Gute Tipps für deine Romankritik

Wichtigster Grundsatz beim Schreiben: Das eigene Urteil immer begründen.

Los geht´s: Lege das Buch beim Schreiben am besten gleich
neben die Tastatur auf den Schreibtisch.

Du hast deinen Roman durchgelesen? Dein Computer ist hochgefahren oder dein Block liegt bereit und das Rezensieren kann beginnen? Na dann: Leg dein Buch am besten gleich neben deine Tastatur auf den Schreibtisch. Dann hast du es griffbereit, wenn du eine Stelle noch einmal genau nachschlagen möchtest. Als erstes benötigst du einen griffigen Einstieg. Ganz spontan: Was ist dir an dem Buch besonders aufgefallen? Ist es gruselig, lustig, langatmig, ist die Sprache kompliziert oder der Romanheld außergewöhnlich?
Die W-Fragen
Greife einen Punkt heraus, der aus deiner Sicht sehr wichtig ist und stelle ihn an den Anfang. Beiläufig solltest du auch schon Titel und Autor des Buches einflechten. Beides ist als Information für den Leser sehr wichtig. Zum Beispiel: „Der Umschlag des Romans „Sturmläufer“ passt zum Buch. Er ist fantastisch. So fantastisch wie die Abenteuer des Jungen Zane.“
Führe den Leser ins Thema ein. Er hat das Buch vielleicht nicht gelesen und ist nicht auf Anhieb auf demselben Stand wie du.
Beantworte die wichtigsten W-Fragen: Wer (hat das Buch geschrieben), wie (heißt das Buch), was (ist das Thema des Buches etc.). Variiere die Länge der Sätze. Mal ganzkurz, mal ein wenig länger. Für eine Rezension ist die Meinung des Autors natürlich sehr wichtig. Du darfst schreiben, ob ein Buch unheimlich komisch und kurzweilig ist – oder ob es sehr schwer zu lesen ist – oder ob es sogar vorhersehbar und langweilig ist. Ganz wichtig: Du musst deine Meinung immer begründen. Das ist der Hauptbeitrag, den du mit deiner Rezension leistest.
Dein Blickwinkel
Es ist unmöglich, jedes Detail des Romans zu besprechen. Du wählst den Schwerpunkt-Aspekt, unter dem du das Buch betrachtest, selbst aus (zum Beispiel: Grusel, besondere Lebenssituation des Autors, tolle szenische Beschreibungen). Das ist dein Blickwinkel, deine Freiheit! Ein toller Artikel hat auch einen überdachten Schluss und hört nicht einfach irgendwann auf. Es lohnt sich, dass du auch ein wenig darüber nachdenkst, wie dein Beitrag enden soll. Denn so gestaltest du selbst einen runden Text.
Zum Beispiel kannst du noch einmal Bezug zum Einstieg nehmen: „So fantastisch wie der Anfang des Buches ist auch das Ende.“ Du solltest dem Schluss ebenso viel Aufmerksamkeit schenken wie dem Einstieg. Und als Ergänzung ist ein Infotext schön, damit der Leser alles auf einen Blick hat: Buch, Autor, Verlag. Alles klar?
Lies deinen fertigen Artikel noch einmal kritisch durch. Lautes Vorlesen hilft dabei, holprige Stellen schnell zu finden. Gut ist auch, wenn du deine Familie oder gute Freunde bittest, gegenzulesen. Sie können dir die Meinung eines Außenstehenden geben.

Bist du zufrieden mit deinem Text oder hast weitere Fragen, sende deine Rezension einfach per E-Mail an schulticker@lensingmedia.de.

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