Schüler machen Kunst zwischen den Welten

Schüler der Klasse 8c der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Und werden selbst zu Künstlern.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Künstler und ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten sind bei der Ausstellung zum DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U zu sehen. Der Preis bietet jährlich Künstlern aus dem Ruhrgebiet ein Ausstellungsforum und fördert ihre Arbeiten. Die Preisträgerin des DEW21 Kunstpreises 2018 ist Lena von Goedeke.

Kunst ist vielfältig: Die Schüler der Klasse 8C der Johann-Gutenberg-Realschule entdeckten beim Rundgang mit Künstlerin Adriane Wachholz die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

Auf Einladung von Schulticker-Partner DEW21 nahmen Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule unter Anleitung von Künstlerin Adriane Wachholz am Ausstellungsrundgang und an Workshops im Dortmunder U teil. Die Einzelausstellung der Kunstpreisträgerin Lena von Goedeke stand im Mittelpunkt der Ausstellungsbesichtigung und dreier Workshops mit Adriane Wachholz. Sie ist DEW21-Kunstpreisträgerin des Jahres 2009.

Wie klingt die Arktis?

Im Dortmunder U haben wir uns Bilder und andere Kunstwerke angeschaut. Besonders viel Zeit haben wir in der Einzelausstellung von Lena von Goedeke verbracht. Wir haben erfahren, dass sie in der Arktis war. Wir haben uns aber auch über das Thema Wüste unterhalten. Es gab ein Kunstwerk von Anne Kristin Kristiansen, das aussah wie eine Eiswüste und wir haben uns in einen Kreis gestellt und die Augen zugemacht. Dann haben wir uns überlegt, wie es in der Arktis wohl klingt und ob man Geräusche von Weitem hören kann. Wir haben uns darüber unterhalten, was wohl in dem Eis versteckt ist und was wir entdecken, wenn es vielleicht einmal schmilzt. Wir haben uns überlegt, dass man nicht viel erkennen kann, dass es anders ist als in der Stadt, wo überall Häuser stehen und Menschen leben. Manche aus unserer Klasse waren sogar schon einmal in einer Wüste und haben darüber erzählt.

Aquarium aus Papier

Dann durften wir in Gruppen Fotos von der ganzen Ausstellung machen. Danach sind wir in die Workshops gegangen. Manche haben Fotos von ihrem Kopf  ausgedruckt und sich Phantasiekleidung ausgedacht mit Funktionen für eine Phantasiewelt. Man durfte sich aus ganz vielen Materialien etwas dazu aussuchen.

Eine andere Workshopgruppe hat sich eine eigene Welt in einem Aquarium erbaut. Hier haben die Schülerinnen und Schüler mit Skalpellen und Papier gearbeitet. Die dritte Gruppe hat aus gerolltem Papier Häuser konstruiert. Am Ende haben alle ihre Kunstwerke vorgestellt. Wer weiß, vielleicht werden wir so einmal leben?

Gruppenbild vor dem Dortmunder U. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule

DEW21 Kunstpreis

  • DEW21 Kunstpreis im Dortmunder U, bis 24.11.2019, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
  • Eintritt frei
  • Kostenloser Workshop für Kinder und Jugendliche von 8-15 Jahren, Freitag, 25.10., 11-15.30 Uhr
  • Familiensonntag, 3.11., 13-17.30 Uhr
  • Finale von und für Kinder und Jugendliche, Sonntag, 24.11., 16-19.00 Uhr
  • Kontakt und Informationen: Tel. 50-24723, info@dortmunder-u.de

Hier geht es zu Statements der Schülerinnen und Schüler sowie der Künstlerin Adriane Wachholz.

Tipp: Einfach mal wirken lassen

Schüler und Künstler fragen sich: Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun?

Was haben Kunst und Vorurteile miteinander zu tun? Kann Kunst helfen, Vorurteile zu durchbrechen? Statements der Künstlerin Adriane Wachholz und Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule. Die Jugendlichen haben die DEW21 Kunstpreis-Ausstellung im Dortmunder U besucht.

Von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c, Johann-Gutenberg-Realschule

Typische Vorurteile gibt es im Alltag leider viele und Kunst sollte man auch nicht nach fünf Minuten schon beurteilen. Man sollte sich Zeit nehmen. Manche beurteilen auch Kunst, obwohl sie es selbst noch nicht versucht haben zum Beispiel zu zeichnen und gar nichts darüber wissen.

Adriane Wachholz im Gespräch mit einer Schülerin. Foto: Johann-Gutenberg-Realschule.

Manche glauben, dass Künstler sowieso verrückt sind oder finden, dass Kunst überbewertet wird. Manchmal sieht Kunst nicht wie Kunst aus und dann sind viele Leute verunsichert und sie haben vielleicht Vorurteile. Oder jemand bewerte ein Bild, ohne mehr darüber zu wissen und bedenkt nicht, was es für den Künstler bedeutet hat und wie viel Mühe und Freude es dem Künstler gemacht hat und was es ausdrücken sollte.

Von Adriane Wachholz

Der Betrachter kann Kunst einfach auf sich wirken lassen und sich die Zeit nehmen und sich fragen: Was sind meine Gedanken? Wie fühle ich mich? Das ist nämlich ganz häufig, dass wenn der Besucher gute Laune und Spaß hat, die Kunstwerke auch richtig super sind und viel mehr tolle Ideen und Gedanken zum Kunstwerk sprudeln.

Es hat also sehr viel mit einem selber zu tun. Kunst kann Vorurteile durchbrechen. Kunst denkt quer, anders als die Gesellschaft es normalerweise tut. Anders zu denken hilft, auf ein eigenes Denken zu kommen und damit mehr zu wissen, wer man eigentlich ist. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen, Wünschen und Gedanken beschäftige und mich dabei gut fühle, dann weiß ich, wer ich bin. Und wenn ich andere Menschen kennenlerne und ich genau zuhöre und sie wertschätze, so wie sie sind, öffnet sich eine Tür mit vielen spannenden, lustigen und spaßigen Möglichkeiten.

Hier geht es zum Artikel über den Ausstellungsbesuch.

Azubis als Botschafter

Wie informiert man Jugendliche praxisnah darüber, welche großen Chancen eine duale Berufsausbildung bieten kann und was für interessante Berufe es gibt?

Von Sean F.

Am besten werden Schüler über das Thema Ausbildung informiert, indem man die Azubis selbst in die Schulklassen schickt und dort aus ihrem spannenden und abwechslungsreichen Alltag berichten lässt. Die Initiative Berufliche Bildungslotsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, ein von der Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit gefördertes Projekt, macht es möglich.

Wir Schüler der Klasse 9.1 der Heinrich-Böll-Gesamtschule erhielten im Rahmen des Schulticker-Projektes Besuch von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Zu uns in den Unterricht kamen vier Azubi-Botschafter. Das sind junge Auszubildende aus verschieden Unternehmen, die uns ihre Berufsausbildung vorstellten. Anna Keller, 21 Jahre alt, die im ersten Lehrjahr als Fachfrau für Systemgastronomie im Betrieb „Deutsches Fußballmuseum“ ausgebildet wird, gab uns einen Einblick in ihre Berufsausbildung. Sie berichtete über den Alltag und ihre Aufgaben in diesem Beruf.

Unterricht praxisnah: Schüler und Lehrer der Klasse 9.1. der Heinrich-Böll-Gesamtschule hatten im Unterricht Besuch von Azubi-Botschaftern und Vertretern der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK). Foto: Kallenbach

Gute Aufstiegschancen

Als Vorteile stellte sie heraus, dass man sein eigenes Geld verdient und nach der Vollendung der Ausbildung beruflich abgesichert ist. Man lernt selbstständiger zu werden und knüpft neue Kontakte. Beispiele für Betriebe im Bereich Systemgastronomie sind unter anderem McDonalds, Ikea oder auch die DB. Im Beruf Fachfrau für Systemgastronomie werde man mit vielen Tätigkeiten konfrontiert, wie Gäste bedienen, Arbeitsabläufe planen, Waren einkaufen und bestellen, Qualitätskontrollen erfüllen und vieles mehr. Natürlich müssen die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsregeln erlernt und eingehalten werden, betonte Anna Keller.

