Lufthansa schreibt Milliardenverlust

Das Coronavirus hat der Lufthansa einen Verlust von über zwei Milliarden Euro eingebrockt – im ersten Viertel des Jahres. Das zweite Quartal wird noch schlimmer.

Von Lasse Kaeufer

Die Lufthansa bestätigte am Morgen des 3. Juni, dass sie im ersten Viertel des Jahres 2020 einen Betrag von 2,1 Millionen Euro verloren hat. Allerdings wurde von dem Konzern auch gesagt, dass damit die Krise noch lange nicht überstanden sei.
Vorstandschef Carsten Spohr kündigte „tiefgreifende Restrukturierungen“ an. Dazu gehört auch die Hilfe des Staates, der die Lufthansa mit bis zu neun Milliarden Euro vor der Pleite retten soll. Das Finanzpaket muss noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Dazu soll am 25. Juni eine Hauptversammlung stattfinden. Der Lufthansa wäre nämlich nach Einschätzung ihres Vorstands ohne die Hilfe des Staates Ende Juni das Geld ausgegangen. Nachdem im Mai nur noch 3% der geplanten Flüge abheben konnten, baut die Lufthansa mit ihren Tochter-Airlines Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines den Flugverkehr ab Juni schrittweise wieder auf.

Für September erwartet die Gruppe 40 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität anzubieten. Vor allem die Flüge zu touristischen Zielen sollen ausgebaut werden. Zum Höhepunkt der Krise blieben 700 der 763 Jets der Flotte am Boden. Auch im kommenden Jahr dürften noch 300 und im Jahr 2022 noch 200 Maschinen nicht fliegen, schätzt das Management. Für 2023 wird vom Vorstand immer noch eine um 100 Maschinen kleinere Flotte erwartet. Auch die Börsenzahlen der Lufthansa sind im Keller: Anleger wittern eine gute Chance, sehr billig Anteile des Unternehmens zu bekommen.

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