Herbstferien im Risikogebiet: Lehrern und Schülern drohen Konsequenzen

Für Schüler und Lehrer, die den Urlaub in einem Risikogebiet verbringen, gelten Regeln des Schulministeriums.

Schulministerium teilt Regeln mit: Lehrer müssen bei Quarantäne mit Gehaltskürzungen rechnen / Schule kann von Eltern einen Nachweis über die Reise in eine Risikogebiet verlangen.

Zurück aus dem Urlaub im Risikogebiet und den Schulstart wegen der Quarantäne-Pflicht versäumen? Das kann für Lehrer Gehaltskürzungen und Disziplinarmaßnahmen bedeuten. Für Schüler und Eltern gibt es ebenfalls Konsequenzen.
Kurz vor Beginn der Herbstferien am 12. Oktober hat das NRW-Schulministerium die Bezirksregierungen darüber informiert, welche Regeln für Schüler und Lehrer gelten, die den Urlaub in einem Risikogebiet verbringen. Demnach müssen sich Schüler nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben. Wenn sie dies missachten und dennoch zur Schule kommen, spricht die Schulleitung das Verbot aus, das Schulgelände zu betreten. Unabhängig von den rechtlichen Folgen stelle „ein solches Verhalten einen schweren Verstoß gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme in der Schule dar“, heißt es in der Mitteilung.
Urlaubspläne überprüfen
Eltern müssen die Schule benachrichtigen, wenn ihre Kinder wegen einer Quarantäne dem Unterricht fernbleiben. Bei begründeten Zweifeln seitens der Schulleitung kann diese von den Eltern Nachweise über die Reise in ein Risikogebiet verlangen beziehungsweise über das Gesundheitsamt feststellen lassen, welche Infektionsschutzbestimmungen am Urlaubsort galten und ob diese eingehalten wurden.
Reisen Lehrer in den Herbstferien in Risikogebiete, muss die Quarantäne zum Schulbeginn abgeschlossen sein. Bei Verstößen droht das Land mit harten Sanktionen. Das Schulministerium rät in der aktuellen Pandemie-Situation dringend, „dass Lehrkräfte ihre Urlaubsplanungen ins Ausland überprüfen“. Eine Urlaubsreise in eine als Risikogebiet ausgewiesene Region sei im eigenen Interesse nur dann anzutreten, wenn nach der Rückkehr die notwendige Quarantäne bis zum Schulstart nach den Ferien beendet werden könne.
Gehaltskürzungen
Private Reisen ins Ausland könnten zwar nicht untersagt werden, allerdings drohen bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet womöglich dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen, wenn wegen einer Quarantäne der Dienst nicht rechtzeitig aufgenommen werden könne. Bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Dienst könnten auch Bezüge gestrichen werden, mahnt das Ministerium.
Es sei daher unbedingt zu raten, die Einstufung von Risikogebieten im Blick zu behalten und regelmäßig zu prüfen, ob das eigene Urlaubsziel hierzu zähle. Je nach Entwicklung der konkreten Lage im Risikogebiet müsse eine Reise zeitlich angepasst oder abgebrochen werden, um nach der Rückkehr noch genügend Zeit für die aktuell geltende Quarantäneverpflichtung einzuplanen. Die Quarantänepflicht entfalle durch den Nachweis eines negativen Testergebnisses.

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