vielseitig und der Verdienst ist gut. Es ist beeindruckend, unter Tage zu sein – wie in einer anderen Welt.

Manuel: Genau, es wird nie langweilig. Wir sind viel unterwegs und sehen Dinge, die nicht jeder zu Gesicht bekommt und von denen gar nicht viele wissen.

Cool, dann seid ihr ja echt viel unterwegs.

Manuel: Genau, wir haben in Thüringen Blockunterricht. Meistens gliedert sich das in zwei Wochen Unterricht.

Niklas: Lehrgänge haben eher einen praktischen Schwerpunkt. Wir machen aber auch verschiedene Führerscheine wie Gabelstapler-, Kettensägenschein und die Schulung für den Kranschein.

Am Ende steht euch dann eine Prüfung bevor?

Manuel: Nach dem dritten Semester müssen wir eine theoretische und eine praktische Prüfung machen.

Niklas: Und in dieser wird alles geprüft, was wir bis dahin gelernt haben. Also das ist schon ziemlich anspruchsvoll.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Manuel: Wir sind dann Hauer und wenn wir möchten, können wir uns weiterbilden und beispielsweise zur Technikeroder Steigerschule gehen. Man kann Aufsichtshauer oder Betriebsstellenleiter werden.

Kinobesucher futtern 30 Säcke Popcorn – pro Film

Grundschüler schauen hinter die Kulissen des Cineworld und spielen Kunde und Verkäufer an der Theke. Danach schauen sie einen Film und haben das Kino ganz für sich allein.

Viele Fragen hatten die Kinder Klasse 4 c der Leoschule bei ihrem Schulticker-Recherchetermin im Cineworld Lünen, der noch vor der Corona-Krise möglich war.

Die Viertklässler spielten Kunde und Verkäufer an der Theke. Foto (Archiv): Rottgart

Sie erfuhren, dass die sechs Kinosäle insgesamt 899 Plätze haben und wie in der Popcorn- Küche, in der 3D-Brillen- Waschanlage und hinter der Theke gearbeitet wird. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass schon mal täglich 25 bis 30 Säcke Popcorn von den Kinobesuchern konsumiert werden.

Außerdem lernten die Schulticker-Nachwuchsreporter, wie das Kassensystem des Kinos funktioniert und die Technik im Vorführraum. Hier ist ihr Bericht.

Von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4 c

Wir Kinder der Leoschule durften hinter die Kulissen des Lüner Cineworld schauen. Zunächst haben wir uns gewundert, warum sich in den Leinwänden Löcher befinden. Max Biela vom Kino hat uns erklärt, dass dahinter Boxen hängen und der Ton ja zu hören sein soll.

Zu jedem Kino gehört ein Vorführraum mit einem Projektor. Da das Licht im Projektor sehr heiß wird, ist eine gute Lüftung wichtig. Die Filme werden entweder auf Festplatte geliefert oder per Internet auf den Server geladen.

Im Kassenbereich wurde uns gezeigt, wie man Sitzplätze auswählen und die Karten drucken kann. Ein Kind aus der Klasse durfte im Spiel Karten kaufen, ein anderes Kind hat den Computer bedient.

Auf Überwachungsmonitoren kann man im Kassenraum sehen, ob der Film in den Kinos schon läuft, falls Besucher etwas später kommen. Es ist auch schon einmal vorgekommen, dass Zuschauer im Kino eingeschlafen sind.

Besonders interessant fanden wir den Catering-Bereich. Täglich wird hier etwa sechs Stunden lang Popcorn zubereitet und in große Säcke gefüllt. Bei beliebten Filmen werden etwa 30 Säcke verkauft. Ein Sack reicht für etwa 25 Jumbo-Becher. Auch hier durften wir ein Verkaufsgespräch nachspielen.

Brillen-Waschanlage

Im Waschraum konnten wir sehen, wie die 3D-Brillen gereinigt werden. Hinter die Kulissen zu schauen, war sehr spannend. Nachdem wir alles gesehen hatten, durften wir uns einen Film auswählen.

Die Mehrheit hat sich für den Film Sonic entschieden. Ausgerüstet mit einem Getränk und einer Tüte Popcorn konnten wir den Film entspannt genießen und hatten das Kino dabei für uns allein.

Die Stadt mitgestalten – das ist ein tolles Gefühl

Melanie Rhode ist Auszubildende im 1. und 2. Lehrjahr und schreibt für Schulticker über den Aufbruch ins Berufsleben. Sie berichtet über ihren Start bei DEW21.

Von Melanie Rhode

Es ließe sich ein ganzes Buch dazu schreiben, was für oder gegen eine Ausbildung spricht. Am Ende ist es eine ganz eigene Entscheidung. Ich wollte praktisch auch mit anpacken. Learning by doing liegt mir mehr als reine Theorie. Nach der Entscheidung für meinen Beruf war die Arbeit aber noch nicht getan. Ein passendes Unternehmen musste her.

Ausbildungsfahrten schweißen zusammen. Foto: DEW21

Ganz individuelle Gründe sprechen für oder gegen einen Ausbildungsbetrieb. Mir war wichtig, dass ich in einem lokalen Unternehmen arbeite, das großen Einfluss auf das Geschehen in der Stadt hat. Daran mitzuwirken, die Stadt zu erleuchten oder zu bewegen, ist schon ein tolles Gefühl.

Die gemeinsame Ausbildung von DEW21 und DSW21 bietet breit gefächerte Inhalte. Die kaufmännischen Azubis wechseln alle paar Wochen die Abteilung und erhalten Einblick in viele Bereiche. Jedes Jahr werden mehrere Azubis ausgebildet, so das gleich Anschluss zu anderen besteht, die genau dieselben Erfahrungen machen. Gemeinsame Fahrten und die Leitung einer eigenen Juniorenfirma sind ein echtes Sahnehäubchen.

Flexible Arbeitszeiten sind praktisch

In der Werkschule können wöchentlich offene Fragen zum Berufsschulstoff mit den Lehrern besprochen werden. Das ist gerade für uns Industriekaufleute, die im Blockunterricht nur zweimal im Jahr jeweils sechs Wochen zur Schule gehen, eine tolle Sache, um den Schulstoff im Auge zu behalten.

Die flexiblen Arbeitszeiten finde ich sehr praktisch, weil man private Termine entspannt planen kann.

Die Ausbilder haben immer ein offenes Ohr. Das macht mich genauso glücklich, wie bei einem sicheren Arbeitgeber mit hoher Übernahmequote zu sein.

Von der Schülerin zur Dortmunder Heldin

Melanie Rhode erzählt von ihren Bewerbungsverfahren bei DEW21.

“Dortmunder Helden” las ich in Buchstaben auf www.start-chancen.de. “Ich will auch Heldin werden”, dachte ich.

Eine Ausbildung zur Industriekauffrau sollte es sein. Über das Bewerberportal lud ich Lebenslauf und Zeugnisse hoch. Die Einladung zum Online- Auswahltest kam per Mail. Für den Test hatte ich es mir zuhause gemütlich gemacht und darauf geachtet, nicht gestört zu werden. Die Aufgaben zu Merkfähigkeit, Text- und Tabellenverständnis waren halb so wild und der nächste Schritt getan.

Die Spannung stieg mit derEinladung zum Assessment Center. Mit einer kurzen persönlichen Vorstellung und der Auswahl des Outfits für den großen Tag bereitete ich mich vor.

Beim Assessment Center war ich ziemlich nervös

Am Tag selbst war ich dann ziemlich nervös. Aber ich war nicht allein, denn drei weitere Bewerber nahmen teil und natürlich die Ausbilder, die in einer Reihe wie bei einer Gerichtsverhandlung vor dem Gruppentisch der Bewerber saßen. Die Atmosphäre war aber dann locker und mit jeder Minute wich die Anspannung.

Schön war, dass zwei Azubis aus dem 1. Lehrjahr mit dabei waren, die ein Jahr vorher an genau der gleichen Stelle saßen. In den Pausen konnten wir sie wegen Infos aus erster Hand löchern.

Wir Bewerber stellten uns dann vor, erhielten eine Gruppenaufgabe, führten den Auswahltest, eine kleine schriftliche Aufgabe und auch ein klassisches Bewerbungsgespräch durch. Das hört sich viel an, aber durch den Austausch mit den Mitbewerbern, Auszubildenden und Ausbildern verging der Tag wie im Flug. Eine spannende Erfahrung, vor der wirklich niemand Angst haben muss.

