Entscheidend ist Medienkompetenz

454 Schulklassen starten am 28. September mit Schulticker ins Schuljahr 2020/21. Bei der Auftaktveranstaltung erfahren Lehrer, warum ein Projekt dieser Art so wichtig ist.

454. So viele Klassen aus Grund- und weiterführenden Schulen aus dem Verbreitungsgebiet von Lensing Media haben sich trotz – oder gerade wegen – der außergewöhnlichen Corona-Zeit und den schwierigen Umständen für Schulticker entschieden. Doch bevor es am 28. September offiziell in den Schulen losgeht, drücken Lehrer die Schulbank.

Bei der Auftaktveranstaltung am 14. September im Lensing-Carée Conference Center (LCC) im Pressehaus erhalten die angemeldeten Lehrkräfte aus Grund- und weiterführenden Schulen viele Infos und praktische Tipps zur Projekt-Umsetzung und erfahren, warum Medienkompetenz so wichtig ist.

Kinder fördern

Denn auch wenn es populär ist, sich von Youtubern die Welt erklären zu lassen, muss man dennoch genug Medienkompetenz haben, um zum Beispiel einen Meinungsbeitrag von einer Nachricht zu unterscheiden. Und lernen, woher eine Nachricht kommt und wie sie entsteht. Entscheidend ist dabei so oder so immer die Medienkompetenz.

Und genau darum geht es beim Medienprojekt. Kinder und Jugendliche fördern, komplizierte Themen greifbar machen – beim Schulticker helfen Experten, das Thema zu verstehen, Redakteure helfen, es verständlich aufzuschreiben. Deshalb machen im Schultickerjahr 2020/21 auch 454 Schulklassen mit rund 11.000 Schülern mit. Und es wären noch mehr, wenn nicht die Teilnahme begrenzt werden musste. Viele Schulen erhielten deshalb leider eine Absage für das aktuelle Schuljahr.

Guter Journalismus

Am 28. September geht`s los. Ein Jahr lang erhalten die teilnehmenden Klassen täglich drei Exemplare der Ruhr Nachrichten, mit denen sie im Unterricht arbeiten. In den sogenannten Intensivzeiten von drei bis vier Wochen werden 15 Exemplare pro Klasse geliefert. Die Schüler werden selbst zu Autoren: Wenn es das Infektionsgeschehen ermöglicht, gehen sie zu Terminen, recherchieren, führen Interviews und verfassen journalistische Berichte. Medienkompetenz erlernt man durch die Auseinandersetzung mit Medien. Regelmäßig Zeitung zu lesen und die darin behandelten aktuellen Themen zu diskutieren, schult demnach die Fähigkeit, auch andere Medien bewusst zu nutzen und das, was man durch sie erfährt, kritisch zu reflektieren und einzuordnen. Das betrifft vor allem die Inhalte, die bereits Viertklässlern täglich über ihre Smartphones um die Ohren rauschen: seriöse und weniger seriöse Berichterstattung im Internet und eine Menge Informationen, deren Wahrheitsgehalt oft schwer zu prüfen ist.

Digitale Zugänge

Schulticker stellt sich flexibel auf die Bedürfnisse der Lehrer, Schüler und Eltern ein. Lehrer erhalten pädagogisch geprüftes Material und das Extra-Material zum Them „Corona und die Medien“ für Grundschulen und Sekundarschulen. Zusätzlich kann jeder Schüler sowie jede Lehrkraft im Projekt einen eigenen Zugang zu den digitalen Angeboten (ePaper und RN+/ DZ+/ HZ+) erhalten.

Für die Klassen 3-4 gibt es das Schulticker-Heft für jeden Schüler und für die die Klassen 8-10 bieten wir die Schwerpunkte Medienkompetenz und Ausbildung an. Fake News und social-media-Kanäle sind ebenso Unterrichtsinhalte.

Schüler-Erlebnisse

Partnerklassen dürfen bei den Projektpartnern recherchieren und Experten interviewen und in den Unterricht einladen. Gemeinsam mit den Projektpartnern gestalten wir die Recherche in Zeiten von Corona sicher. Bildung und Medienkompetenz ist eben eine gesellschaftliche Aufgabe, die gelingen kann, wenn Eltern, Lehrer, Medien und Partner gut zusammen arbeiten.

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