Reitstunde mit Pia

Ein Tag auf dem Hof Holtschmitt

Von Hannah Markmann, 8b, Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte

Auch mit dreckigen Händen kann man Spaß haben. Fotos: Hannah Markmann

Schwerte-Ergste. „Hallo Pia! Warte einen Moment, dann holen wir Phillipp“, begrüßt man uns sofort. Wenn man nach Sonnenregen zum Hof Holtschmitt fährt, wo der Reitunterricht erteilt wird und man viel vom Ehrenamt profitiert, sieht man je nach Wetter als Erstes einige Pferde auf den Koppeln stehen. Danach sieht man das ganze Treiben auf dem Hof, gerade an einem Samstag wie diesem werden überall Pferde hin und her geführt, geputzt, gefegt und gemistet. Man sieht sofort: Hier hilft jeder mit. Susanne Pöbstl-Kunze, welche heute die Reitstunde mit Pia durchführt, betont: „Hier steht der Spaß an erster Stelle.“ So kommt es auch, dass Pia es beim Hufesäubern gar nicht mehr so schlimm findet, dass ihre Hände dreckig geworden sind. Letztendlich lachen Susanne und Pia über ihre dreckigen Hände und haben einen riesigen Spaß. Doch die zwei werden bald von ihrer Arbeit unterbrochen, denn heute ist kein normaler Sonntag. Nein, heute kommt ein neues Pony, welches den Schulpferdbestand von Sonnenregen erweitern würde.

Vom Hof kommen einige, um das Pony zu begrüßen. Als Philipp fertig geputzt ist, holt Pia seinen Sattel. Nachdem er getrenst ist, gehen wir alle zusammen nach oben in die Halle. Nachdem Pia mit Philipp eine Runde im Schritt gegangen ist, soll sie aufsteigen, jedoch hat sie Angst und traut sich nicht. An dieser Stelle sollte man vielleicht erwähnen, dass Pia nicht so wie die meisten anderen Kindern ist, sie hat das Down-Syndrom. Sie ist 14 Jahre alt, sieht aber für viele jünger aus. Es gelingt uns, dass Pia sich dann doch auf Philipp traut, als insgesamt vier (wie sie sagt) „Helfer“ dabeistanden. Heute schafft Pia es zwar nur im Schritt zu reiten, dafür hat sie großen Spaß. Zum Schluss sagt Susanne noch: „Es ist eine große Freude und Bereicherung mit einem Kind wie Pia zu arbeiten. Und für Pia ist es etwas Besonderes, eine so liebevolle Schwester zu haben.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.