Wenige Tage später kam ein Anruf. Ich hatte die Ausbildung! Einige Luftsprünge und Gänge zum Briefkasten später hielt ich den heiß ersehnten Ausbildungsvertrag in den Händen. Für mich und etwa 40 andere zukünftige Helden konnte das Abenteuer Ausbildung beginnen.

Azubi macht Mut zur Technik: “Ich freue mich sogar auf Schule. Das hätte ich früher nie gedacht.”

Von Kathrin Lünemann

Azubi Mikail Kaplan berichtet über seine Ausbildung als technischer Azubi.

Wie sieht ein Arbeitstag als technischer Azubi aus?

Im Blaumann geht’s um 6.30 Uhr in der Zentralen Ausbildungswerkstatt los. Alle technischen Azubis lernen hier die Grundlagen für ihren späteren Beruf – selbstständig an der eigenen Werkbank und auch zusammen mit dem Ausbilder. Einmal wöchentlich geht es in die Werkschule. Die Zeit geht schnell rum.

Nach der Zwischenprüfung kommen wir für sechs Monate in verschiedenen Abteilungen in den Außendienst, um unser Wissen praktisch anzuwenden, bevor es in die Abschlussprüfung geht.

Technik begeistert natürlich auch Mädchen. Foto: DEW 21

Und wann habt ihr Berufsschule?

Anders als die kaufmännischenAzubis haben wir wöchentlich Unterricht. Ich persönlich finde das auch besser, weil man nicht aus dem Rhythmus kommt und Abwechslung hat. Ich freue mich sogar auf Schule. Das hätte ich früher nie gedacht.

Was gefällt dir besonders an deiner Ausbildung?

Die Vielfältigkeit. Kein Tag ist gleich, die Aufgaben sind immer anders und man muss mitdenken. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist super. Wir können auch einfach etwas, das uns interessiert, nachbauen.

Und was ist weniger gut?

Am Anfang war das frühe Aufstehen hart. Unsere Arbeitszeit beginnt um 6.30 Uhr, also eine starke Umstellung gegenüber der Schule. Aber sogar ich als Langschläfer hatte das nach ein paar Wochen drin.

Wie finden andere denn raus, ob das was für sie ist?

Wen Technik begeistert, der ist hier gut aufgehoben. Wer dann noch gerne mit den Händen arbeitet und Mathe in der Schule nicht gerade gehasst hat: Da kann dann sicher nichts schiefgehen.

Nachwuchsforscher auf den Spuren des Wassers

Grundschüler lernen den Weg des Wassers von der Quelle bis zum Wasserhahn kennen, bauen ein eigenes Wasserwerk und testen, welches Wasser am besten schmeckt.

Von Schülern der Klasse 3c der Fine-Frau-Grundschule

Dank DEW21 und Schulticker durfte sich unsere Klasse an einem Vormittag auf die Spuren unseres Trinkwassers begeben. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) hat uns, die Klasse 3 c der Fine-Frau- Grundschule, zum Recherchetermin in das Wasserinformationszentrums (WIZ) nach Schwerte eingeladen. Dabei stand die Frage „Wie kommt das Wasser in den Hahn?“ im Mittelpunkt.

Der DEW21-Ausflug zum Wasserwerk in Schwerte war ein Highlight für die Schüler der Klasse 3c der Fina-Frau-Grundschule. Foto: Sklarzyk

An einem schönen Tag holte uns ein Bus an unserer Schule in Dorstfeld ab. Mit dem Bus fuhren wir zum Wasserwerk nach Schwerte. Dort begrüsste uns Uta Scheffler von DEW21. Sie zeigte uns die Umgebung des Wasserwerkes und das WIZ. Im Wasserinformationszentrum frühstückten wir zunächst in einem großen Raum. Danach gab es viele spannende Informationen zu unserem Wasser und wir machten zwei Experimente.

Beim ersten Experiment sollten wir den Unterschied zwischen Mineralwasser und Leitungswasser schmecken. Den meisten Kindern aus unserer Klasse schmeckte das Mineralwasser ein bisschen besser. Aber das Mineralwasser aus der Flasche kostet auch viel mehr Geld und ist nicht so gut für die Umwelt, wie das Leitungswasser.

Im zweiten Experiment wurde dreckiges Flusswasser gereinigt. Danach haben wir uns draußen noch das Wasserwerk angeschaut. Wir haben große Kiesbecken, Sandbecken und andere Dinge gesehen. Nachdem wir uns von Uta Scheffler verabschiedet haben, fuhr uns der Bus wieder zurück zur Schule.

Für den tollen Ausflug zum Wasserwerk und die vielen Informationen bedanken wir uns bei Uta Scheffler und DEW21.

Der lange Weg des Wassers in den Hahn

Bevor das Wasser bei uns zu Hause oder in der Schule aus dem Hahn kommt, hat es einen langen Weg hinter sich:

  • Im Wasserwerk wird es zunächst aus dem Fluss Ruhr genommen. Das Flusswasser ist dreckig. Es wird im Wasserwerk in verschiedenen Schritten gereinigt.
  • Als erstes fließt das Wasser in ein Kiesbecken. Dort werden große Dinge (z.B. Zweige und Blätter) herausgefiltert.
  • Danach fließt es in ein Sandbecken. Dort wird kleinerer Schmutz aus dem Wasser entfernt.
  • Ganz zum Schluss kämpfen im Wasser gute Bakterien gegen schlechte, ungesunde Bakterien. Danach ist das Wasser sauber.
  • Das saubere Wasser wird in hohe Speicherorte gepumpt.Daraus fließt es in die Leitungen und bis in die Wasserkräne in allen Gebäuden. Für die Reise aus der Ruhr bis zu uns nach Dorstfeld braucht das Wasser insgesamt vier Tage.

Der Kampf im Wasserwerk zwischen guten und schlechten Bakterien

Im Wasserinformationszentrum konnten wir bei einem Experiment sehen, wie dreckiges Wasser gereinigt wird.

Jordi und Benjamin beim Experimentieren. Foto: Sklarzyk

Für das Experiment benötigten wir eine lange Röhre, einen Kaffeefilter, Sand, kleine Steinchen und Sicherungen.

Zunächst wurde alles nach einer Anleitung zusammengebaut. Danach holten wir vorsichtig Flusswasser aus einem großen See. Das dreckige Wasser schütteten wir vorsichtig in die lange Röhre hinein.

In der Röhre floss das Wasser durch die kleinen Steinchen, danach durch den Sand und zum Schluss durch den Kaffeefilter. Wir konnten beobachten, wie das Wasser immer ein bisschen sauberer wurde. Ganz zum Schluss sammelte sich das Wasser bei den meisten Kindern gereinigt und sehr sauber unten in einem Becher.

Uta Scheffler von DEW21 erklärt uns später, dass ein Wasserwerk fast genauso funktioniert. Im Wasserwerk fließt das Wasser erst durch einen Kiesfilter und einen Sandfilter. Bei unserem Experiment waren die kleinen Steine der Kiesfilter und der Sand der Sandfilter. Danach gibt es im Wasserwerk noch einen Kampf zwischen guten und schlechten Bakterien, das war in unserem Experiment der Kaffeefilter.

Den großen Kiesfilter und den Sandfilter konnten wir uns nach dem Experiment noch draußen ansehen.

Zuhause ist es okay – trotzdem ist Corona blöd!

Schüler schreiben der Schulticker-Redaktion, wie sich ihr Alltag in Zeiten von Corona verändert.

Für Kinder und Jugendliche ist es eine tolle Erfahrung, wenn ihre Meinung gehört und verbreitet wird. Deshalb hat Schulticker auch im Rahmen des neuen Sondermaterials „Corona und die Medien“ zur Leserbriefaktion aufgerufen: Schüler, schreibt der Redaktion! Die Briefe veröffentlichen wir hier:

Ein Brief von Adrian Schwarzbach
Ein Brief von Jan Klinck, Seite 1
Ein Brief von Jan Klinck, Seite 2

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Unser „Schulalltag“ in Zeiten von Corona

von Marie (18) und Mika (16) Holtrichter

Es war Freitag, der 13.03.2020, als während des Unterrichts an der Gesamtschule Wulfen die Nachricht kam: Nehmt sicherheitshalber alle Schulsachen mit nach Hause, möglicherweise sind die Schulen ab Montag wegen der Corona-Krise geschlossen.