Nach der Ausbildung habe man gute Aufstiegschancen, um dann zum Beispiel eine Auslandskarriere zu starten. Es werde Eigenverantwortung benötigt, da der Beruf sehr abwechslungsreich sei, erklärte die 21-jährige Auszubildende. Ein weiterer kleiner Vorteil sei das Trinkgeld, das man aber nicht überall in der Systemgastronomie bekomme.

Für diesen Beruf, so Anna Keller, sei besonders Sorgfalt, Genauigkeit, Durchhaltevermögen, Selbstorganisation, Teamgeist, Flexibilität und Kontaktbereitschaft gefragt. Man sollte eine abgeschlossene Schulausbildung haben und müsse ein Gesundheitszeugnis vorlegen. Nicht zu vergessen seien gute Noten in Deutsch, Mathe und Englisch von Vorteil, da Kopfrechnen nicht selten in diesem Beruf vorkomme und auch nicht jeder Gast die deutsche Sprache beherrsche.

750 Euro im ersten Lehrjahr

Zum Thema Gehalt haben wir erfahren: Im ersten Lehrjahr verdient ein Auszubildender in der Systemgastronomie cirka 750 Euro, im zweiten cirka 850 Euro und im dritten cirka 950 Euro. Nach der Ausbildung betrage das Einstiegsgehalt zwischen 1200 bis 1800 Euro, so Anna Keller.

Für ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle werde man mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen, da in der Systemgastronomie stets Mitarbeiter gesucht werden.

Lotsen durch die berufliche Bildung

Vier Auszubildende berichten Schülern über die Vorteile einer Ausbildung

Ronja G., Eileen W., Sophie S.

Vier Auszubildende aus drei Berufen kamen an unsere Schule, um uns, den Schülern der Klasse 9.1, ihre Ausbildungsberufe näher zu bringen. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Berufliche Bildungslotsen“ der IHK, das von der NRW-Regionaldirektion der Agentur für Arbeit gefördert wird.

Die vier Azubis besuchten die Schulklasse und beantworteten Fragen.

Die Auszubildenden sind Azubi-Botschafter und wurden begleitet von Tobias Rau, der das Projekt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) leitet. Außerdem nahmen noch Gero Brandenburg, (IHK-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Annika Schneider (IHK-Praktikantin) und RN-Redakteurin Annette Kallenbach teil. Denn über das Zeitungsprojekt Schulticker, an dem wir teilnehmen, wurde dieser Termin möglich.

Die Auszubildenden, die uns besuchten, waren: Anna Keller, Fachfrau für Systemgastronomie, beschäftigt im Deutschen Fußballmuseum; Ralph-Georg Altenhoff, Elektroniker für Geräte und Systeme an der TU Dortmund und Timo Schmidt und Lennart Schürmann, Eisenbahner im Betriebsdienst, beschäftigt bei der Dortmunder Eisenbahn GmbH.

Die Auszubildenden haben uns jeweils mit einer PowerPoint-Präsentation erklärt, was sie in ihrer Ausbildungszeit tun. Sie haben uns beschrieben, welche Kompetenzen man für die Berufe benötigt. Zudem haben sie uns die möglichen Verdienste, Arbeitszeiten und Tätigkeiten aufgezeigt sowie die Vorteile einer Ausbildung dargelegt.

Es hat uns gut gefallen, da die Berufe ausführlich und sehr ansprechend vorgestellt wurden.

Lokführer werden gesucht

Azubi Timo Schmidt über seine Lehre

Von Felix

Ich sprach mit Timo Schmidt. Er ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport.

In welchem Unternehmen arbeitest Du?

Meine Ausbildung mache ich bei der Dortmunder Eisenbahn, die ein Teil der Captrain Gruppe ist. Wir haben neben eigenen Loks unsere eigene Infrastruktur, sowie eine Fachwerkstatt, die Loks und Wagen für unsere als auch für Fremdfirmen repariert.

Wie bist Du zu dem Beruf Lokführer gekommen?

Ich war schon immer sehr interessiert an der Eisenbahn. Während meiner eigenen Schulzeit absolvierte ich mein Pflichtpraktikum bei der Deutschen Bahn, wo ich mich überzeugen konnte, dass der Beruf auch wirklich so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Welche Kompetenzen braucht man für diesen Beruf?

Um den Beruf des Lokführers zu erlernen, sollte man in erster Linie verantwortungsvoll und zuverlässig sein, jedoch spielt Teamfähigkeit und eine gute körperliche Voraussetzung ebenfalls eine große Rolle. Schulisch ist ein Realschulabschluss als Mindestanforderung gewünscht. Bevor man eingestellt wird, muss man sich psychologischen und gesundheitlichen Einstellungstests unterziehen.

Welche Zukunft hat man als Lokführer?

Der Beruf bietet großes Zukunftspotenzial, da immer mehr Güter von der Straße auf die Schienen verlagert werden. Außerdem herrscht in Deutschland Lokführermangel, was bedeutet, dass man als ausgelernter Lokführer fast überall eingestellt wird, wenn man seine Ausbildung mit guten Leistungen absolviert hat.

Welche Vorteile beziehungsweise Nachteile hat der Beruf des Lokführers?

Ein ganz klarer Vorteil ist das eigenverantwortliche Arbeiten nach der Ausbildung. Das Gefühl, bei der Arbeit mehrere tausend Tonnen sicher von A nach B zu fahren sowie die Arbeit im Team mit den Kollegen ist einfach toll. Ein großer Nachteil an dem Beruf ist die Arbeitszeit (Früh-, Spät- und Nachtschicht) sowie die Tatsache, dass ich oft bei Wind und Wetter an der frischen Luft arbeite.

Taten wirken

Schüler der Max-Born-Realschule versorgen Obdachlose in der Innenstadt mit warmen Getränken und Lebensmitteln. Eine Aktion der youngcaritas.

Von Chabane Mamadou, Ensar Elyildirim, Faris Essakkali, Phillip Schüler, Pia Link, Fabian Dick und Nicolas Thiess

Die Schüler der Klasse 8 c der Max-Born- Realschule besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes die youngcaritas in Dortmund. Im Gespräch mit Kristina Sobiech, Ehrenamtskoordinatorin für youngcaritas und Flüchtlingshilfe, erfuhren die Jugendlichen Interessantes über die Arbeit der Organisation, bevor sie selbst tatkräftig helfen durften.

Ein warmes Getränk und ein Lächeln – damit kann man schon viel geben.

Die youngcaritas ist eine Organisation, in der sich junge Menschen engagieren können. Dabei ist es egal, woher sie kommen oder welcher Religion sie angehören – wichtig ist nur, dass sie bereit sind, in ihrer Freizeit Mitmenschen zu helfen.

Seit Mai 2017 gibt es die youngcaritas in Dortmund. Dort sind etwa 70 bis 80 Ehrenamtliche im Alter von 13 bis 30 Jahren dabei, die verschiedene Projekte betreuen. So gibt es zum Beispiel eine Smartphone-Sprechstunde für Senioren und ein Projekt für unbegleitete Minderjährige, bei dem gemeinsam gelesen und dabei auch Deutsch gelernt wird.

Die Schüler der 8 c durften bei ihrem Besuch ein ganz besonderes Projekt begleiten. Es heißt „Warm durch die Nacht“ und bietet Hilfe für Obdachlose und andere Menschen, die in Armut leben. Besonders im Winter ist dies wichtig. Normalerweise gehen hierfür bis zu 15 Helfer von 18 bis 21 Uhr durch die City. Bevor es aber für die Klasse 8 c ausnahmsweise vormittags auf die Straße ging, wurden die Schüler auf das Thema eingestimmt: So gab es einen Film und ein Gespräch darüber, was Armut überhaupt ist und eine spielerische Übung, bei der jeder seine Einstellung zu und seinen Umgang mit Armut hinterfragen musste.

