Abiturienten wünschen sich Präsenzunterricht und späteres Abitur

Schon im vergangenen Jahr machten Abiturientinnen und Abiturienten ihre Abiturprüfung unter Corona-Bedingungen.

Auf der Zielgeraden zum Abitur werden die Schülerinnen und Schüler ein zweites Mal von Corona ausgebremst.

Die Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen (LE) hat sich in einer Blitzumfrage direkt an die zukünftigen Abiturienten gewandt und nachgefragt, wie lange der Distanzunterricht für ihre Prüfungsvorbereitungen unproblematisch ist. Wesentliches Ergebnis: über 60 Prozent der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten wollen zurück in den Präsenzunterricht.
13 000 Teilnehmer
Den zukünftigen Abiturienten läuft die Zeit davon. Von den über 13.000 Teilnehmern sieht ein Drittel den Verbleib im Distanzunterricht beim Start in ihr letztes Halbjahr der Schullaufbahn sehr kritisch. Zwei Drittel hätten die Schulschließungen bis zum 12. Februar aber noch akzeptieren können.
Ein Distanzlernen über diesen Termin hinaus wird aber zum Problem: Mit rund 60 Prozent stellen die Abiturienten sich gegen eine mögliche Verlängerung des Distanzunterrichts über den 12. Februar hinaus. Vor allem mit Blick auf die immer näher rückenden Abiturprüfungen drängen die zukünftigen Abiturienten mehrheitlich zurück in die Schule. Entlastung könnte auch eine weitere Verschiebung der Abiturprüfungen mit sich bringen. Zwei Drittel stimmen für einen späteren Start der Abiturprüfungen.
Die Landeselternschaft der Gymnasien setzt sich dafür ein, dass sich die Prüflinge gut vorbereiten können. „Ein Präsenzunterricht für diesen Jahrgang ist da vorzuziehen, um auch in der Gruppe Fragen klären zu können“, erklärt die Vorsitzende Jutta Löchner.
Unfair
Eine reguläre Abiturprüfung liegt den Elternvertretern am Herzen, damit das Abitur bundesweit vergleichbar bleibt und den jungen Menschen ein guter Start ermöglicht wird, trotz Corona. LE-Vorstandsmitglied Franz-Josef Kahlen. „So kurz vor dem Ziel die Prüfungsregeln zum Nachteil der Abiturienten zu ändern, wäre unfair“. Die Ergebnisse der Umfrage liegen dem Schulministerium vor.

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