So kam es tatsächlich und seit einigen Tagen ist auch unsere ältere Schwester Laura, die sich in der Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau befindet, von Ihrem Betrieb in den Urlaub geschickt worden. Jetzt sitzen wir zu dritt am Esszimmertisch und absolvieren unsere Hausaufgaben. 1,50 m Sicherheitsabstand gibt es hier nicht. Aber so kommt es, während Mutter das Mittagessen vorbereitet, zu witzigen Situationen und wir lachen viel.

Unsere Eltern haben einen „Home-schooling-Stundenplan“ erstellt und wir halten uns seit 14 Tagen tapfer daran:

08.00 Uhr Wecker abstellen und nochmals im Bett umdrehen

08.05 Uhr Wecker erneut abstellen und tatsächlich aufstehen, Zähne putzen, anziehen, frühstücken und die Social-media-Kanäle auf dem Handy kontrollieren 

10.00 Uhr Hausaufgaben, die uns  die Lehrer  schicken, erledigen

14.00 Uhr eine Stunde Sport (Crosstrainer auf dem Dachboden, eine Runde mit dem Hunde, joggen oder Fahrradfahren) Anmerkung: Der Hund wundert sich inzwischen auch, dass alle zu Hause sind und er so viel Auslauf bekommt 😉

16.30 Uhr Auch der Betrieb unseres Vaters läuft  im Notbetrieb und so können wir gemeinsam Abendessen. In normalen Zeiten ist das unmöglich, da irgendeiner immer zum Basketball, Wasserball oder zu Freunden unterwegs ist.

18.30 Uhr der Hund bekommt seine tägliche Abschlussrunde und anschließend wird ab und zu ein gemeinsames Spiel gespielt, so wurde das Rennautos-Quartett-Spiel wieder ans Tageslicht befördert und Vater kann beim Rumy-Cub nur schlecht verlieren. Alternativ werden auch schon mal Haare geschnitten. Wenn nicht jetzt während der Kontaktsperre? Wann dann.

20.15 Uhr gemeinsamer Fernsehabend mit Filmen aus amazon-prime oder netflix. Da gerade die neue Staffel „Supergirl“ herausgekommen ist, wird es auch schon mal spät, bis der Tag endet.

Da wir zu dritt sind und wir uns gut untereinander verstehen, gab es bisher noch keinen Lagerkoller. In der Schule hätten wir in der Woche vor Ostern eine „Projektwoche“ gehabt, da  macht man sich nicht kaputt. Die ist jetzt leider entfallen, dafür gibt es Hausaufgaben. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zeit, wenn es wieder zur Schule geht, nicht der Schule wegen, sondern um unsere Klassenkamerden (m,w,d) wiederzutreffen, Sport zu treiben, shoppen zu gehen und unser Hund wird auch froh sein, wenn wieder die alltägliche Ruhe einkehrt. Bleibt gesund!

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Es hat sich viel verändert, aber nicht nur zum Schlechten!

Dortmund, den 5. April 2020

Liebe Redaktion,

die Arbeitsblätter zum Coronavirus fand ich einfach und sie waren schnell gemacht!

Durch Covid hat sich ganz viel für mich verändert, aber nicht nur zum Schlechten. Wir machen zu Hause viel mit der Familie zusammen und spielen. Zum Beispiel vertreiben wir uns die Zeit mit Scrabble, Skip bo, Kniffel und Mensch ärger dich nicht.

Mir ist oft langweilig, weil ich kein Hockey spielen, nicht zum Schwimmen gehen und weil ich keine Freunde treffen kann. Ich finde es besonders doof, dass ich meine Großeltern nicht sehen kann. Mein Opa bringt mir sonst immer Süßigkeiten mit oder spielt Schach mit mir, meine Oma spielt mit mir z.B. Badminton oder Wortguru.

Gut finde ich, dass ich Schlagzeugunterricht per Face-Time habe. Meistens höre ich bei Twitch „Piano-reloaded“, wo man sich Songs zu bestimmten Themen wünschen kann. Oder ich spiele Minecraft oder Lego.

Meine Frage ist im Moment, wie viele Menschen sich weltweit mit Covid 19 infiziert haben und gestorben sind. Es kommen ja immer mehr Kranke dazu, aber in manchen Ländern sind es viel weniger als bei uns.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Noack

Ein Brief von Johannes aus Haltern.
Ein Brief von Timo Jan aus Castrop-Rauxel.
Ein Brief von Anais Rebeck aus Schwerte
Ein Brief von Pepe Braunsdorf aus Dortmund.
Ein Brief von Felix Hörnla aus Dorsten.
Ein Brief von Esad Efe Turan aus Dortmund.

Sie möchten mit Ihren Schülern auch Leserbriefe schreiben? Dann laden Sie sich unser Material für das Unterrichten zuhause hier herunter. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an schulticker@lensingmedia.de

Traumberuf Sportredakteur

Die Schüler der Klasse 4a der Fine-Frau-Grundschule besuchten das Pressehaus und schauten hinter die Kulissen. Redakteure nahmen sich Zeit und beantworteten viele Fragen.

Von Omar, Leon, Nisa, Rayan und Janina

Wir Schüler der Klasse 4 a der Fine-Frau-Grundschule waren im Pressehaus der Ruhr Nachrichten. Zur Zeit nehmen wir an der Intensivphase des Schultickers teil und haben deshalb einen Termin im Pressehaus vereinbart. Das Pressehaus liegt direkt gegenüber der Thier-Galerie in der Dortmunder Innenstadt und ist sehr groß und modern.

Besuch in der Sportredaktion: Sportchef Sascha Klaverkamp nahm sich Zeit für die Schüler der Klasse 4a der Fine-Frau-Grundschule. Foto: Kallenbach

Vor Ort haben wir die Redakteurin Annette Kallenbach kennen gelernt. Sie hat uns durch das ganze Pressehaus der Ruhr Nachrichten geführt, sodass wir uns viele Redaktionen anschauen konnten. Das war sehr interessant.

Als erstes waren wir in der Digital-Redaktion, die NSA der Ruhr Nachrichten, die alles rund um das Internet für die Ruhr Nachrichten macht. Dort durften wir den Redakteuren und Programmierern viele Fragen stellen. Wir haben gelernt, dass die Mitarbeiter dafür zuständig sind, dass die Leser der Internet-Angebote zufrieden sind. Das Coole war, dass die Redakteure dort mit zwei Computern gleichzeitig arbeiten. Auf vier riesigen Bildschirmen beobachten die Redakteure alle möglichen Zahlen. Wir haben zwar nicht genau verstanden, was das alles für Zahlen waren, aber es war beeindruckend.

Großraumbüro

Dann sind wir weiter in die BVB-Redaktion. Dort haben wir den Sportchef Sascha Klaverkamp getroffen. Er hat uns erklärt, wie sein Arbeitstag aussieht und auch hier durften wir viele Fragen stellen. Viele Redakteure waren an dem Tag nicht im Büro, da sie unterwegs waren, um BVB und Paris-Spieler zu interviewen. Das fanden wir natürlich sehr toll, dass man als Sportredakteur viel Kontakt zu den BVB-Spielern hat. Alle Jungs wollen nun am liebsten Sportredakteur werden.

Dann sind wir weiter in ein Großraum-Büro gegangen, zu der Lokalredaktion Dortmund. Dort sitzen bis zu 30 Journalisten in einem Raum. Alle telefonieren oder tippen auf ihren Computern rum, da kann es dort schon mal ziemlich laut werden. An diesem Tag war es jedoch recht leise. Jeder Redakteur hat eine andere Aufgabe. Viele arbeiten an unterschiedlichen Artikeln, und online auch viele verschiedene Sachen stehen.

Im letzten Gespräch imKonferenzraum durften wir dann noch einige Frage stellen. Vor allem der Tagesablauf eines Redakteurs hat uns sehr interessiert. Es war interessant zu hören, dass ein Redakteur etwas später am Tag anfängt zu arbeiten, da er ja viel rumfahren muss, um Leute zu interviewen. Daher ist so ein Tag eines Redakteurs aber auch mal länger. Der Spätdienst arbeitet sogar manchmal bis in die Nacht. Am meisten ist uns noch aufgefallen, dass jeder Redakteur mit zwei Bildschirmen arbeitet und jeder mit einem iPhone ausgestattet wird. Alles ist also digital. Gut fanden wir, dass alte Computer oder iPhones nicht weggeschmissen, sondern recycelt werden.

