Schüler wöchentlich auf Corona testen

Elternverbände fordern Konzepte vom Schulministerium NRW

Elternverbände aus NRW fordern vom Schulministerium Konzepte, wie Schüler angesichts der Pandemielage verlässlich beschult und betreut werden können. Eltern und Kindern brauchen wieder die notwendige Sicherheit, Verlässlichkeit und das Vertrauen in Schule, ist Anke Staar, Vorsitzende der Landeselternkonferenz NRW und der Stadteltern Dortmund, überzeugt. In dem gemeinsamen offenen Schreiben der Elternverbände sind Forderungen und Wünsche für das neue Schuljahr formuliert.
Sofort umgesetzt werden müsse danach eine übersichtliche Tabelle insbesondere für Lehrer, in der alles zu den Themen Risikogruppen, Maskenpflichten und Freiheiten, Abstand, Präsenzrecht, und Belüftung geregelt ist.

Weitere Wünsche und Forderungen sind unter anderem:

Infektionsschutz
Die aktuelle Maskenpflicht wird nur aufgrund der Nichteinhaltung der Abstandsregelungen bis Ende August hingenommen. Bis dahin müssen Alternativmodelle mit Abstandsregeln schulindividuell abgestimmt werden.
Der Unterricht muss so organisiert werden, dass die anderen Infektionsschutzmaßnamen eine Maskenpflicht überflüssig machen.
Möglichst tägliche Beschulung, mindestens alle zwei Tage. Wenn nicht anders möglich soll stundenreduziert unterrichtet werden.

Testen
An den weiterführenden Schulen soll ein wöchentlicher Pooltest in den festen Lerngruppen (inkl. Personal) durchgeführt werden.
Das Testen soll in den Schulen erfolgen.

Unterrichtskonzepte
Klare Rahmenvorgabe bezüglich der Verwendung der digitalen Medien und entsprechender pädagogischer und didaktischer Konzepte.
Verstärkte Nutzung außerschulischer Lernorte, um die Einhaltung von Abständen zu vereinfachen und zu ermöglichen.
Politische Entscheidungen für eine digitalisierte Schule.

Abschlüsse/Lernziele
Schaffen von Alternativen zu zentralen Prüfungen.
Die Beschulung der anderen Jahrgänge darf nicht unter den Prüfungen der Abschlussjahrgänge leiden.
Eventuelles Abrücken vom Dogma der Standardsicherung für das laufende Schuljahr.
Flexiblere Gestaltung von Lernabschnitten und Leistungsbewertungen durch die Schule (bei Corona bedingten Beeinträchtigungen des Schulbetriebs).
Negative Bewertung der Leistung für Schüler für den Distanzunterricht nur bei offensichtlicher Leistungsverweigerung solange keine verbindlichen Standards vorliegen.
Rhythmisierter Ganztag, der den Kindern Halt und Struktur im Tagesablauf gibt. Wichtig sei, so die Elternvertreter, dass Schüler mit Behinderungen und mit sonderpädagogischen Förderbedarf bei allen Maßnahmen mitgedacht werden.
Anke Staar: „Wir haben den Eltern zugehört und ihre Sorgen ernst genommen. Nun nun hoffen wir, dass die Verantwortlichen uns zuhören und bereit sind, neue Wege ohne Tabus zu diskutieren.“

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