Jung trifft Alt

Die Lebenswelten von jungen und alten Menschen sind heute weiter entfernt denn je. Deshalb besuchten Schulticker-Schüler Senioren im Wohnheim.

Von Michael Dichtl, Selim Dincsoy, Connor Goulbourn, Romano Guerra

Wir, die Schüler der Klasse 8B der Max Born-Realschule, besuchten im Rahmen des Schulticker-Projektes das Bruder Jordan-Haus in der Melanchthon-Straße am Ostfriedhof, dessen Träger die Caritas-Altenhilfe GmbH Dortmund ist. Das Haus wurde vor 42 Jahren gegründet, vorher war das Grundstück für den symbolischen Preis von einer Mark vom benachbarten Franziskanerorden gekauft worden. In der Einrichtung werden 100 Bewohner auf vier Etagen betreut. Im Dachgeschoss ist auch ein Hospiz für sieben Gäste.

Im Stuhlkreis spielen die Schüler und die Bewohner mit einem aufblasbaren Ball Fuß- und Handball und machen dabei Gymnastikübungen. Foto: Max-Born-Realschule

Den ersten Stock bewohnen die fitten Bewohner. Sie haben zwar Pflegestufengrade, jedoch können sie vieles noch selber machen. Im zweiten Stock wohnen andere noch relativ mobile Menschen und die Seniorenbrüder der Franziskaner. Zum Teil arbeiten diese noch als Seelsorger. Außerdem wird jeden Tag durch einen aktiven Franziskanerbruder eine Messe gehalten.

Sinne stimulieren

Der dritte Stock ist vorwiegend für die bewegungseingeschränkten Bewohner vorbehalten. Hier arbeitet oft die Motopädin daran, die Sinne und die Beweglichkeit der Senioren zu stimulieren. Der vierte Stock wird von Menschen mit Demenzerkrankungen bewohnt. In der fünften Etage wohnen Menschen, die die letzte Phase ihres Lebens abschließen und umfassend pflegerisch und mental betreut werden.

Drei-Gänge-Menü

Das Seniorenheim hat 125 Mitarbeiter, darunter 60 Ehrenamtliche und eine taubstumme Mitarbeiterin. Viele Pflegerinnen arbeiten in Teilzeit. Es gibt auch einen technischen Dienst. Die Berufsgruppen sind Altenpflegehelfer, Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Betreuungsassistenten, Hauswirtschafterinnen, hauswirtschaftliche Helferinnen und Hausmeister.

Da die Einrichtung ein Seniorenheim ist, gibt es auch sechs angeschlossene Wohneinheiten. Deren Bewohner werden nicht betreut, jedoch wird Erste Hilfe geleistet, wenn dies nötig ist. Wenn die Bewohner nicht mehr selber kochen wollen, können sie in der Altenbegegnungsstätte für 4,20 Euro ein Drei-Gänge-Menü essen.

Unser Eindruck ist, dass sich die Bewohner im Bruder Jordan-Haus sehr wohl fühlen. Die Mitarbeiter sind nett und freundlich. Wir bedanken uns, dass wir dieses schöne Haus besuchen durften.

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