Druckereiführung

Danach war unser Tag bei den Ruhr Nachrichten vorbei. Es war interessant, das Pressehaus zu sehen und wir wissen nun sehr viel über die Arbeit eines Redakteurs. Vielen Dank an alle Redakteure und andere Mitarbeiter für das Beantworten unserer Fragen und die Zeit, die sie sich für uns genommen haben. Als nächstes gucken wir uns nun in der Druckerei in Dorstfeld an, wie die Zeitungen gedruckt werden.

Hier geht es zu den Führungen

Wahrheit und Fälschung

Bisher ging es in der Dasa um die Arbeit in Medienberufen. Eine neue Ausstellung spielt mit der neuen Datenwelt und dreht sich ums Thema Neue Medien. Digitalisierung und Globalisierung lassen grüßen.

Von Tom, Timo, Marie, Loubna, Finnja und Celina

Wir, die Medienscouts der Johann-Gutenberg-Realschule, haben mit unserer Lehrerin Claudia Werner die Einladung zur Preview der neuen Ausstellung in der Dasa bekommen. Super! Da gehen wir hin!

Die Medienscouts der Johann-Gutenberg-Realschule mit Lehrerin Claudia Werner (3.v.r.) testen die Dasa-Ausstellung rund um das Thema Neue Medien. Foto: Tom Stephan, Timo Henkies, Finnja Huf

Nach der offiziellen Eröffnung durch den Dasa-Chef vor Pressevertretern und uns geht es durch die Ausstellung, die als Parcours konzipiert ist, zur Station „Social-Media Kommentare im echten Leben“. Hier kann man Kommentare von verschiedenen sozialen Medien dem Gegenüber ins Gesicht sagen. Dies beinhaltet Love- sowie Hate-speech. Hier wird zum ersten Mal klar, wie bescheuert und verletzend manche Dinge klingen, die man online täglich liest. Dass so etwas am Computer um einiges leichter von den Lippen geht als im echten Leben, braucht man kaum erwähnen.

Emoji-Memory

Auch das Emoji-Ratespiel kann uns begeistern. Jeder der beiden Spieler muss fünf Emojis Bedeutungen zuordnen. Als nächstes werden die Karten gemischt und es beginnt das Memory-Spiel, wo man die Paare von Bedeutung und Emoticon finden soll. Wenn man ehrlich ist, findet unsere Kommunikation häufig nur noch mit Emojis statt.

In der Ausstellung kann man außerdem seine ganz eigenen Fake-News erstellen. An einem Green Screen wird man beispielsweise von der Erde auf den Mond teleportiert oder von Deutschland in die Afrikanische Steppe. Mit einem passenden Text sind die Montagen nun auf einem Bildschirm in der Ausstellung sichtbar.

Was Emojis bedeuten, finden Ausstellungsbesucher an dieser Station heraus. Foto: Tom Stephan, Timo Henkies, Finnja Huf

Schlendert man weiter durch die Ausstellung, wird der Blick unweigerlich auf einen Riesenlaptop gelenkt. Auf diesem laufen Filme aus den Neunzigern, die den richtigen Umgang mit Computern demonstrieren. Dass diese mittlerweile lange überholt sind, ist kein Geheimnis.

Verschiedene digitale Spiegel passen da besser in unser Zeitalter. Diese sind ebenso auf der Ausstellung vertreten. Einer scannt den Betrachter, ein anderer rät das Alter. Diese Spiegel sind nicht unfehlbar und schätzen oft falsch. Sie sind jedoch stellvertretend für die Entwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Wir machen uns gläsern, geben alle Daten preis, sehen auf der anderen Seite alles durch bestimmte Filter. Erkennen wir in dem einen Spiegel noch unser vertrautes Abbild, sind wir im nächsten schon verzerrt und verschwommen.

Tipp: Hingehen

Wer sich für Medien und das digitale Zeitalter interessiert, ist mit der neuen Ausstellung gut beraten. Es lohnt sich, einfach mal reinzuschauen. Wir als Medienscouts hatten jedenfalls jede Menge Spaß!

Hier geht’s zur Ausstellung und zu den Medienscouts

  • Die Ausstellung ist Teil der Dasa Arbeitswelt Ausstellung. Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund.
  • “Neue Medien” ist für Schüler ab Klasse 10 geeignet.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Wochenende und Feiertage, 10-18 Uhr.
  • Schüler zahlen 2 Euro Eintritt, Begleitpersonen sind frei. Info unter www.dasa-dortmund.de
  • Infos über die Arbeit der Medienscouts an der Johann-Gutenberg-Realschule unter www.jgr-dortmund.de

Fußball und noch viel mehr

Sport und gesunde Ernährung sind wichtige Voraussetzungen für die Gesundheit. Das konnten die Kinder der Klasse 4c der Fine-Frau-Grundschule beim DEW21-Termin im Fußballmuseum erfahren.

Von Shilan Jankir und Saliha Pehlivan

Wir, die Schüler der Klasse 4 c der Fine-FrauGrundschule, wurden von der Dortmunder Energie und Wasserversorgung (DEW21) und Schulticker ins Deutsche Fußballmuseum eingeladen. Dort begrüßte uns eine sehr nette
Museumspädagogin. Zu Beginn unseres Recherchetermins spielten wir eine Runde Fußball zum Aufwärmen. Dann ging es endlich los.
Auf einer Rolltreppe, umhüllt von Stadiongeräuschen, fuhren wir in die erste Etage in den Bereich, in dem die Ausstellungsstücke der Weltmeisterschaft von 1954 zu sehen waren. Uns fiel auf, dass
die Fußballspieler auf den Bildern nicht so sportlich aussahen und erfuhren auch den Grund dafür. Damals gewann die Deutsche Nationalmannschaft das Spiel gegen Ungarn. Spannend war zu erfahren, dass der damalige Spieler Horst Eckel heute noch lebt und 87 Jahre alt ist.

Vor dem Rundgang durch die Ausstellung spielten die Schüler der Klasse 4c der Fine-Frau Grundschule erst einmal eine Runde Fußball. Foto: Kallenbach

Jahrhundertspiel

Anschließend haben wir uns ein großes Foto aus dem Jahr 1970 angeschaut. In diesem Jahr hat Deutschland im Halbfinale gegen Italien in
Mexiko gespielt. Obwohl Deutschland dieses Spiel verloren hat, nennt man es das Jahrhundertspiel, weil sehr viele Tore geschossen wurden und es an diesem Tag sehr heiß war.
Besonders interessant fanden wir den Museumsraum mit den vielen Pokalen der Europa- und Weltmeisterschaften. Erstaunlich war, dass die Frauenmannschaft bisher mehr Pokale gewonnen hat als die Männermannschaft. Am Ende des Tages drehte sich noch einiges um
unsere Gesundheit. Anhand einer Ernährungspyramide und einiger Spiele erfuhren wir, welche Lebensmittel gesund und ungesund sind.
Wir beendeten den Tag mit einem Fußballspiel. Es war nicht der erste und letzte Besuch im Fußballmuseum, denn es gibt dort noch viel mehr zu entdecken.

Klassenausflug zum Weihnachtssingen

Grundschüler gewannen 30 Karten bei Schulticker-Verlosung.

Von Nisa, Jolina und Rayan

Beim BVB-Weihnachtssingen m 15. Dezember 2019 im Signal Iduna Park waren wir mit einigen Kindern unserer Klasse 4 a der Fine-Frau-Grundschule dabei. Wir hatten Stehplatzkarten auf der Südtribüne, die wir beim Schulticker-Gewinnspiel der Ruhr Nachrichten gewonnen haben. Nicht nur viele Kinder aus unserer Klasse konnten mitgehen, sondern auch einige Eltern.

Schüler und Eltern der Klasse 4a der Fine-Frau-Grundschule hatten viel Spaß beim Schulticker-Weihnachtssingen im Signal Iduna-Park im Dezember 2019. Foto: Leuer

Spieler und Lieder

Nachdem wir circa 30 Minuten in einer langen Schlange vor dem Stadion gestanden haben, konnten wir endlich rein. Das ganze Stadion war wunderschön beleuchtet und alles hat gefunkelt – ein richtiges Spektakel. Wir haben auch noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen. Wir haben viele wunderschöne Weihnachtslieder gesungen und leckere Weihnachtsbrezeln gegessen. Bratwurst und Pommes gab es auch zu kaufen.

Da war auch ein Chor, der uns beim Singen begleitet hat und alle hatten Spaß. Es war toll, dass auch einige BVB-Spieler da waren, die zum Schluss auf den Rasen gekommen sind. Es waren auch berühmte Sänger da, die wir aber nicht kannten. Sie haben sehr schön gesungen.