Aufmerksamkeit schenken

Dann ging es in drei Gruppen los, die von Kristina Sobiech sowie Tamara (Praktikantin) und Svenja (Ehrenamtlerin) begleitet wurden. Gezielt wurden Menschen angesprochen, die auf der Straße Passanten um Geld baten. Die Schüler boten ihnen Tee, Kaffee, Süßes oder Hygieneartikeln an. Fast alle freuten sich darüber und nahmen die Hilfe an. Es geht bei der Aktion aber nicht nur um das Verteilen von Lebensmitteln, sondern auch darum, Aufmerksamkeit zu schenken.

Gruppenfoto vor der Aktion in der City: Das youngcaritas-Team und die Schüler der Max-Born-Realschule .Foto: Kallenbach

Nach ihrem Hilfseinsatz äußerten die Jugendlichen in einem Abschlussgespräch, dass es ihnen teilweise nicht leicht fiel, die Obdachlosen anzusprechen. Der Umgang mit den Bedürftigen war lehrreich und zeigte ihnen, wie Obdachlose leben. Ein Schüler meinte abschließend, es habe ihm Spaß gemacht zu helfen, gleichzeitig sei er aber auch traurig darüber, wie Obdachlose leben.

Was macht die Youngcaritas?

  • Youngcaritas in Dortmund ist ein Netzwerk für junge Leute, die die Welt ein kleines Stückchen besser machen wollen. Youngcaritas richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und fördert kreatives, soziales sowie sozialpolitisches ehrenamtliches Engagement. Dabei geht es darum, auf eigene Weise Solidarität zu stiften und gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen.
  • Die Themen und Aktionen orientieren sich an den Interessen junger Leute. Neben Aktionen und der Unterstützung bei eigenständigen Ideen junger Menschen ist ein weiterer Auftrag die Bildungsarbeit. Hierbei geht es vor allem um die Aufklärung in Bezug auf soziale und caritative Problemstellungen. Themen wie Armut, Nachhaltigkeit und Upcycling, Flucht und Migration, Solidarität oder Antirassismus stehen auf unserer Agenda. Auch politische Themen bekommen bei der youngcaritas Raum.
  • Der Einsatz für eine gute Sache kann ganz unterschiedlich aussehen und muss nicht immer kompliziert sein. Fast alle Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie niederschwellig und unkompliziert sind. Youngcaritas geht in Sachen Engagement ungewöhnliche Wege und probiert Neues aus.
  • Genauso wichtig wie die inhaltlichen Ziele der youngcaritas ist ihre Zielgruppe. Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Strikte Altersgrenzen werden hierbei nicht gezogen. Jeder, der sich der Themen annehmen, praktisch werden oder eigene Ideen einbringen will, ist willkommen. Dies gilt auch in Bezug auf die Herkunft, Religion und soziale Schicht.

Sehen und verstehen

Schulticker-Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule besuchen die World Press Photo-Ausstellung im Depot. Und haben viel gelernt.

Von Marie, Loubna (9 a)

Wir haben die World Press Photo-Ausstellung mit einer Gruppe aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe besucht. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren ist richtig. Zusätzlich haben wir eine Führung mitgemacht. Das ist zu empfehlen, um Hintergründe zur Politik und Informationen zu den Fotografen zu bekommen. Interessant ist auch das zusätzliche Arbeitsheft für Schüler und ein Rahmenprogramm wie Filme und Vorträge.

Zu Besuch in der World Press Photo-Ausstellung.

Die World Press Photo-Ausstellung hilft, die Pressefotografie besser zu verstehen und die Geschichten dahinter zu sehen. Die Fotos bringen die Betrachter persönlich zum Nachdenken. Wir finden gut, dass bei der Ausstellung die besten Fotografen geehrt werden. Man sieht verschiedene Facetten aus der ganzen Welt. Außerdem bekommt man einen Eindruck, wie ein Pressefoto die Nachrichten repräsentiert, wie die Aussagen eines Bildes durch seine Gestaltung beeinflusst werden und was Pressefreiheit für die Fotografie bedeutet.

80 getötete Journalisten

Wir haben auch gelernt, dass Pressefotograf ein interessanter, aufregender aber auch sehr gefährlicher Beruf sein kann. Im letzten Jahr sind offiziell 80 Journalisten während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden – auch viele verletzt. Mitschülerin Emma zu der Ausstellung: „Ich finde die Ausstellung sehr wichtig. Fotografen machen eine wichtige Arbeit. Ein Fotograf erzählt etwas. Er soll für diese Arbeit auch belohnt werden. Wir sind hier und sehen uns diese Bilder an. Wir reden miteinander, wir informieren unsere Eltern, wir reden mit Freunden darüber und vielleicht bewirkt das etwas.“ Nisa ergänzt: „Wenn etwas einen Preis bekommt, dann wird es bekannter und mehr Menschen interessieren sich dafür. Es haben ja nicht nur Kriegsbilder gewonnen. Wenn ein Bild einen Preis bekommt, dann wollen die Menschen mehr darüber wissen und recherchieren und bekommen so mehr Informationen zu dem Thema.“

Verständnis

Solch eine Ausstellung finden wir sehr wichtig. Wir hören immer nur von etwas. Wir haben aber nie Bilder vor Augen. Wir können das nicht wirklich nachempfinden und verbinden damit nichts. Sobald man jetzt hier in diese Ausstellung geht und diese Bilder sieht, kann man eher verstehen, wie es den Menschen geht, wie die Lage in den Ländern ist. Vielleicht machen sich dann auch mehr Menschen Gedanken darüber und beschließen, sich für etwas zu engagieren. Das wünschen wir uns.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ hat die Schüler besonders beeindruckt.

Das Foto „Crying Girl on the Border“ wurde das Weltpressefoto des Jahres 2019. Es ist ein Symbolfoto zur Politik Trumps geworden, weil er dafür gesorgt hat, dass 2400 geflüchtete Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt wurden.

Das ist das Weltpressefoto 2019.

Der Fotograf hat eher zufällig dieses Foto gemacht. Die Mutter auf dem Foto hatte das Kind auf dem Arm gehabt und weil sie festgenommen wurde, musste sie das Kind absetzen. Es weinte. Dieses Foto wurde aber dann sogar als Titelseite der „Time“ gezeigt – abgeändert, da das Kind nun vor Trump stand. Trump musste aufgrund des großen Drucks die Anordnung wieder zurück nehmen. Später kam heraus, dass genau dieses Kind gar nicht von seiner Mutter getrennt worden war. Nun gab es wieder Schlagzeilen um das Foto. Viele behaupteten, es seien Fake News. So sieht man, dass ein Pressefoto sehr umstritten sein kann. Am Ende ist es aber ein Symbolfoto für die amerikanische Grenzpolitik und hat den Preis „Weltpressefoto 2019“ verdient.

Wissenswertes zur Ausstellung World Press Photo

  • Die World Press Photo Foundation wurde 1955 in den Niederlanden gegründet und ist unabhängig und gemeinnützig.
  • Zu sehen sind in der Wanderausstellung 150 Fotos aus den verschiedenen Kategorien wie „Portraits“ oder „Nature“ oder „Mensch“ sowie „Sport News“ und „General News“.
  • Nur professionelle Fotografen dürfen Fotos am Ende des jeweiligen Jahres einreichen. Sie sollen nicht bearbeitet und können nur in einer Kategorie gestellt sein.
  • In diesem Jahr wurden 78.801 Fotos eingereicht. 42 Fotografen aus 25 Ländern wurden ausgewählt für die Ausstellung. Auch zwei Deutsche sind darunter Es gibt acht Kategorien.
  • Die Ausstellung wird weltweit von über einer Million Besuchern gesehen. Es gibt Einzelpreise für das beste Foto und Preise für die beste Fotoserie. Weltweit ist dieser Wettbewerb einzigartig und der Preis ist sozusagen der Oscar der Pressefotografie.

