Mit vier Jahren in den Verein

Fußballweltmeisterin Annike Krahn im Schüler-Interview

Von Nico Nathe, Florian Wahrig, Tom Schmaleur und Viktor Blinov, Klasse 8a, Heisenberg Gymnasium

DORTMUND Nico Nathe, Florian Wahrig, Tom Schmaleur und Viktor Blinov aus der Klasse 8 a des Heisenberg Gymnasiums sprachen mit Fußball-Weltmeisterin Annike Krahn.

Fußball-Weltmeisterin Annike Krahn im Gespräch mit Schulticker-Reportern. FOTO Heisenberg Gymnasium

Wie kamen Sie zum Fußball?
Ich bin in einer sportbegeisterten Umgebung aufgewachsen. Mit vier Jahren bin ich mit einem Nachbarsjungen in einen Fußballverein gegangen. Je älter ich wurde, desto weniger Mädchen spielten Fußball. Mittlerweile spielt von den Jungs allerdings auch kaum noch einer – ich schon.

Wie oft und wie intensiv haben Sie vor der WM in der Woche trainiert?
Wir haben im Verein siebenmal in der Woche trainiert. Dienstags hatten wir einen freien Tag. Sechs Wochen vor der WM gingen wir in ein Trainingslager. Außerdem habe ich so noch zweimal in der Woche trainiert.

Gingen Sie zur Universität und was studierten sie?
Ich habe Sport mit dem Schwerpunkt „Management“ auf Diplom studiert. Das Studium dauerte fünf Jahre. Ich habe dieses Studium im Jahr 2010 abgeschlossen. Für mich war die berufliche Ausbildung auch immer wichtig, denn eine Karriere nur als Fußballprofi kam nicht infrage und wäre mir auch zu wenig gewesen, trotz meiner drei Profijahre in Paris.

Wie haben Sie ihr Privatleben mit dem Fußball verbunden?
Mein Privatleben und das Leben meiner Familie wurden beeinflusst. Mein Bruder hat seine Hochzeit nach meinem Kalender geplant.

Wie kamen Sie dazu, im Deutschen Fußballmuseum zu arbeiten?
Ich brauchte einen Nebenjob, weil man als Frauenfußballerin nicht genug verdient (lacht). Nein, ernsthaft, das habe ich Nils Hotze zu verdanken. Er hat mich bei Xing gefragt, ob ich als erfolgreiche Fußballerin und Kind des Ruhrgebiets mir vorstellen könnte, hier mitzuarbeiten.

Wie finden Sie das Deutsche Fußballmuseum?
Ich finde es sehr gut, weil man selbst aktiv werden kann. Zudem ist es kein klassisches Museum, sondern es ist attraktiv für Jugendliche. Meiner Meinung nach findet der Frauenfußball zu wenig Berücksichtigung. Ich finde es außerdem gut, dass es hier viele Sachen zum Ausprobieren gibt.

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