Nach einiger Zeit war das Singen dann leider vorbei. Es war ein toller Abend, den wir so schnell nicht vergessen werden. Wir empfehlen das Weihnachtssingen auf jeden Fall weiter, es war einfach toll. Im nächsten Jahr gehen wir sicher nochmal hin.

Win-win Situation

Das IHK-Azubi-Speed-Dating war für Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule ein voller Erfolg. Sie konnten sich bei 62 Firmen vorstellen und die Firmen aus insgesamt rund 500 Bewerbern wählen.

Von Joanna Gottwald, Julia Schachtsieck, Baray Shirin, Mergim Gashaj und Julia Trilseden, Klasse 10D der Wilhelm-Busch-Realschule

Unser Lebenslauf lag ordentlich ausgedruckt in der Bewerbungsmappe, wir waren schick angezogen und im Deutschunterricht haben wir Bewerbungsgespräche geübt – trotzdem waren wir alle aufgeregt.

Die Schüler der Klasse 10D mit Klassenlehrerin Simone Kaip (5.v.r.) besuchten das IHK-Azubi-Speed-Dating im Goldssal und kamen auch mit Jasmin Neuradt (IHK), Annika Schneider (IHK), Ausbildungs-Botschafterin Mandy Schäper und Ausbilder Mike Nowak ins Gespräch (v.r.) Foto: Schütze

Von der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) und dem Medienprojekt Schulticker der Ruhr Nachrichten sind wir, die Schüler der Klasse 10 D der Wilhelm-Busch-Realschule, zum IHK-Azubi-Speed-Dating mit 62 Firmen in den Goldsaal des Kongresszentrums Dortmund eingeladen worden. Wir wollten ausprobieren, uns in einem zehnminütigen Bewerbungsgespräch bei einer Firma vorzustellen.

In zehn Minuten zum Job

Freundlich wurden wir von Jasmin Neuradt von der IHK begrüßt. Sie erklärte uns, dass wir mutig sein und in jedem Fall ein Bewerbungsgespräch ausprobieren sollten: „Es ist für alle Beteiligten eine Win-win-Situation“: Die Firmen suchen passende Auszubildende und die Bewerber können sich bei ihrer Wunschfirma vorstellen. Ausbildungs-Botschafterin Mandy Schäper, die eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau bei der Continentale Versicherung absolviert, gab uns wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Auch der stellvertretende Ausbildungsleiter bei Redpath-Deilmann, Mike Nowak, unterstützte uns mit seinen Erfahrungen. Er hat uns geraten, natürlich zu bleiben und gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch zu gehen. Dabei sollten wir uns vor allem überlegen, warum man genau diesen Job möchte.

Nun stürzten wir uns mutig mit rund 500 anderen Speed-Dating-Besuchern in die Bewerbungsgespräche. Dabei saßen sich die Gesprächsteilnehmer an einem Tisch mit zwei Trennwänden gegenüber und die Gesprächszeit von zehn Minuten wurde mit einer Sanduhr gestoppt. Auch Schüler, die sich vorher unsicher waren, trauten sich. So sammelten wir Erfahrungen, wie ein Bewerbungsgespräch abläuft, konnten unser Selbstbewusstsein stärken und Souveränität gewinnen.

„Ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe“, freute sich Joanna. Sie hatte sich bei der Firma Caterpillar beworben und ein aussichtsreiches Gespräch geführt. Auch 2020 wird es ein IHK-Azubi-Speed-Dating geben.

Pippi Langstrumpf als Vorbild

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule waren Teil der TrashUp-Konferenz im Depot. Sie diskutierten und hinterfragten mit Experten das Thema Nachhaltigkeit.

Von den Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule

Die Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule und Lehrerin Claudia Werner besuchten die TrashUp-Konferenz im Depot. Für die Schülerinnen und Schüler begann der Tag mit ihrer Redaktionssitzung und der Arbeitsverteilung,  indem sie in Interview-, Foto-, Artikel- oder Zeichnungsgruppen aufgeteilt wurden. Außerdem wurden einige Schülerinnen und Schüler als Teilnehmer in die Workshops geschickt. Um 9.30 Uhr ging es für alle ins Plenum zur Begrüßung und zum Fishbowlgespräch. Es wurden die Nachhaltigkeitsthemen des Tages vorgestellt, diskutiert und hinterfragt.

Einen spannenden und lehrreichen Tag verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a mit Lehrerin Claudia Werner im Depot. Foto: JGR

Besonderer Gast im ersten Plenum war Prof. Dr. Marcel Hunecke. Sein Spezialgebiet ist die „Psychologie der  Nachhaltigkeit und die psychischen Ressourcen zur Förderung nachhaltiger Lebensstile“. Es geht darum, dass es gar nicht so einfach ist, gegen den Strom zu schwimmen und nachhaltig zu leben. Woher nimmt man die Kraft? Außerdem dabei: Dunja Karabaic von „Ökorausch“. Ihre besondere Herangehensweise ist die Pippi Langstrumpf-Methode nach dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Ihrer Meinung nach sollte man auch über scheinbar Unmögliches nachdenken, um auf gute Ideen zu kommen.

Wolfgang Schürings vertritt die Gemeinwohlökonomie. Er findet, dass es nicht in erster Linie in der Wirtschaft um das Bruttosozialprodukt gehen sollte, sondern wie eine Firma seine Mitarbeiter behandelt oder wie nachhaltig sie ist.

Nun ging es in die sechs Workshops zusätzlich zu den Themen, wie die Stadt etwas für die Nachhaltigkeit tun kann  der über das neue Gesetz zu Lieferketten sowie das Thema „Städte für die Zukunft“. In der Schüler-Redaktion qualmten in der Zwischenzeit schon die Köpfe. Die Interviewteams machten Termine mit den besonderen Gästen und Veranstaltern aus, die ersten Fotos wurden gesichtet und ausgewählt, die ersten Mitschnitte abgetippt. Sogar Zeichnungen entstanden zu den Themen des Tages. Auch unsere Eindrücke aus der Redaktion wurden abgefragt und die Workshopteilnehmer befragt.

Noch nachhaltiger leben

Um 16.15 Uhr pünktlich ging es dann in die Abschlussrunde. In lockerer Runde wurden die Ergebnisse auf den Punkt gebracht. Unsere Chefredakteurin Marie sprach das aus, was alle dachten: „Wir möchten uns dafür bedanken, dass wir hier an der Konferenz teilnehmen durften. Wir haben heute viele Ideen gehört und wir werden versuchen, noch nachhaltiger zu leben.“

Schüler machen Kunst zwischen den Welten

Schüler der Klasse 8c der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Und werden selbst zu Künstlern.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Künstler und ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten sind bei der Ausstellung zum DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U zu sehen. Der Preis bietet jährlich Künstlern aus dem Ruhrgebiet ein Ausstellungsforum und fördert ihre Arbeiten. Die Preisträgerin des DEW21 Kunstpreises 2018 ist Lena von Goedeke.

Kunst ist vielfältig: Die Schüler der Klasse 8C der Johann-Gutenberg-Realschule entdeckten beim Rundgang mit Künstlerin Adriane Wachholz die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

Auf Einladung von Schulticker-Partner DEW21 nahmen Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule unter Anleitung von Künstlerin Adriane Wachholz am Ausstellungsrundgang und an Workshops im Dortmunder U teil. Die Einzelausstellung der Kunstpreisträgerin Lena von Goedeke stand im Mittelpunkt der Ausstellungsbesichtigung und dreier Workshops mit Adriane Wachholz. Sie ist DEW21-Kunstpreisträgerin des Jahres 2009.

Wie klingt die Arktis?

Im Dortmunder U haben wir uns Bilder und andere Kunstwerke angeschaut. Besonders viel Zeit haben wir in der Einzelausstellung von Lena von Goedeke verbracht. Wir haben erfahren, dass sie in der Arktis war. Wir haben uns aber auch über das Thema Wüste unterhalten. Es gab ein Kunstwerk von Anne Kristin Kristiansen, das aussah wie eine Eiswüste und wir haben uns in einen Kreis gestellt und die Augen zugemacht. Dann haben wir uns überlegt, wie es in der Arktis wohl klingt und ob man Geräusche von Weitem hören kann. Wir haben uns darüber unterhalten, was wohl in dem Eis versteckt ist und was wir entdecken, wenn es vielleicht einmal schmilzt. Wir haben uns überlegt, dass man nicht viel erkennen kann, dass es anders ist als in der Stadt, wo überall Häuser stehen und Menschen leben. Manche aus unserer Klasse waren sogar schon einmal in einer Wüste und haben darüber erzählt.