DEW21 gibt etwas zurück

Wolfgang Bödeker über seinen Job

Von Loubna, Emma, Marie – 9 a Johann-Gutenberg-Realschule

Mit Kultur gibt die DEW21 etwas direkt an die Leute zurück Wolfgang Bödeker ist bei DEW21 verantwortlich für Sponsoring und Kulturmanagement.

Der Energiekonzern DEW21 verdient in Dortmund gutes Geld und gibt einen Teil des Geldes für Sponsoring aus. Das sind rund eine Million im Jahr für die Bereiche Sport, Kultur und Soziales, das Opernhaus, Theater, Fußballmuseum, aber auch die Ausstellung World Press Photo.

Wolfgang Bödeker im Interview mit Loubna, Emma und Marie.

Wolfgang Bödeker macht die Verträge und betreut die Sponsoringmaßnahmen. Er muss bei solchen Veranstaltungen auch von Anfang bis zum Ende vor Ort sein und ist für die gesamte Abwicklung verantwortlich. „Der beste Job, den man in diesem Unternehmen haben kann“, findet Wolfgang Bödeker. „Ich habe mit Kultur zu tun und darf das Geld des Unternehmens für Kultur ausgeben. Das macht Spaß. Man lernt jeden Tag neue Künstler und andere interessante Leute kennen. Es ist sehr spannend. Ein sehr schöner Job.“

Ein neuer Schwerpunkt im Sponsoring der DEW21 ist die Arbeit für Familien. Sein persönliches Highlight ist der Bandwettbewerb .

„Viele wissen nicht, was passiert.“

Flüchtling aus Syrien (15) spricht über die Ausstellung “World Press Photo”.

Von Lilly, Elif (Jgst. 10)

Es geht um einen Jungen aus unserer Stufe. Er ist 15 Jahre, aus Syrien geflohen und seit dreieinhalb Jahren in Deutschland. Er ist Palästinenser. Den Namen wollen wir nicht nennen. Wir haben ihn gefragt, ob er mit uns über die Ausstellung “World Press Photo” sprechen möchte und er hat zugesagt. Mehr über die Ausstellung lest ihr hier.

Wenn du die Bilder in der Ausstellung siehst, hast du dich an Situationen von damals erinnert?

Ja. Das Bild von dem Bombenattentat in Afghanistan. So etwas habe ich in Syrien erlebt. Mehrmals. Das war schlimm.

Sind die Bilder hier in der Ausstellung realitätsnah?

Ja, leider.

Wir haben uns gefragt, wie es für Betroffene ist, wenn sie fotografiert werden – mitten im Krieg. Was hättest du gedacht, wenn man ein Foto von dir macht, wenn du gerade um dein Leben kämpfst?

Ich würde gar nicht gucken, ob mich einer fotografiert. In so einem Moment denke ich an etwas ganz anderes – ob ich weiter leben kann oder jetzt sterbe.

Welches Bild fehlt deiner Meinung nach hier in der Ausstellung. Welches Bild sollte hier auch hängen?

Im Mai im letzten Jahr wurde ein Angriff auf den Gazastreifen ausgeführt. Es gab einen Gasangriff. Ein Kind, dass nicht mehr gut atmen konnte, hat sich aus einer halben Zwiebel einen Mundschutz gebastelt. Dieses Bild fehlt mir hier heute. Das hätte ich mir gewünscht, dass so etwas auch gezeigt wird.

Findest du es ok – es geht hier teilweise um Fotos aus dem Krieg und jetzt bekommt ein Fotograf einen Preis dafür, dass er ein gutes Foto gemacht hat?

Sie sind in Gefahr dafür. Sie wollen den anderen etwas zeigen. Viele z.B. in Deutschland wissen nicht, was in anderen Ländern passiert. Deshalb sollte es so sein.

Ausdrücklich möchten wir unserem Mitschüler danken, dass er mit uns darüber gesprochen hat, wie er die Ausstellung sieht und was sie für ihn bedeutet.

Highlight: Kupfer selber gießen

Zu Besuch in der Ausbildungswerkstatt von Aurubis

Von Christopher Krüger, Luca Pascal Lampowski, Marvin Jankowiak und Albert Grdjalija

Wir Schüler der Klasse 8c berichten über die neu errichtete Ausbildungswerkstatt und die Möglichkeit, dort Kupfer schmelzen zu dürfen.

Nachdem wir bei Aurubis über das Werksgelände geführt wurden und die Bereiche der Metallverarbeitung aus nächster Nähe gesehen haben, durften wir das Kupferschmelzen auch in kleinem Maßstab selbst ausprobieren und selber flüssiges Kupfer gießen.

Schutzkleidung ist wichtig, wenn man selbst ans Kupfer darf.

Hierzu sind wir in die neue Ausbildungswerkstatt gegangen. Das neu errichtete Gebäude trägt den Namen „ATASI“. Diese Abkürzung steht für Ausbildung, Technik und Arbeitssicherheit. Der Neubau bietet dem größten Kupferrecycler der Welt über 2000 Quadratmeter Fläche für Ausbildungs- und Arbeitssicherheitswerkstatt sowie Büroräumen. Damit investiert Aurubis in die Zukunft des Standorts Lünen.

Wir haben einen silbernen Anzug erhalten, der vor Hitze schützt. Dort gab es in verschiedenen Kabinen Öfen, die bis zu 2000 Grad Celsius heiß werden können. Es gab in jeden Ofen einen Behälter mit festen Kupferstücken.

Das Kupfer im Behälter schmilzt bei cirka 1200 Grad Celsius. Nach dem Schmelzen gossen wir das Kupfer in eine Form um. Hierbei sollten wir das Kupfer schnell und über die starke Hand gießen, um Sicherheit beim Gießen zu gewährleisten. Dann haben wir das Kupfer kurz abkühlen lassen. So konnten wir anschließend eine Kupfer-Anode aus der Form gewinnen. Mit dem gegossenen Kupfer sind wir zur Sandstrahl-Maschine gegangen und haben das gegossene Kupfer gesäubert, indem wir mit Sand und Druckluft den Schmutz entfernt haben.

Die Anode durften wir als Andenken an den sehr interessanten Tag mitnehmen.

Mehr als 20 Auszubildende gesucht

Aurubis braucht Nachwuchs und rät allen Bewerbern zur Probearbeit

Von Pascal Buth, Linus Scharna, Jonas Adler, Dirk Weiner, Kiara Reinhold, Tommy Prott, Gisele Naleschinski, und Michael Lütke Volksbeck

Schüler der 8. Klassen 8c, 8D und 8E der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes das Recyclingzentrum der Aurubis AG in Lünen. Die Firma ist Schulticker-Partner und betreibt eine reine Recyclinganlage mit einer hohen Wiederverarbeitungsquote.

Die Kathode – ein 50 bis 80 Kilogramm schweres Kupferquadrat – hat später einen Kupfergehalt von über 99,9 Prozent. Das heißt, Aurubis produziert aus Kupferkonzentrat und Recyclingmaterialien hochreines und hochwertiges Kupfer und verarbeitet es teilweise zu Vorprodukten weiter. Altkupfer und andere Recyclingmaterialien werden so wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt. Der Lüner Standort ist der weltgrößte Kupferrecycler. Aurubis spezialisiert sich aber nicht nur auf Kupfer, sondern auch auf Stoffe wie Zinn, Silber, Gold, Schwefelsäure und Selen.

Der Standort Lünen hat cirka 600 Mitarbeiter, darunter 41 Auszubildende. Diese Zahl an Auszubildenden soll sich noch steigern, erklärte uns Ausbildungsleiter Peter Lossin. Aurubis habe eine Übernahmequote von 90 Prozent. Im nächsten Jahr, so Lossin, will das Unternehmen mehr als 20 Auszubildende einstellen, um die Arbeitsplätze auch zukünftig mit qualifizierten Fachkräften besetzen zu können. In diesem Jahr werden von den 41 Auszubildenden 13 ihre Ausbildung erfolgreich beenden und weitere 19 junge Menschen ihre Ausbildung bei Aurubis beginnen.

