Zufluchtsort wird zur Folterkammer

Spannung bis zum Schluss

Von Carlotta Kallenbach (13), Helene-Lange-Gymnasium

Cover: cbj-Verlag

DORTMUND: Der Thriller „Die Mühle“, geschrieben von Elisabeth Herrmann, handelt von der 20-jährigen Studentin Lana, die durch einen Zufall auf eine Reise nach Tschechien geschickt wird. Ihre Begleiter sind die ehemaligen Mitglieder einer Gang der Schule. Doch weder Lana noch die anderen wissen, wer die Einladungen verteilt hat. Als dann der Erste von ihnen verschwindet, bricht Panik aus.

Auf dem Cover des Buches sieht man die schemenhaften Umrisse einer düsteren Mühle. Sie ist der Hauptort der Handlung. Doch was den sieben Unwissenden zunächst wie ein Zufluchtsort nach einer stundenlangen, tödlichen Wanderung erscheint, entpuppt sich als wahre Folterkammer.
Die Autorin schafft es, das gesamte Buch über für Verwirrung zu sorgen. Manchmal denkt man, eine gute, womöglich richtige Vermutung zu haben, was als Nächstes passieren wird. Aber sofort ändert sich das Geschehen und die quälende Ungewissheit der Figuren überträgt sich auf den Leser.
Doch ich finde, dass genau das so fesselnd an der Geschichte ist. Nach und nach finden sich alle Teile des Puzzles zusammen, aber es treten auch neue Fragen auf. Elisabeth Herrmann baut eine Spannungskurve auf, die unglaublich ist. Mich stört, dass das Buch nicht auf eine Fortsetzung schließen lässt, da man am Ende der Geschichte doch erfährt, wer der Täter ist. Und damit hätte niemand gerechnet …

Die Mühle, Elisabeth Herrmann, cbj-Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.