Aquarium aus Papier

Dann durften wir in Gruppen Fotos von der ganzen Ausstellung machen. Danach sind wir in die Workshops gegangen. Manche haben Fotos von ihrem Kopf  ausgedruckt und sich Phantasiekleidung ausgedacht mit Funktionen für eine Phantasiewelt. Man durfte sich aus ganz vielen Materialien etwas dazu aussuchen.

Eine andere Workshopgruppe hat sich eine eigene Welt in einem Aquarium erbaut. Hier haben die Schülerinnen und Schüler mit Skalpellen und Papier gearbeitet. Die dritte Gruppe hat aus gerolltem Papier Häuser konstruiert. Am Ende haben alle ihre Kunstwerke vorgestellt. Wer weiß, vielleicht werden wir so einmal leben?

Gruppenbild vor dem Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

DEW21 Kunstpreis

  • DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U, bis 24.11.2019, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
  • Eintritt frei
  • Kostenloser Workshop für Kinder und Jugendliche von 8-15 Jahren, Freitag, 25.10., 11-15.30 Uhr
  • Familiensonntag, 3.11., 13-17.30 Uhr
  • Finale von und für Kinder und Jugendliche, Sonntag, 24.11., 16-19.00 Uhr
  • Kontakt und Informationen: Tel. 50-24723, info@dortmunder-u.de

Hier geht es zu Statements der Schülerinnen und Schüler sowie der Künstlerin Adriane Wachholz.

Tipp: Einfach mal wirken lassen

Schüler und Künstler fragen sich: Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun?

Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun? Kann Kunst helfen, Vorurteile zu durchbrechen? Statements der Künstlerin Adriane Wachholz und Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule. Die Jugendlichen haben die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U besucht.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Typische Vorurteile gibt es im Alltag leider viele und Kunst sollte man auch nicht nach fünf Minuten schon beurteilen. Man sollte sich Zeit nehmen. Manche beurteilen auch Kunst, obwohl sie es selbst noch nicht versucht haben zum Beispiel zu zeichnen und gar nichts darüber wissen.

Adriane Wachholz im Gespräch mit einer Schülerin. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule.

Manche glauben, dass Künstler sowieso verrückt sind oder finden, dass Kunst überbewertet wird. Manchmal sieht Kunst nicht wie Kunst aus und dann sind viele Leute verunsichert und sie haben vielleicht Vorurteile. Oder jemand bewerte ein Bild, ohne mehr darüber zu wissen und bedenkt nicht, was es für den Künstler bedeutet hat und wie viel Mühe und Freude es dem Künstler gemacht hat und was es ausdrücken sollte.

Von Adriane Wachholz

Der Betrachter kann Kunst einfach auf sich wirken lassen und sich die Zeit nehmen und sich fragen: Was sind meine Gedanken? Wie fühle ich mich? Das ist nämlich ganz häufig, dass wenn der Besucher gute Laune und Spaß hat, die Kunstwerke auch richtig super sind und viel mehr tolle Ideen und Gedanken zum Kunstwerk sprudeln.

Es hat also sehr viel mit einem selber zu tun. Kunst kann Vorurteile durchbrechen. Kunst denkt quer, anders als die Gesellschaft es normalerweise tut. Anders zu denken hilft, auf ein eigenes Denken zu kommen und damit mehr zu wissen, wer man eigentlich ist. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen, Wünschen und Gedanken beschäftige und mich dabei gut fühle, dann weiß ich, wer ich bin. Und wenn ich andere Menschen kennenlerne und ich genau zuhöre und sie wertschätze, so wie sie sind, öffnet sich eine Tür mit vielen spannenden, lustigen und spaßigen Möglichkeiten.

Hier geht es zum Artikel über den Ausstellungsbesuch.

Azubis als Botschafter

Wie informiert man Jugendliche praxisnah darüber, welche großen Chancen eine duale Berufsausbildung bieten kann und was für interessante Berufe es gibt?

Von Sean F.

Am besten werden Schüler über das Thema Ausbildung informiert, indem man die Azubis selbst in die Schulklassen schickt und dort aus ihrem spannenden und abwechslungsreichen Alltag berichten lässt. Die Initiative Berufliche Bildungslotsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, ein von der Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit gefördertes Projekt, macht es möglich.

Wir Schüler der Klasse 9.1 der Heinrich-Böll-Gesamtschule erhielten im Rahmen des Schulticker-Projektes Besuch von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Zu uns in den Unterricht kamen vier Azubi-Botschafter. Das sind junge Auszubildende aus verschieden Unternehmen, die uns ihre Berufsausbildung vorstellten. Anna Keller, 21 Jahre alt, die im ersten Lehrjahr als Fachfrau für Systemgastronomie im Betrieb „Deutsches Fußballmuseum“ ausgebildet wird, gab uns einen Einblick in ihre Berufsausbildung. Sie berichtete über den Alltag und ihre Aufgaben in diesem Beruf.

Unterricht praxisnah: Schüler und Lehrer der Klasse 9.1. der Heinrich-Böll-Gesamtschule hatten im Unterricht Besuch von Azubi-Botschaftern und Vertretern der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK). Foto: Kallenbach

Gute Aufstiegschancen

Als Vorteile stellte sie heraus, dass man sein eigenes Geld verdient und nach der Vollendung der Ausbildung beruflich abgesichert ist. Man lernt selbstständiger zu werden und knüpft neue Kontakte. Beispiele für Betriebe im Bereich Systemgastronomie sind unter anderem McDonalds, Ikea oder auch die DB. Im Beruf Fachfrau für Systemgastronomie werde man mit vielen Tätigkeiten konfrontiert, wie Gäste bedienen, Arbeitsabläufe planen, Waren einkaufen und bestellen, Qualitätskontrollen erfüllen und vieles mehr. Natürlich müssen die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsregeln erlernt und eingehalten werden, betonte Anna Keller.

Nach der Ausbildung habe man gute Aufstiegschancen, um dann zum Beispiel eine Auslandskarriere zu starten. Es werde Eigenverantwortung benötigt, da der Beruf sehr abwechslungsreich sei, erklärte die 21-jährige Auszubildende. Ein weiterer kleiner Vorteil sei das Trinkgeld, das man aber nicht überall in der Systemgastronomie bekomme.

Für diesen Beruf, so Anna Keller, sei besonders Sorgfalt, Genauigkeit, Durchhaltevermögen, Selbstorganisation, Teamgeist, Flexibilität und Kontaktbereitschaft gefragt. Man sollte eine abgeschlossene Schulausbildung haben und müsse ein Gesundheitszeugnis vorlegen. Nicht zu vergessen seien gute Noten in Deutsch, Mathe und Englisch von Vorteil, da Kopfrechnen nicht selten in diesem Beruf vorkomme und auch nicht jeder Gast die deutsche Sprache beherrsche.

750 Euro im ersten Lehrjahr

Zum Thema Gehalt haben wir erfahren: Im ersten Lehrjahr verdient ein Auszubildender in der Systemgastronomie cirka 750 Euro, im zweiten cirka 850 Euro und im dritten cirka 950 Euro. Nach der Ausbildung betrage das Einstiegsgehalt zwischen 1200 bis 1800 Euro, so Anna Keller.

Für ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle werde man mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen, da in der Systemgastronomie stets Mitarbeiter gesucht werden.

Lotsen durch die berufliche Bildung

Vier Auszubildende berichten Schülern über die Vorteile einer Ausbildung

Ronja G., Eileen W., Sophie S.

Vier Auszubildende aus drei Berufen kamen an unsere Schule, um uns, den Schülern der Klasse 9.1, ihre Ausbildungsberufe näher zu bringen. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Berufliche Bildungslotsen“ der IHK, das von der NRW-Regionaldirektion der Agentur für Arbeit gefördert wird.

Die vier Azubis besuchten die Schulklasse und beantworteten Fragen.

Die Auszubildenden sind Azubi-Botschafter und wurden begleitet von Tobias Rau, der das Projekt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) leitet. Außerdem nahmen noch Gero Brandenburg, (IHK-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Annika Schneider (IHK-Praktikantin) und RN-Redakteurin Annette Kallenbach teil. Denn über das Zeitungsprojekt Schulticker, an dem wir teilnehmen, wurde dieser Termin möglich.

