Show aus dem Wohnzimmer

Schulticker-Partner Phänomenta kommt mit einer Science Show direkt ins Klassenzimmer. Wissenschaftsjournalist Joachim Hecker hat sechs Experimente im Gepäck.

Die Online-Show im Klassenzimmer.

Von Luisa van Es und Christina Bongard

Für die Klassen 8c und 8e des Goethe-Gymnasiums war es ein besonderes Event, Experimente auf Abstand mitzuerleben. Möglich wurde dies durch ein virtuelles Treffen mit dem Wissenschaftsjournalisten und Moderator Joachim Hecker – vor dem Lockdown und geschlossenen Schulen.
In Kooperation mit Schulticker-Partner Phänomenta Lüdenscheid brachte Joachim Hecker Wissenschaft auf digitalem Weg näher. Während die Schüler in der fünften Stunde jeweils in ihren Klassen per Beamer teilnahmen, war der Wissenschaftsjournalist im „Homeoffice“. Nach einigen technischen Schwierigkeiten zu Beginn konnte der ungewöhnliche Show-Unterricht digital starten. Der Ingenieur Joachim Hecker verstand es auf unterhaltsame Weise, Experimente auf Abstand vorzuführen. Unter anderem zeigte er, wie ein „Armes Raum“ funktioniert oder wie viele Salzkörner man braucht, um ein Ei auf einen Tisch zu stellen.
Welt der Wissenschaft
Dabei führte er insgesamt sechs unterschiedliche Experimente durch. Diese lieferten den Teilnehmern einen groben Überblick über das Programm der Phänomenta Lüdenscheid und boten noch dazu einen Einblick in die Welt der (Natur-)Wissenschaft, wobei insbesondere physikalische Fragen beantwortet wurden.
Zunächst stellte Joachim Hecker den sogenannten Ames-Raum vor, eine bekannte optische Täuschung. Weiter im Programm ging es mit einer Infrarotkamera und einem Luftballon in der Mikrowelle. Beim nächsten Versuch erklärte Hecker mittels des Prinzips der Reibung den Schwerpunkt an einem Besen. Nachdem das Rätsel um das „Ei des Kolumbus“ gelöst war, beschriftete Jo Hecker einen Kunststoffbecher mit Permanentmarker. Dann erhitzte er den Becher. Das Ergebnis stellte eine Scheibe dar. Hecker begründete dies damit, dass der Kunststoff sich an seine alte Form erinnere. Die Symbole auf dem Becher hatten sich verzogen, was Hecker als eine wunderbare Kombination von Kunst und Wissenschaft wertete.Anschließend ging er noch auf Fragen der Schüler ein und teilte ein Handout aus, auf dem zusätzliche Versuche verzeichnet wurden, die auch größtenteils zu Hause durchgeführt werden können. Das von den Schülerinnen und Schülern vorgeschlagene Experiment mit Cola und Mentos wollte er nicht umsetzen.
Am Schluss kam Hecker zu dem Schluss: „Ich mag die Wissenschaft nicht, ich liebe sie.“
Highlights
Den Schülerinnen und Schüler gefiel, dass sie häufig bei der virtuellen Show eingebunden wurden und dass die Versuche vielfältig waren. Highlights waren unter anderem die Infrarotkamera, mit der Dinge gesehen werden können, die sonst für das Auge nicht zu erkennen sind. Andere Schülerinnen und Schüler konnten sich besonders für den Ames-Raum begeistern. Doch auch das Aufblasen des Luftballons gefiel. Ebenso wie die Tatsache, dass Kunststoff ein Gedächtnis hat.
www.phaenomenta.de/luedenscheid/

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