Keine Sportart, sondern Selbstverteidigung

Interview mit dem Krav-Maga-Trainer Thomas Wlosch

LÜNEN. Wir haben am Donnerstag, dem 01.12.16, ein Interview mit Thomas Wlosch, dem Trainer von Krav Maga Lünen, geführt. In diesem Interview wird erklärt, was Krav Maga eigentlich ist.

Was ist Krav Maga? Krav Maga ist ein Selbstverteidigungssystem aus Israel, das ursprünglich für das israelische Militär entwickelt wurde und das als das in der Realität am häufigsten erprobte Selbstverteidigungssystem gilt. Hierzulande wird Krav Maga aufgeteilt in ziviles Krav Maga und militärisches Krav Maga. Das bedeutet Krav Maga für Zivilpersonen, Polizisten, Ordnungskräfte oder aber für militärangehörige Soldaten. Das, was wir hier trainieren, ist ziviles Krav Maga und die Techniken sind an die Bedrohungsszenarien, die uns hier in Deutschland begegnen könnten, angepasst. Das Krav Maga für Kids ist dementsprechend noch einmal anderweitig angepasst, weil die Kids auf dem Schulhof oder auf der Straße anderen Bedrohungsszenarien ausgesetzt sind als ein Erwachsener, der beispielsweise zum Geldautomaten geht und überfallen wird.

Seit wann gibt es die Sportart? Zum einen muss man erstmal sagen, dass es keine Sportart ist, sondern eine Selbstverteidigungsart. Eine Sportart ist fair, es gibt Wettkämpfe und es ist ein Schiedsrichter oder ein Ringrichter dabei, und in der Selbstverteidigung sind Techniken erlaubt, die im Sport nicht erlaubt sind. Entwickelt wurde Krav Maga schon vor dem Zweiten Weltkrieg von Imrich Lichtenfeld.

Wo kann man Krav Maga trainieren? In Deutschland gibt es mittlerweile in vielen Städten Krav Maga, in Clubs oder Vereinen. Hier in Lünen bei „Krav Maga Lünen“ oder alternativ bei „Fight & Fitness“, allerdings wird nicht überall Krav Maga für Kids angeboten.

Was braucht man um mitzumachen? Erst einmal allgemeine Sportgesundheit, also das, was ihr im Schulsport macht, müsst ihr hier auch machen können. Zur Ausübung braucht ihr ganz normale Sportklamotten, saubere Hallenschuhe und nach Möglichkeit Boxhandschuhe. Das wäre dann fürs Kids-Training erst einmal alles.

Vor Maike Dürr, Maike Jahnke, Lea Brausewetter, Kim Fischer und Janina Bayer von der Klasse 8b des Gymnasiums Altlünen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.