Die Auszubildenden, die uns besuchten, waren: Anna Keller, Fachfrau für Systemgastronomie, beschäftigt im Deutschen Fußballmuseum; Ralph-Georg Altenhoff, Elektroniker für Geräte und Systeme an der TU Dortmund und Timo Schmidt und Lennart Schürmann, Eisenbahner im Betriebsdienst, beschäftigt bei der Dortmunder Eisenbahn GmbH.

Die Auszubildenden haben uns jeweils mit einer PowerPoint-Präsentation erklärt, was sie in ihrer Ausbildungszeit tun. Sie haben uns beschrieben, welche Kompetenzen man für die Berufe benötigt. Zudem haben sie uns die möglichen Verdienste, Arbeitszeiten und Tätigkeiten aufgezeigt sowie die Vorteile einer Ausbildung dargelegt.

Es hat uns gut gefallen, da die Berufe ausführlich und sehr ansprechend vorgestellt wurden.

Lokführer werden gesucht

Azubi Timo Schmidt über seine Lehre

Von Felix

Ich sprach mit Timo Schmidt. Er ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport.

In welchem Unternehmen arbeitest Du?

Meine Ausbildung mache ich bei der Dortmunder Eisenbahn, die ein Teil der Captrain Gruppe ist. Wir haben neben eigenen Loks unsere eigene Infrastruktur, sowie eine Fachwerkstatt, die Loks und Wagen für unsere als auch für Fremdfirmen repariert.

Wie bist Du zu dem Beruf Lokführer gekommen?

Ich war schon immer sehr interessiert an der Eisenbahn. Während meiner eigenen Schulzeit absolvierte ich mein Pflichtpraktikum bei der Deutschen Bahn, wo ich mich überzeugen konnte, dass der Beruf auch wirklich so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Welche Kompetenzen braucht man für diesen Beruf?

Um den Beruf des Lokführers zu erlernen, sollte man in erster Linie verantwortungsvoll und zuverlässig sein, jedoch spielt Teamfähigkeit und eine gute körperliche Voraussetzung ebenfalls eine große Rolle. Schulisch ist ein Realschulabschluss als Mindestanforderung gewünscht. Bevor man eingestellt wird, muss man sich psychologischen und gesundheitlichen Einstellungstests unterziehen.

Welche Zukunft hat man als Lokführer?

Der Beruf bietet großes Zukunftspotenzial, da immer mehr Güter von der Straße auf die Schienen verlagert werden. Außerdem herrscht in Deutschland Lokführermangel, was bedeutet, dass man als ausgelernter Lokführer fast überall eingestellt wird, wenn man seine Ausbildung mit guten Leistungen absolviert hat.

Welche Vorteile beziehungsweise Nachteile hat der Beruf des Lokführers?

Ein ganz klarer Vorteil ist das eigenverantwortliche Arbeiten nach der Ausbildung. Das Gefühl, bei der Arbeit mehrere tausend Tonnen sicher von A nach B zu fahren sowie die Arbeit im Team mit den Kollegen ist einfach toll. Ein großer Nachteil an dem Beruf ist die Arbeitszeit (Früh-, Spät- und Nachtschicht) sowie die Tatsache, dass ich oft bei Wind und Wetter an der frischen Luft arbeite.

Taten wirken

Schüler der Max-Born-Realschule versorgen Obdachlose in der Innenstadt mit warmen Getränken und Lebensmitteln. Eine Aktion der youngcaritas.

Von Chabane Mamadou, Ensar Elyildirim, Faris Essakkali, Phillip Schüler, Pia Link, Fabian Dick und Nicolas Thiess

Die Schüler der Klasse 8 c der Max-Born- Realschule besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes die youngcaritas in Dortmund. Im Gespräch mit Kristina Sobiech, Ehrenamtskoordinatorin für youngcaritas und Flüchtlingshilfe, erfuhren die Jugendlichen Interessantes über die Arbeit der Organisation, bevor sie selbst tatkräftig helfen durften.

Ein warmes Getränk und ein Lächeln – damit kann man schon viel geben.

Die youngcaritas ist eine Organisation, in der sich junge Menschen engagieren können. Dabei ist es egal, woher sie kommen oder welcher Religion sie angehören – wichtig ist nur, dass sie bereit sind, in ihrer Freizeit Mitmenschen zu helfen.

Seit Mai 2017 gibt es die youngcaritas in Dortmund. Dort sind etwa 70 bis 80 Ehrenamtliche im Alter von 13 bis 30 Jahren dabei, die verschiedene Projekte betreuen. So gibt es zum Beispiel eine Smartphone-Sprechstunde für Senioren und ein Projekt für unbegleitete Minderjährige, bei dem gemeinsam gelesen und dabei auch Deutsch gelernt wird.

Die Schüler der 8 c durften bei ihrem Besuch ein ganz besonderes Projekt begleiten. Es heißt „Warm durch die Nacht“ und bietet Hilfe für Obdachlose und andere Menschen, die in Armut leben. Besonders im Winter ist dies wichtig. Normalerweise gehen hierfür bis zu 15 Helfer von 18 bis 21 Uhr durch die City. Bevor es aber für die Klasse 8 c ausnahmsweise vormittags auf die Straße ging, wurden die Schüler auf das Thema eingestimmt: So gab es einen Film und ein Gespräch darüber, was Armut überhaupt ist und eine spielerische Übung, bei der jeder seine Einstellung zu und seinen Umgang mit Armut hinterfragen musste.

Aufmerksamkeit schenken

Dann ging es in drei Gruppen los, die von Kristina Sobiech sowie Tamara (Praktikantin) und Svenja (Ehrenamtlerin) begleitet wurden. Gezielt wurden Menschen angesprochen, die auf der Straße Passanten um Geld baten. Die Schüler boten ihnen Tee, Kaffee, Süßes oder Hygieneartikeln an. Fast alle freuten sich darüber und nahmen die Hilfe an. Es geht bei der Aktion aber nicht nur um das Verteilen von Lebensmitteln, sondern auch darum, Aufmerksamkeit zu schenken.

Gruppenfoto vor der Aktion in der City: Das youngcaritas-Team und die Schüler der Max-Born-Realschule .Foto: Kallenbach

Nach ihrem Hilfseinsatz äußerten die Jugendlichen in einem Abschlussgespräch, dass es ihnen teilweise nicht leicht fiel, die Obdachlosen anzusprechen. Der Umgang mit den Bedürftigen war lehrreich und zeigte ihnen, wie Obdachlose leben. Ein Schüler meinte abschließend, es habe ihm Spaß gemacht zu helfen, gleichzeitig sei er aber auch traurig darüber, wie Obdachlose leben.

Was macht die Youngcaritas?

  • Youngcaritas in Dortmund ist ein Netzwerk für junge Leute, die die Welt ein kleines Stückchen besser machen wollen. Youngcaritas richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und fördert kreatives, soziales sowie sozialpolitisches ehrenamtliches Engagement. Dabei geht es darum, auf eigene Weise Solidarität zu stiften und gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen.
  • Die Themen und Aktionen orientieren sich an den Interessen junger Leute. Neben Aktionen und der Unterstützung bei eigenständigen Ideen junger Menschen ist ein weiterer Auftrag die Bildungsarbeit. Hierbei geht es vor allem um die Aufklärung in Bezug auf soziale und caritative Problemstellungen. Themen wie Armut, Nachhaltigkeit und Upcycling, Flucht und Migration, Solidarität oder Antirassismus stehen auf unserer Agenda. Auch politische Themen bekommen bei der youngcaritas Raum.
  • Der Einsatz für eine gute Sache kann ganz unterschiedlich aussehen und muss nicht immer kompliziert sein. Fast alle Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie niederschwellig und unkompliziert sind. Youngcaritas geht in Sachen Engagement ungewöhnliche Wege und probiert Neues aus.
  • Genauso wichtig wie die inhaltlichen Ziele der youngcaritas ist ihre Zielgruppe. Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Strikte Altersgrenzen werden hierbei nicht gezogen. Jeder, der sich der Themen annehmen, praktisch werden oder eigene Ideen einbringen will, ist willkommen. Dies gilt auch in Bezug auf die Herkunft, Religion und soziale Schicht.

Sehen und verstehen

Schulticker-Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die World Press Photo-Ausstellung im Depot. Und haben viel gelernt.

Von Marie, Loubna (9 a)

Wir haben die World Press Photo-Ausstellung mit einer Gruppe aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe besucht. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren ist richtig. Zusätzlich haben wir eine Führung mitgemacht. Das ist zu empfehlen, um Hintergründe zur Politik und Informationen zu den Fotografen zu bekommen. Interessant ist auch das zusätzliche Arbeitsheft für Schüler und ein Rahmenprogramm wie Filme und Vorträge.

