Gute Leute braucht man immer: Bergbau-Azubis gesucht

Schulticker-Partner Redpath Deilmann sucht Unter-Tage-Nachwuchs, denn das Ende der Steinkohle ist kein Ende im Berg- und Tunnelbau. Zwei Azubis schreiben hier über ihre Berufswahl.

Aktive Steinkohle-Zechen gibt`s in Deutschland nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei. Trotzdem ist der Bergbau nicht tot. Ganz im Gegenteil. „Gute Leute braucht man immer“, betont Mike Nowak. Er ist Ausbilder bei der Redpath Deilmann GmbH. Der Schulticker-Partner mit Sitz in Kurl ist eines der weltweit führenden Spezialunternehmen für Schachtbau, Bergbau, Bohren, Vereisen und arbeitet seit mehr als 130 Jahren als Dienstleister und Spezialunternehmen im Berg- und Tunnelbau. Redpath Deilmann braucht Nachwuchs. Gesucht werden Bergbautechnologen und Tiefbaufacharbeiter für den Eigenbedarf. 15 Azubis werden derzeit ausgebildet.

Arbeiten unter Tage erfordert Teamgeist und ist beeindruckend. Foto: Redpath Deilmann

Bergbau-Azubis und Zechenschließungen. Wie passt das zusammen? „Bestens“, weiß Mike Nowak. „Es werden viele Materialien aus der Erde gewonnen: Vom Salz für das Frühstücksei, Kali für die Landwirtschaft, das Erz zur Stahlherstellung, Gold und Aluminium bis hin zu anderen Bodenschätzen für die Herstellung von Halbleitern und Akkus. Das Ende der Steinkohle ist kein Ende bei uns“.

Künftigen Bergmann-Azubis sollte bewusst sein, dass das Unternehmen weltweit aktiv ist und das Hauptgeschäft nicht mehr in Deutschland liegt. Mike Nowak: „Wir planen, teufen, und sanieren Schächte. Alle Mineralien. Alle Geologien. Überall.“ Reiselust ist Voraussetzung für den außergewöhnlichen Job.

Arbeit im In- und Ausland

Felix Pichl und Alexander Morbach haben sich als Schüler für eine Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden und sind nun im zweiten Lehrjahr. Hier schreiben sie über den Aufbruch ins Berufsleben.

Von Felix Pichl

Ich habe mich für die Ausbildung zum Bergbautechnologen entschieden, da ich einen außergewöhnlichen Arbeitsplatz haben wollte. Ich wurde darüber informiert, dass die ausgebildeten Bergbautechnologen vor allem im Ausland tätig sind und die Berufsschule nicht in NRW sondern in Thüringen ist. Man kommt viel herum. Daran wächst man während der Ausbildung. Ich bin nun im dritten Lehrjahr und habe viel für mein berufliches und privates Leben gelernt.

Während der Ausbildungszeit absolviert man externe Lehrgänge und die Berufsschule läuft im Blockunterricht ab. Die restliche Zeit absolviert man am Standort in Kurl oder man fährt zu einer Baustelle in ganz Deutschland. Diese Reisebereitschaft wird sehr gut bezahlt und dadurch erlebt man eine einzigartige Ausbildung.

Wer glaubt, dass Bergbau in Deutschland ausgestorben ist, der irrt sich. Es gibt noch Unternehmen, die Rohstoffe wie Salz oder Gips produzieren und sich um die Wasserhaltung unter Tage kümmern. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung ist der Bergbau weltweit wichtiger und beliebter denn je. Man vergisst manchmal, dass unsere Aufgaben vielfältiger sind als in den meisten anderen Branchen.

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