Schülerreporter gesucht

Um ein breitgefächertes Meinungsbild zu erhalten, lädt die Bundesregierung Jugendliche ein, Zeitzeugen zu interviewen. Gesucht werden Schüler ab 16 Jahren.

Von Annette Kallenbach

Vor 30 Jahren ist die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland gefallen. Doch er Prozess der Deutschen Einheit ist noch nicht abgeschlossen. Unter dem Motto „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“, lädt die Bundesregierung zum Austausch ein.

Diese Schülerinnen der Johann-Gutenberg-Realschule waren im Rahmen des Schultickers als Schülerreporterinnen unterwegs. Sie interviewten auf der World Press Photo-Ausstellung 2019 Wolfgang Bödeker von DEW21. Foto Archivthorben

Bürger aus Dortmunds Partnerstadt Zwickau kommen vom 13. bis zum 15. März nach Dortmund, um auf Dortmunder zu treffen. Gemeinsam sollen Ideen für das weitere Zusammenwachsen und die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt werden. Das Besondere an diesem Programm: Die Bundesregierung sucht Schüler ab 16 Jahren, die als Reporter berichten und der Bundesregierung etwas ins Hausaufgabenheft schreiben wollen.

30 Jahre Deutsche Einheit

Eingeladen sind Schüler, die vielleicht schon einmal journalistisch gearbeitet haben oder erfahren möchten, wie es ist, als Reporter unterwegs zu sein. Sie werden zeitgleich zum Bürgerdialog Interviews mit Passanten zum Thema „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ führen. Die Ergebnisse werden in Videos und Berichten auf der Webseite veröffentlicht. Im Rahmen einer abschließenden Konferenz werden diese zusammengeführt und fließen in die Handlungsempfehlung der Kommission an die Bundesregierung ein.

Auf die Schülerreporter wartet journalistisches Coaching vom Profi. Experten bereiten die Jugendlichen auf ihren Einsatz als Reporter vor und sind die ganze Zeit als Ansprechpartner vor Ort. Sie zeigen, worauf es in der Praxis als Reporter wirklich ankommt und bereiten inhaltlich auf das Thema „30 Jahre Deutsche Einheit“ vor.

Die Teilnehmer lernen nicht nur das Filmen mit professionellem Equipment, sondern auch Interviewformate und -techniken kennen. Sie sammeln O-Töne, die sie später im Team auswerten. Mit einem professionellen Cutter schneiden sie direkt vor Ort die Interviewaufnahmen und erstellen Clips, die später auf der Website der Bundesregierung und in Social Media veröffentlicht werden.

Auf der Schülerabschlusskonferenz im Juni in Hamburg werden die Ergebnisse ausgewertet.

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