Online bewerben

„Online-Bewerbungen sollten schon ein Jahr im Voraus eingereicht werden, da die Ausbildungsplätze immer sehr schnell vergeben sind“, riet uns der Ausbildungsleiter. Nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch erhalte man für einige Ausbildungsberufe die Möglichkeit, bei der Probearbeit einen Tag bei Aurubis zu erleben. Das Probearbeiten sollte in jedem Fall genutzt werden, um festzustellen, ob der gewählte Beruf und das Arbeitsumfeld wirklich das ist, was man sich vorstellt. „Hierbei können Bewerber und Firma sehr gut feststellen, ob man zusammenpasst“.

Die verschiedenen Ausbildungsgänge, vom Kaufmann/Kauffrau bis zum Mechatroniker, dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Derzeit gebe es leider nur sehr wenige Bewerber auf dem Markt, weswegen es immer schwieriger werde, gute Auszubildende zu finden, weiß Peter Lossin. Ein Großteil der Aurubis-Mitarbeiter arbeite im technischen Bereich, wie in der Instandhaltung oder als Prozessmitarbeiter. Unterstützt wird der Ausbildungsleiter von den Ausbildern Cedric Grube und Dietmar Stotten sowie Ausbildungsbeauftragten in den Betrieben.

Wir Schüler hatten von der Aurubis AG in Lünen einen offenen, sicheren, professionellen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten und umweltbewussten Eindruck. Wir fanden den Recherchetermin sehr informativ und interessant.

Aus alt wird neu

Aurubis, der weltweit größte Kupferrecycler, öffnet seine Türen für Schulticker-Schüler. Unterricht vor dem Schmelzofen statt im Klassenraum.

Was passiert beim Schmelzverfahren? Und wie wird Kupfer gegossen? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen bekamen Schüler des 8. Jahrgangs der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule beim Schulticker-Recherchetermin bei der Aurubis AG in Lünen.

Schüler des 8. Jahrgangs der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule aus Lünen bei Aurubis.

Der Tag startete in den neuen modernen Räumen mit einer freundlichen Begrüßung und Informationen über das Unternehmen und den Recyclingstandort Lünen durch Ausbildungsleiter Peter Lossin. Danach übernahmen die Auszubildenden der Aurubis AG. Sie führten die 8. Klässler durch das Werk und erklärten ihnen alles über den spannenden Prozess des Schmelzverfahrens. Dafür waren lange Hosen und festes Schuhwerk nötig. Helme, Westen und Atemschutzmasken stellte Aurubis. Anschließend verbrachten die Besucher aus Selm ihre Zeit in der neuen Ausbildungswerkstatt. Unter Anleitung der Auszubildenden machten die Sekundarschüler den komplexen Kupferschmelzprozess in der Ausbildung nach und konnten selber flüssiges Kupfer gießen. Außerdem lernten sie viel über Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Seit 2000 hat Aurubis in Lünen rund 122 Millionen Euro in den Umweltschutz investiert. Pro Tonne eingesetzten Materials konnten seit dem Jahr 2000 die Kupfer- und Staubemissionen um je 85 Prozent und der Energieverbrauch pro erzeugter Tonne Kupfer um rund 47 Prozent gesenkt werden.

Waldspaziergang im Bruder Jordan-Haus

Senioren haben noch im hohen Alter Freude an der Bewegung und der Gemeinschaft

Von Justin Drost, Joel Klepsch, Nathanael Krawcyk, Max Wesselbaum

Im Rahmen unseres Besuches im Bruder-Jordan-Haus waren wir in der vierten Etage, wo die etwas vergesslichen Bewohner untergebracht sind. Dort gab uns Birgit Neuhäuser die Möglichkeit, das Spiel ,,Waldspaziergang“ mit den Senioren zu spielen. Es gab verschiedene Kategorien, in denen es darum ging, Rätsel zu lösen, von alten Zeiten zu erzählen oder zu singen.

Die Schüler der Klasse 8B tauschen den Schulunterricht gegen den Besuch im Seniorenheim. Foto: Max-Born-Realschule

Die Senioren haben erfolgreich alle Aufgaben gelöst. Das Spiel soll helfen, das Gedächtnis auf Trab zu halten und die Motorik, also die Beweglichkeit, zu stärken. Die Bewohner haben außerdem viel von ihren Erinnerungen an früher erzählt, zum Beispiel dass sie gerne Verstecken gespielt haben. Es wurde auch viel vom früheren Alltag berichtet. Am Sonntag war Kirchtag, da mussten die jetzigen Senioren mit ihren Eltern in die Kirche gehen, danach gab es ein spezielles Sonntagsessen und nachmittags wurde dann immer draußen mit Freunden gespielt. Wie es sich für das Spiel gehört, wurde auch viel über den Wald gesprochen, da kam das Wissen der Senioren und unser Wissen zum Tragen.

Wir wurden auch speziell gefragt, was sich so verändert hat im Vergleich zu der Jugend der Senioren. Es wurde auch sehr viel über Gerichte gesprochen und wie man diese zubereitet, darin haben die Senioren gute Kenntnisse. Die Lieblingsspiele früher waren auch ein großes Thema. Fußball, Verstecken oder Himmel und Hölle waren die Klassiker. Die Bewohner hatten viel Spaß beim Spielen des Spiels und das ist auch wichtig, damit sie sich wohlfühlen.

Die Senioren haben uns herzlich fürs Kommen gedankt, weil sie selten Besuch von Jugendlichen bekommen. Uns hat es sehr gefreut, dass wir das Bruder-Jordan-Haus besuchen durften.

Von Mert Alakazli, Malik Ali, Marcel Foit, James Read

Es sind viele fitte Bewohner im 1. Stock untergebracht, die auch imstande sind, Sport und Spiel zu betreiben. Wir haben in einem Stuhlkreis mit einem großen blauen aufblasbaren Ball Fuß- und Handball gespielt und dabei verschiedene Gymnastikübungen durchgeführt. Wir staunten, wie gut die Senioren sich in diesem Alter noch bewegen können. Besonders eine ehemalige Grundschullehrerin war richtig fit, sodass Frau Horsmanns, die anleitende Motopädin, sie damit aufzog, dass sie in ihrer Abwesenheit selbst die Übungen leiten könnte.

Wir hatten alle dort das Gefühl, dass die Senioren Spaß daran haben und es ihnen nie langweilig wurde. Uns hat es persönlich auch viel Spaß gemacht und waren beeindruckt zu erleben, dass man auch im hohen Alter noch Freude an der Bewegung und der Gemeinschaft hat. Das ist doch das, was am Ende des Tages zählt.

Wir könnten uns gut vorstellen, dass unsere Großeltern auch irgendwann mal dahin gehen können, weil wir uns keine Sorge machen müssten, da die Senioren dort gut behandelt werden.

Jung trifft Alt

Die Lebenswelten von jungen und alten Menschen sind heute weiter entfernt denn je. Deshalb besuchten Schulticker-Schüler Senioren im Wohnheim.

Von Michael Dichtl, Selim Dincsoy, Connor Goulbourn, Romano Guerra

Wir, die Schüler der Klasse 8B der Max Born-Realschule, besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes das Bruder Jordan-Haus in der Melanchthon-Straße am Ostfriedhof, dessen Träger die Caritas-Altenhilfe GmbH Dortmund ist. Das Haus wurde vor 42 Jahren gegründet, vorher war das Grundstück für den symbolischen Preis von einer Mark vom benachbarten Franziskanerorden gekauft worden. In der Einrichtung werden 100 Bewohner auf vier Etagen betreut. Im Dachgeschoss ist auch ein Hospiz für sieben Gäste.