Zu Besuch in der World Press Photo-Ausstellung.

Die World Press Photo-Ausstellung hilft, die Pressefotografie besser zu verstehen und die Geschichten dahinter zu sehen. Die Fotos bringen die Betrachter persönlich zum Nachdenken. Wir finden gut, dass bei der Ausstellung die besten Fotografen geehrt werden. Man sieht verschiedene Facetten aus der ganzen Welt. Außerdem bekommt man einen Eindruck, wie ein Pressefoto die Nachrichten repräsentiert, wie die Aussagen eines Bildes durch seine Gestaltung beeinflusst werden und was Pressefreiheit für die Fotografie bedeutet.

80 getötete Journalisten

Wir haben auch gelernt, dass Pressefotograf ein interessanter, aufregender aber auch sehr gefährlicher Beruf sein kann. Im letzten Jahr sind offiziell 80 Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden – auch viele verletzt. Mitschülerin Emma zu der Ausstellung: „Ich finde die Ausstellung sehr wichtig. Fotografen machen eine wichtige Arbeit. Ein Fotograf erzählt etwas. Er soll für diese Arbeit auch belohnt werden. Wir sind hier und sehen uns diese Bilder an. Wir reden miteinander, wir informieren unsere Eltern, wir reden mit Freunden darüber und vielleicht bewirkt das etwas.“ Nisa ergänzt: „Wenn etwas einen Preis bekommt, dann wird es bekannter und mehr Menschen interessieren sich dafür. Es haben ja nicht nur Kriegsbilder gewonnen. Wenn ein Bild einen Preis bekommt, dann wollen die Menschen mehr darüber wissen und recherchieren und bekommen so mehr Informationen zu dem Thema.“

Verständnis

Solch eine Ausstellung finden wir sehr wichtig. Wir hören immer nur von etwas. Wir haben aber nie Bilder vor Augen. Wir können das nicht wirklich nachempfinden und verbinden damit nichts. Sobald man jetzt hier in diese Ausstellung geht und diese Bilder sieht, kann man eher verstehen, wie es den Menschen geht, wie die Lage in den Ländern ist. Vielleicht machen sich dann auch mehr Menschen Gedanken darüber und beschließen, sich für etwas zu engagieren. Das wünschen wir uns.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ hat die Schüler besonders beeindruckt.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ wurde das Weltpressefoto des Jahres 2019. Es ist ein Symbolfoto zur Politik Trumps geworden, weil er dafür gesorgt hat, dass 2400 geflüchtete Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt wurden.

Das ist das Weltpressefoto 2019.

Der Fotograf hat eher zufällig dieses Foto gemacht. Die Mutter auf dem Foto hatte das Kind auf dem Arm gehabt und weil sie festgenommen wurde, musste sie das Kind absetzen. Es weinte. Dieses Foto wurde aber dann sogar als Titelseite der „Time“ gezeigt – abgeändert, da das Kind nun vor Trump stand. Trump musste aufgrund des großen Drucks die Anordnung wieder zurück nehmen. Später kam heraus, dass genau dieses Kind gar nicht von seiner Mutter getrennt worden war. Nun gab es wieder Schlagzeilen um das Foto. Viele behaupteten, es seien Fake News. So sieht man, dass ein Pressefoto sehr umstritten sein kann. Am Ende ist es aber ein Symbolfoto für die amerikanische Grenzpolitik und hat den Preis „Weltpressefoto 2019“ verdient.

Wissenswertes zur Ausstellung World Press Photo

  • Die World Press Photo Foundation wurde 1955 in den Niederlanden gegründet und ist unabhängig und gemeinnützig.
  • Zu sehen sind in der Wanderausstellung 150 Fotos aus den verschiedenen Kategorien wie „Portraits“ oder „Nature“ oder „Mensch“ sowie „Sport News“ und „General News“.
  • Nur professionelle Fotografen dürfen Fotos am Ende des jeweiligen Jahres einreichen. Sie sollen nicht bearbeitet und können nur in einer Kategorie gestellt sein.
  • In diesem Jahr wurden 78.801 Fotos eingereicht. 42 Fotografen aus 25 Ländern wurden ausgewählt für die Ausstellung. Auch zwei Deutsche sind darunter Es gibt acht Kategorien.
  • Die Ausstellung wird weltweit von über einer Million Besuchern gesehen. Es gibt Einzelpreise für das beste Foto und Preise für die beste Fotoserie. Weltweit ist dieser Wettbewerb einzigartig und der Preis ist sozusagen der Oscar der Pressefotografie.

DEW21 gibt etwas zurück

Wolfgang Bödeker über seinen Job

Von Loubna, Emma, Marie – 9 a Johann-Gutenberg-Realschule

Mit Kultur gibt die DEW21 etwas direkt an die Leute zurück Wolfgang Bödeker ist bei DEW21 verantwortlich für Sponsoring und Kulturmanagement.

Der Energiekonzern DEW21 verdient in Dortmund gutes Geld und gibt einen Teil des Geldes für Sponsoring aus. Das sind rund eine Million im Jahr für die Bereiche Sport, Kultur und Soziales, das Opernhaus, Theater, Fußballmuseum, aber auch die Ausstellung World Press Photo.

Wolfgang Bödeker im Interview mit Loubna, Emma und Marie.

Wolfgang Bödeker macht die Verträge und betreut die Sponsoringmaßnahmen. Er muss bei solchen Veranstaltungen auch von Anfang bis zum Ende vor Ort sein und ist für die gesamte Abwicklung verantwortlich. „Der beste Job, den man in diesem Unternehmen haben kann“, findet Wolfgang Bödeker. „Ich habe mit Kultur zu tun und darf das Geld des Unternehmens für Kultur ausgeben. Das macht Spaß. Man lernt jeden Tag neue Künstler und andere interessante Leute kennen. Es ist sehr spannend. Ein sehr schöner Job.“

Ein neuer Schwerpunkt im Sponsoring der DEW21 ist die Arbeit für Familien. Sein persönliches Highlight ist der Bandwettbewerb .

„Viele wissen nicht, was passiert.“

Flüchtling aus Syrien (15) spricht über die Ausstellung “World Press Photo”.

Von Lilly, Elif (Jgst. 10)

Es geht um einen Jungen aus unserer Stufe. Er ist 15 Jahre, aus Syrien geflohen und seit dreieinhalb Jahren in Deutschland. Er ist Palästinenser. Den Namen wollen wir nicht nennen. Wir haben ihn gefragt, ob er mit uns über die Ausstellung “World Press Photo” sprechen möchte und er hat zugesagt. Mehr über die Ausstellung lest ihr hier.

Wenn du die Bilder in der Ausstellung siehst, hast du dich an Situationen von damals erinnert?

Ja. Das Bild von dem Bombenattentat in Afghanistan. So etwas habe ich in Syrien erlebt. Mehrmals. Das war schlimm.

Sind die Bilder hier in der Ausstellung realitätsnah?

Ja, leider.

Wir haben uns gefragt, wie es für Betroffene ist, wenn sie fotografiert werden – mitten im Krieg. Was hättest du gedacht, wenn man ein Foto von dir macht, wenn du gerade um dein Leben kämpfst?

Ich würde gar nicht gucken, ob mich einer fotografiert. In so einem Moment denke ich an etwas ganz anderes – ob ich weiter leben kann oder jetzt sterbe.

Welches Bild fehlt deiner Meinung nach hier in der Ausstellung. Welches Bild sollte hier auch hängen?

Im Mai im letzten Jahr wurde ein Angriff auf den Gazastreifen ausgeführt. Es gab einen Gasangriff. Ein Kind, dass nicht mehr gut atmen konnte, hat sich aus einer halben Zwiebel einen Mundschutz gebastelt. Dieses Bild fehlt mir hier heute. Das hätte ich mir gewünscht, dass so etwas auch gezeigt wird.

Findest du es ok – es geht hier teilweise um Fotos aus dem Krieg und jetzt bekommt ein Fotograf einen Preis dafür, dass er ein gutes Foto gemacht hat?

Sie sind in Gefahr dafür. Sie wollen den anderen etwas zeigen. Viele z.B. in Deutschland wissen nicht, was in anderen Ländern passiert. Deshalb sollte es so sein.

Ausdrücklich möchten wir unserem Mitschüler danken, dass er mit uns darüber gesprochen hat, wie er die Ausstellung sieht und was sie für ihn bedeutet.