Ein Pfiff – und Kunst lebt!

Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule arbeiten zu Klang und Schall

Von Amber Harrmann, Nisa Yalcinkaya, Amira Dabaschi, Melina Brenken sowie Aber und Melissa, Kunstkurs 8mk, Johann-Gutenberg-Realschule

DORTMUND: Der Kunstkurs 8mk der Johann-Gutenberg-Realschule besuchte auf Einladung des Schulticker-Partners DEW21 die Ausstellung „DEW-Kunstpreis“ im Dortmunder U. Nach dem Rundgang setzten sich die Schüler in Workshops mit den Themen Klang und Schall praktisch und künstlerisch auseinander.

Endlich! Es ist soweit: Adriane Wachholz, Kunstpreis-Gewinnerin aus dem Jahr 2009, führt uns ins Museum auf die sechste Etage. Zunächst schauen wir uns ein Werk von Julius Stahl an, dem Kunstpreis-Gewinner aus dem Jahr 2015. Dieses Werk wird von Beamern auf eine weiße Wand gestrahlt. Zu sehen sind Quadrate und Rechtecke, die sich leicht vibrierend verschieden bewegen. In diesem einzigartigen Moment hört man rein gar nichts in diesem vollen Raum.

Schüler im Gespräch mit Wolfgang Bödeker (DEW21) vor der „Vogelwand“ der Künstlerin Beate Höing. FOTO Werner


Der Kurs ist ganz still und nimmt die Stimmung auf. Man hört auf einmal Geräusche, die man sonst nicht wahrnimmt. Das ist eine neue Erfahrung und genau das macht den Künstler Julius Stahl interessant. Die Schüler versuchen herauszufinden, wie das Vibrieren entsteht. Adriane Wachholz erklärt die Technik ganz praktisch.

Mitmach-Abschluss

Nun geht es zu einem anderen Kunstwerk. Eine Wand voller toter Vögel. Zunächst ist der Kunstkurs irritiert. Die Vögel sind aus Keramik hergestellt und glasiert. Ihre Körperhaltung verrät, dass sie gestorben sind. Die Schulgruppe versucht nun, das Kunstwerk mit Geräuschen lebendig werden zu lassen. Das macht Spaß und wenn man die Augen schließt, fühlt man sich mit wenigen einfachen Mitteln im fliegenden Vogelschwarm. Pusten, mit Handtüchern wedeln und auf die Beine schlagen. Hier und da hört man einen Pfiff. Schon ist das Kunstwerk ganz lebendig.

Nach dieser Erfahrung ging es in die Arbeitsgruppen und wir durften selber Kunst machen. Alle Gruppenergebnisse wurden dann Teil der Finissage, der Abschlussfeier der DEW-Kunstpreisausstellung, zu der viele Besucher kamen. Schließlich wurden die Workshop-Arbeiten der vielen jungen Nachwuchskünstler hier ausgestellt.

Super fanden wir, dass wir auch wieder etwas Künstlerisches machen konnten. Wir gestalteten eigene Motive mit buntem Klebeband auf dem Fußboden.

Künstler-Interview

Begeistert waren wir auch, dass wir den Künstler Julius Stahl kennenlernen konnten. Er hat uns übrigens im Gespräch verraten, dass seine künstlerische Reise mit Klang und Schall gerade erst begonnen hat. „Für mich sind Projektoren wie Instrumente!“, verriet er uns im anschließenden Interview.

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