Im Stuhlkreis spielen die Schüler und die Bewohner mit einem aufblasbaren Ball Fuß- und Handball und machen dabei Gymnastikübungen. Foto: Max-Born-Realschule

Den ersten Stock bewohnen die fitten Bewohner. Sie haben zwar Pflegestufengrade, jedoch können sie vieles noch selber machen. Im zweiten Stock wohnen andere noch relativ mobile Menschen und die Seniorenbrüder der Franziskaner. Zum Teil arbeiten diese noch als Seelsorger. Außerdem wird jeden Tag durch einen aktiven Franziskanerbruder eine Messe gehalten.

Sinne stimulieren

Der dritte Stock ist vorwiegend für die bewegungseingeschränkten Bewohner vorbehalten. Hier arbeitet oft die Motopädin daran, die Sinne und die Beweglichkeit der Senioren zu stimulieren. Der vierte Stock wird von Menschen mit Demenzerkrankungen bewohnt. In der fünften Etage wohnen Menschen, die die letzte Phase ihres Lebens abschließen und umfassend pflegerisch und mental betreut werden.

Drei-Gänge-Menü

Das Seniorenheim hat 125 Mitarbeiter, darunter 60 Ehrenamtliche und eine taubstumme Mitarbeiterin. Viele Pflegerinnen arbeiten in Teilzeit. Es gibt auch einen technischen Dienst. Die Berufsgruppen sind Altenpflegehelfer, Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Betreuungsassistenten, Hauswirtschafterinnen, hauswirtschaftliche Helferinnen und Hausmeister.

Da die Einrichtung ein Seniorenheim ist, gibt es auch sechs angeschlossene Wohneinheiten. Deren Bewohner werden nicht betreut, jedoch wird Erste Hilfe geleistet, wenn dies nötig ist. Wenn die Bewohner nicht mehr selber kochen wollen, können sie in der Altenbegegnungsstätte für 4,20 Euro ein Drei-Gänge-Menü essen.

Unser Eindruck ist, dass sich die Bewohner im Bruder Jordan-Haus sehr wohl fühlen. Die Mitarbeiter sind nett und freundlich. Wir bedanken uns, dass wir dieses schöne Haus besuchen durften.

Aktiv werden gegen Plastikmüll

Jeder einzelne kann etwas dagegen tun

Von Philip, Leonard und Jonas, Gymnasium Altlünen in Lünen, Klasse 8a 

Von diesem sogenannten Plastik-Problem hat bestimmt schon jeder einmal gehört, aber viele wissen nicht genau, was das Problem ist oder wie das Plastik in die Meere und Seen gelangt. In diesem Artikel haben wir die größten Probleme zusammengefasst.

Zum einen handelt es sich um Abfälle, die illegal ins Meer entsorgt werden. Ein weiterer Teil vom Plastikmüll gelangt über Flüsse ins Meer. Zum Beispiel Abfälle, die am Ufer zurückgelassen worden sind oder durch Hochwasser hineingespült wurden. Es gibt jedoch auch dünne Kunststofftüten, die durch den Wind ins Meer geweht werden…

Viele Untersuchungen zu Funden von Müll im Meer zeigen, dass Kunststoffe den größten Teil des Mülls im Meer ausmachen…

Die Folgen davon sind katastrophal: Fische fressen dieses ganze Mikro-Plastik, sie werden gefangen und landen als Mahlzeit auf unserem Teller. Laut einer Studie von Zahnmedizinern hat jeder dritte Zwölfjährige in Deutschland Kreidezähne. Das bedeutet, dass die Zähne immer weicher und anfälliger für Karies werden, was wiederum Plastik im Essen verschuldet.

Dazu kostet der Plastikmüll jedes Jahr rund eine Million Seevögeln das Leben. Was kann ich jetzt als Einzelner dagegen tun:

  • den Müll nicht achtlos wegwerfen
  • mehr langlebige Produkte kaufen, z.B. Mehrwegflaschen
  • keine Kosmetikprodukte mit „Acrylate-“ oder „Poly-“ in der Inhaltsliste kaufen.
  • häufiger mal das Auto stehen lassen

Auszeichnung für den Schulticker

Große Freude beim Schulticker-Team! Wir haben das Comenius-Siegel 2018 erhalten. Das ist die bedeutendste deutsche und europäische Auszeichnung für Bildungsmedien. Unser Schulticker trägt das Siegel sogar zum fünften Mal in Folge. Die Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) bescheinigt dem Schulprojekt damit hohe didaktische und mediale Qualität.

Über 10.000 Schülerinnen und Schüler der Klassen drei bis elf haben in diesem Schuljahr bei unserem Projekt kostenlos mitgemacht. Wir bedanken uns für das tolle Engagement der Lehrkräfte und der Schulklassen! Ihre Ideen und Anregungen haben zu diesem Siegel beigetragen!

Hungrig nach Raum

14 Künstler und ihre aktuellen Werke sind bei der Ausstellung zum DEW21 Kunstpreis zu sehen. Realschüler arbeiten in Workshops.

Von Lukas Kühne

Dortmund. Die Kunstkurse 8mk und 9mk der Johann-Gutenberg-Realschule besuchten auf Einladung des Schulticker-Partners DEW21 die Ausstellung „DEW21 Kunstpreis“ im Dortmunder U. Der Preis bietet jährlich Künstlern aus dem Ruhrgebiet ein Ausstellungsforum und fördert ihre Arbeiten. Beim Streifzug durch die aktuelle Ausstellung stand den Schülern die Künstlerin Adriane Wachholz zur Seite.

Gruppenbild mit Kunst: Die Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule vor einem Kunstwerk von Jáchym Fleig, Kunstpreis-Preisträger 2016. RN-Foto: Kallenbach

Sie zeigte uns Skulpturen und Installationen von Jáchym Fleig Diese sehen ein bisschen aus wie Bienenstöcke. Sie sind an sehr gut ausgewählten Plätzen angebracht, zum Beispiel an Säulen oder zwischen Wänden, an Ecken und auf der Erde aufgebaut.
Ein Kunstwerk ist sogar in der Herrentoilette zu sehen. Das hat unwohle Gefühle ausgelöst. Der Raum soll ja sonst sauber und steril sein und das Kunstwerk wirkt ganz seltsam dort.

Stroh und Katzenstreu

Nachdem wir uns noch einige andere Skulpturen von Jáchym Fleig auf der 6. Etage angeschaut und Ideen dazu gesammelt und Skizzen gemacht haben, ging es los mit den Workshops.

Es gab drei Workshops zur Auswahl. Einer beschäftigt sich mit dem Thema Relief, ein zweiter mit Räumen oder Landschaft und ein dritter mit einer Welt im Glas.

Ich ging in den Relief-Workshop zum Relief. Dort war die Aufgabe, auf einer Holzplatte ein Relief mit vielen Strukturen und verschiedenen Materialien zu gestalten. Es gab eine große Auswahl an Materialien: Modelliermasse, Zahnstocher, Stroh, Katzenstreu, Heißkleber, Farben, und Schaumstoff.

Wir hatten aber auch „Werkzeuge“, um Abdrücke in die Modelliermasse zu machen: Glasmurmeln, Steine, Schrauben, Rohre, Stempel, Rollen und noch vieles mehr.

Ich habe mich also an die Arbeit gemacht. Dafür habe ich ein Stück Styropor genommen und aus Kleber, Stroh und Katzenstreu eine Mischung für den Klotz gemacht. Mit dem Ton umrundete ich ihn. Ich habe Abdrücke wie Pfoten hineingedrückt. Es sieht ein bisschen aus wie ein Wald mit Fußabdrücken.

Ich fand den Ausflug zum DEW21 Kunstpreis und die Workshops im Dortmunder U super und würde gerne noch mal mitmachen.

Eine Million Euro fließt zurück

Wolfgang Bödeker von DEW21

Von Havin Celik, Sophie Domme, Elias Feldhoff, Vivien Gnatowski, Muhammed Dursum

Dortmund. Was hat die DEW21 mit Kunst zu tun? Wir fragten Wolfgang Bödeker von DEW21.

