Zuhause ist es okay – trotzdem ist Corona blöd!

Schüler schreiben der Schulticker-Redaktion, wie sich ihr Alltag in Zeiten von Corona verändert.

Für Kinder und Jugendliche ist es eine tolle Erfahrung, wenn ihre Meinung gehört und verbreitet wird. Deshalb hat Schulticker auch im Rahmen des neuen Sondermaterials „Corona und die Medien“ zur Leserbriefaktion aufgerufen: Schüler, schreibt der Redaktion! Die Briefe veröffentlichen wir hier:

Ein Brief von Adrian Schwarzbach
Ein Brief von Jan Klinck, Seite 1
Ein Brief von Jan Klinck, Seite 2

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Unser „Schulalltag“ in Zeiten von Corona

von Marie (18) und Mika (16) Holtrichter

Es war Freitag, der 13.03.2020, als während des Unterrichts an der Gesamtschule Wulfen die Nachricht kam: Nehmt sicherheitshalber alle Schulsachen mit nach Hause, möglicherweise sind die Schulen ab Montag wegen der Corona-Krise geschlossen.

So kam es tatsächlich und seit einigen Tagen ist auch unsere ältere Schwester Laura, die sich in der Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau befindet, von Ihrem Betrieb in den Urlaub geschickt worden. Jetzt sitzen wir zu dritt am Esszimmertisch und absolvieren unsere Hausaufgaben. 1,50 m Sicherheitsabstand gibt es hier nicht. Aber so kommt es, während Mutter das Mittagessen vorbereitet, zu witzigen Situationen und wir lachen viel.

Unsere Eltern haben einen „Home-schooling-Stundenplan“ erstellt und wir halten uns seit 14 Tagen tapfer daran:

08.00 Uhr Wecker abstellen und nochmals im Bett umdrehen

08.05 Uhr Wecker erneut abstellen und tatsächlich aufstehen, Zähne putzen, anziehen, frühstücken und die Social-media-Kanäle auf dem Handy kontrollieren 

10.00 Uhr Hausaufgaben, die uns  die Lehrer  schicken, erledigen

14.00 Uhr eine Stunde Sport (Crosstrainer auf dem Dachboden, eine Runde mit dem Hunde, joggen oder Fahrradfahren) Anmerkung: Der Hund wundert sich inzwischen auch, dass alle zu Hause sind und er so viel Auslauf bekommt 😉

16.30 Uhr Auch der Betrieb unseres Vaters läuft  im Notbetrieb und so können wir gemeinsam Abendessen. In normalen Zeiten ist das unmöglich, da irgendeiner immer zum Basketball, Wasserball oder zu Freunden unterwegs ist.

18.30 Uhr der Hund bekommt seine tägliche Abschlussrunde und anschließend wird ab und zu ein gemeinsames Spiel gespielt, so wurde das Rennautos-Quartett-Spiel wieder ans Tageslicht befördert und Vater kann beim Rumy-Cub nur schlecht verlieren. Alternativ werden auch schon mal Haare geschnitten. Wenn nicht jetzt während der Kontaktsperre? Wann dann.

20.15 Uhr gemeinsamer Fernsehabend mit Filmen aus amazon-prime oder netflix. Da gerade die neue Staffel „Supergirl“ herausgekommen ist, wird es auch schon mal spät, bis der Tag endet.

Da wir zu dritt sind und wir uns gut untereinander verstehen, gab es bisher noch keinen Lagerkoller. In der Schule hätten wir in der Woche vor Ostern eine „Projektwoche“ gehabt, da  macht man sich nicht kaputt. Die ist jetzt leider entfallen, dafür gibt es Hausaufgaben. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zeit, wenn es wieder zur Schule geht, nicht der Schule wegen, sondern um unsere Klassenkamerden (m,w,d) wiederzutreffen, Sport zu treiben, shoppen zu gehen und unser Hund wird auch froh sein, wenn wieder die alltägliche Ruhe einkehrt. Bleibt gesund!

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Es hat sich viel verändert, aber nicht nur zum Schlechten!

Dortmund, den 5. April 2020

Liebe Redaktion,

die Arbeitsblätter zum Coronavirus fand ich einfach und sie waren schnell gemacht!

Durch Covid hat sich ganz viel für mich verändert, aber nicht nur zum Schlechten. Wir machen zu Hause viel mit der Familie zusammen und spielen. Zum Beispiel vertreiben wir uns die Zeit mit Scrabble, Skip bo, Kniffel und Mensch ärger dich nicht.

Mir ist oft langweilig, weil ich kein Hockey spielen, nicht zum Schwimmen gehen und weil ich keine Freunde treffen kann. Ich finde es besonders doof, dass ich meine Großeltern nicht sehen kann. Mein Opa bringt mir sonst immer Süßigkeiten mit oder spielt Schach mit mir, meine Oma spielt mit mir z.B. Badminton oder Wortguru.

Gut finde ich, dass ich Schlagzeugunterricht per Face-Time habe. Meistens höre ich bei Twitch „Piano-reloaded“, wo man sich Songs zu bestimmten Themen wünschen kann. Oder ich spiele Minecraft oder Lego.

Meine Frage ist im Moment, wie viele Menschen sich weltweit mit Covid 19 infiziert haben und gestorben sind. Es kommen ja immer mehr Kranke dazu, aber in manchen Ländern sind es viel weniger als bei uns.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Noack

Ein Brief von Johannes aus Haltern.
Ein Brief von Timo Jan aus Castrop-Rauxel.
Ein Brief von Anais Rebeck aus Schwerte
Ein Brief von Pepe Braunsdorf aus Dortmund.
Ein Brief von Felix Hörnla aus Dorsten.

Sie möchten mit Ihren Schülern auch Leserbriefe schreiben? Dann laden Sie sich unser Material für das Unterrichten zuhause hier herunter. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an schulticker@lensingmedia.de

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