Wolfgang Bödeker Foto: privat

Wollten Sie schon immer bei der DEW21 arbeiten?
Ich bin ausgebildeter Historiker. DEW21 wollte vor rund zwanzig Jahren etwas über die Geschichte der Energieversorgung in Dortmund schreiben. Das durfte ich dann machen. Danach blieb ich bei DEW21 in der Presse- und in der Werbeabteilung. Nun arbeite ich glücklich seit 22 Jahren bei der DEW21.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei DEW21 und welche Aufgabe haben Sie?
900 Mitarbeiter arbeiten in verschiedenen Bereichen zum Beispiel Wasser und Strom. Ich bin für Kultur und Sponsoring zuständig. Wir sind ein großes Unternehmen und ein Teil des verdienten Geldes wird wieder ausgegeben für Dortmunder Kultur, Soziales und Sport. Das sind rund eine Millionen Euro pro Jahr. Über einen Teil des Geldes bestimmt unsere Geschäftsführung, ein anderer Teil wird jedes Jahr neu von mir verteilt.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Spaß?
Ich finde es toll, dass ich Sachen wie einen Bandwettbewerb unterstützen kann.

Mitmachen bringt Spaß

Schüler werden im Workshop selber zu Künstlern. Und stellen fest, dass das gar nicht so einfach ist.

Von Batul Mousa, Alaa Kleit, Clarissa Orminski und Yaren Öztürk, Hamidou Soumare, Blessing Osadolor, Recep-Can Özer, Dänni Sadulin

Dortmund. Im Museum am Ostwall im Dortmunder U haben wir nicht nur viele Kunstwerke gesehen, sondern auch an einem Kunstworkshop teilgenommen.
Am Anfang sahen wir einen kurzen Film. In diesem Film beobachteten wir Menschen, die in Stoffe eingepackt waren und Kunstwerke darstellten. Dann wurden Ismail und Mert ausgesucht, in einem roten und in einem blauen Sack diese Szenen nachzustellen. Sie sollten versuchen, Figuren darzustellen, die wie Sieger und Verlierer oder Angreifer und Verteidiger aussahen. Wir mussten diese Figuren auf einem roten oder blauen Papier zeichnen.

Erst formen, dann sprühen. Foto: Overhageböck

Nun gingen wir in einen Kunstraum, wir bekamen ein Stück Ton und wir nahmen die Skizzen, auf denen wir die Figuren als Vorlage gezeichnet hatten und formten sie aus dem Ton nach. Danach sprühten wir die Figuren mit Farbe an und konnten zwischen den Farben Pink, Blau oder Schwarz wählen. Anschließend legten wir unsere Figuren zum Trocknen auf ein Brett.

Ausstellung

Als wir alle im Sitzkreis saßen und die Steine sahen, haben wir nicht damit gerechnet, dass Steine was mit Kunst zu tun haben. Dann haben wir uns „Die Gottesanbeterin“ von Germaine Richier angeschaut und wir fanden sie irgendwie hässlich. Ein Schüler unserer Klasse sagte, sie sehe aus wie ein Alien. Aber wir haben verstanden, was die Figur darstellen soll.

Als zwei Mitschüler von uns Sieger und Verlierer in einem Stofftuch darstellten, haben alle laut lachen müssen. Die Tonfiguren, die wir gebastelt haben, waren cool, aber es war auch schwer, sie zu formen. Man stellt es sich immer so leicht vor.

Am Donnerstag, 14 Dezember, 17 Uhr, wurde eine Ausstellung im Museum am Ostwall eröffnet. Dort wurden all unsere Figuren ausgestellt und wir waren sogar eingeladen.

Schüler in Bewegung

Schüler der Klasse 6 b der Albert-Schweitzer-Realschule werden im Kunstprojekt zu Künstlern. Ihre Werke werden auch ausgestellt.

Von Lisa Marie Feierabend, Leonie Franzen, Sylvester Mensah und Cyril Ismail und Rumeysa Akdemir

Dortmund. Wir, die Schüler der Klasse 6 b der Albert-Schweitzer-Realschule, waren im Museum am Ostwall im Dortmunder U und haben am Schulklassenprojekt „Körper in Bewegung – Skulptur/Plastik“ teilgenommen. Eingeladen haben uns Schulticker und DEW21. Im Projekt drehte sich alles um menschliche Figuren: Wir Schüler konnten sie anschauen, selbst zu einer Figur werden und eine Figur gestalten.

Museumspädagogin Jutta Schmidt mit zwei Schülern in Aktion. Foto: Overhageböck

Erzählrunde

Als erstes haben wir Jutta Schmidt kennengelernt und uns in einem Sitzkreis in einer Museumshalle mitten in der Ausstellung zwischen Skulpturen versammelt. Frau Schmidt arbeitet als Museumspädagogin und führte uns durch die Ausstellung. Zunächst legte sie auf eine Museumsdecke in der Mitte des Sitzkreises viele unterschiedliche Gegenstände, von denen sich jeder Schüler einen spannenden aussuchen durfte. Diesen Gegenstand sollten wir mit geschlossenen Augen fühlen und darüber nachdenken, an was er uns erinnert. In der Erzählrunde ist zum Beispiel ein Stein vorgestellt worden, der uns an eine Sprechblase erinnert hat.

Daraufhin haben wir uns „Die Gottesanbeterin“ von Germaine Richier angeschaut und wir sollten nun unseren Gegenstand nah an die Gottesanbeterin heranlegen, wenn er ihr irgendwo ähnlich war und weiter entfernt, wenn es keine Ähnlichkeit gab. So hatten manche Steine eine Form wie der Kopf der Gottesanbeterin und wurden nah an sie herangelegt.

Als nächstes schauten wir uns „Den Abschied“ von Henry Laurent an und zeichneten dazu Skizzen. Wir bekamen dann eine gefüllte Stoffrolle und sollten eine eigene Knubbelfigur daraus formen und davon eine Skizze zeichnen.

Am Ende der Führung schauten wir uns die Skulptur „Singender Mann“ an. Wir haben viel über ihn erfahren.

Am Youpoint können Jugendliche chillen

Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule darf den neuen Jugendtreff am Phoenix-See mitgestalten

Von Alexander Schlickmann und Marcel Stopel

Dortmund. Unter der Brücke der B236 am Phoenix-See entsteht ein neuer Jugendtreff, der Youpoint. Die Schüler der Klasse 10 a der Johann-Gutenberg-Realschule (JGR) waren von der Stadt Dortmund eingeladen, ihre Ideen zum künftigen Standort des neuen Freiluft-Jugendtreffs beizutragen. Wir sprachen darüber mit Martin Ruhrmann vom Jugendamt, Büro für Kinder- und Jugendinteressen.

Fatima und ihre Mitschüler aus der Klasse 10 a sammeln Ideen für den Youpoint. Foto: JGR

Woher kommt das Geld, das in den Youpoint investiert wird?

Wir haben einen Förderantrag gestellt beim Land. Von dort kommt auch das Geld. Ein Teil des Geldes muss auch die Stadt Dortmund aufbringen. Das sind 20 Prozent der gesamten Fördersumme. Die gesamte Fördersumme beläuft sich auf 400.000 Euro.

Gibt es oder gab es freiwilliges Engagement?

Ja, viele Jugendliche haben in den Schulen im Vorfeld bei einer Umfrage zur der Gestaltung des neuen Treffpunktes am Phoenixsee mitgemacht. Eure Klasse ist ja auch hier, um sich zu beteiligen. Das ist ja auch freiwilliges Engagement. Heute Nachmittag kommen Politiker und auch Anwohnerinnen und Anwohner. Auch diese Bürgerinnen und Bürger engagieren sich, da sie sich an der Planung beteiligen.

An welche Altersgruppe richtet sich das Angebot am Youpoint?

Das wird ein Jugendplatz, also richtet sich dieser Treffpunkt Youpoint an Jugendliche. Für Kinder gibt es am Phoenixsee schon drei Spielplätze.

Was kann man als Jugendlicher hier machen?

Die Planung sollt ihr als Jugendliche selber begleiten. Somit könnt ihr die Inhalte natürlich auch mitbestimmen. Es werden wahrscheinlich die Themen „sportliche Aktivitäten“, „Abhängen“ und „Chillen“ im Vordergrund stehen. Diese standen bei der Befragung auch ganz weit vorne. Ebenso sollen Wlan und Strom angeboten werden. Zum Laden der Handys und so weiter. Im Grunde genommen seid ihr selber verantwortlich, was dann nachher auf die Fläche kommt. Wir versuchen, das bestmöglich umzusetzen.

Soll das Eintritt kosten?

Nein. Der Treffpunkt ist offen und natürlich ohne Eintritt, für jeden kostenfrei. Essen und Trinken muss man selber mitbringen und ansonsten ist alles umsonst.

Sind noch weitere Standorte geplant?
Nein. Das ist hier die Fläche, die uns zur Verfügung steht.

Wie wird der Platz auf die Jugendlichen wirken? Was für eine Reaktion erhoffen Sie sich?

Eine positive natürlich. Dafür seid ihr ja auch hier, um das so zu gestalten, damit das gut wird und dann werdet ihr auch in eurer Freizeit kommen.

Papier ist so schwer wie zehn Elefantenbabys

Schulticker-Klasse der OGS-Jungferntal besucht die Druckerei Lensing.

Dortmund. Die Schulticker-Klasse der OGS-Jungferntal war zu Besuch in der Druckerei Lensing, um den Druck einer Zeitung hautnah mitzuerleben.

Ruhr Nachrichten-Mitarbeiterin Annette Schmidt nahm die Kinder in Empfang, führte sie in einen Konferenzraum, beantwortete Fragen und berichtete über den Tagesablauf der Zeitungsmitarbeiter.

Nach dem Besuch der Druckerei wissen die Schüler der OGS-Jungferntal, hier mit OGS-Mitarbeiterin Susanne Comuth, wie Zeitungen gedruckt werden. Foto: Jungferntal

Ausgerüstet mit Kopfhörern zur Verständigung, führte sie die Kinder durch die Druckerei. Sie zeigte den Kindern unterschiedliche Maschinen. Einige davon waren sehr laut. Die Zeitungsachterbahn faszinierte die Drittklässler am meisten. Das ist eine Maschine, mit der Zeitungen durch die gesamte Druckerei transportiert werden. In einem Teil der Druckerei waren Papierrollen, die zum Zeitungsdruck dienen. Eine Rolle wiegt etwa 1250 bis 1500 Kilogramm. Das ist ungefähr so viel wie ein kleines Auto oder zehn Elefantenbabys.

Farben für den Druck

In einem anderen Teil der Druckerei wurde den Kindern gezeigt, wie Druckplatten für den Zeitungsdruck hergestellt werden und welche Farben für die Zeitung verwendet werden. Das typische Ruhr Nachrichten Cyanblau , Magenta-Rot, Gelb und Schwarz. Auf dem Weg durch die Druckerei schauten die Kinder den Sortierern über die Schulter. Diese ordneten Prospekte in die Zeitungen.

Die Drittklässler der OGS-Jungferntal aus Rahm bedanken sich herzlich bei allen Mitarbeitern für einen informativen Vormittag mit bleibenden Eindrücken in der Druckerei Lensing.

Artisten trainieren drei Mal pro Woche

Um Fritzantino-Mitglied werden zu können, müssen Kinder nicht sportlich sein. Wichtig ist vor allem der Spaß am Zirkus.

Von Carlotta Gnägy, Heidi Smikalla, Lina Orwat, Mia Sommer, Elif Erdemli, Rênas Kaygun, Joris Greifsmühlen, Niklas Havers, Lennert Claßen, Anna Milke, Pauline Wallmeyer, Yasmine Triki und Klea Myftari, Lena Westphal, Hazel Rausch

Dortmund. Wir haben nach der Zirkusvorstellung zwei Zirkuskinder interviewt. Sie sind 11 und 17 Jahre alt. Die 17-jährige Jenny erzählte uns, dass sie zum Zirkus gekommen ist, weil sie sich auf einem Sommerfest eine Vorstellung besucht hat, die sie super fand.

Die Schülerin Jenny ist 17 Jahre. RN-Foto: Kallenbach

Die 11-jährige Lucy berichtete, dass sie in der Zirkus-Vorstellung einer Freundin war und ihr die Vorstellung so gut gefallen hat, dass sie sich auch beim Zirkus Fritzantino anmeldete. Wir fragten die beiden, ob man gut im Sport sein muss, um im Zirkus mitzumachen. Sie antworteten uns, dass man für manche Kunststücke gut im Sport sein muss, es aber auch noch andere Nummern gibt, für die man nicht besonders sportlich sein muss. Die Mädchen trainieren zwischen ein- und dreimal in der Woche. Vor Auftritten auch öfter. Ob sie den Beruf Artistin einmal ausüben wollen, wussten die beiden noch nicht.

Lucy (11) geht in Dortmund zur Schule. RN-Foto: Kallenbach

Außerdem haben wir Marvin (25) interviewt. Marvin war schon als Kind vom Zirkus begeistert und er hatte immer den Traum, Berufsartist zu werden. Marvin ist in Dortmund geboren und aufgewachsen. Er hat viele Jahre beim Zirkus Fritzantino mitgemacht. Vor kurzem hat er eine Zirkusschule, die „Etage“ in Berlin, beendet und arbeitet seit zwei Monaten als freier Künstler. Bei der Jubiläumsvorstellung des Zirkus Fritzantino war er natürlich auch dabei.

Marvin ist jetzt Berufsartist. RN-Foto: Kallenbach

Eine Million Euro fließt zurück

Wolfgang Bödeker von DEW21

Von Klea Myftari, Lena Westphal, Hazel Rausch

Dortmund. Unsere Klasse wurde von DEW21 und Schulticker in den Zirkus Fritzantino eingeladen. Wir sprachen nach der Vorstellung mit Wolfgang Bödeker. Er arbeitet bei DEW21 in der Unternehmenskommunikation und ist für das Sponsoring verantwortlich. Er selbst kennt den Zirkus schon seit 40 Jahren.

Wolfgang Bödeker sagte uns, dass die DEW 21 den Zirkus Fritzantino sponsert, weil DEW21 ein großes Unternehmen ist und ein Teil des verdienten Geldes wieder ausgibt für Dortmunder Kultur, Soziales und Sport. Das sind rund eine Millionen Euro pro Jahr für alle Projekte.
Wir Schüler aus der Landgrafengrundschule bedanken uns bei der DEW21 und bei Schulticker, dass wir den Zirkus besuchen durften.

180 Kinder warten auf einen Platz

Zirkusleiterin Nicole Voß berichtet

Von Anna Milke, Pauline Wallmeyer, Yasmine Triki

Nicole Voß leitet den Zirkus. Foto: Kallenbach

Dortmund. Wir haben die Leiterin des Zirkus Fritzantino, Nicole Voß, interviewt. Sie erzählte uns, dass der Zirkus Fritzantino 1977 nach einem Sommerfest des Fritz-Henßler-Hauses gegründet wurde. Den Kindern, die damals mitgemacht haben, hatte es so gut gefallen, dass sie weitermachen wollten. So ist der Zirkus entstanden. Nun gibt es ihn schon seit 40 Jahren.
Nicole Voß leitet den Zirkus seit zwei Jahren. Auf unsere Frage, ob sie auch Artistin sei, antwortete sie: „Nein, ich bin Sozial- und Theaterpädagogin.“ Nicole Voß erzählte uns, dass Kinder ab sechs Jahren beim Zirkus mitmachen dürfen. Im Moment warten zirka 180 Kinder auf einen Platz im Zirkus. Zurzeit machen 154 Kinder und Jugendliche beim Zirkus mit. Jedes Kind darf alles ausprobieren und nach seinen Fähigkeiten mitmachen.