Alles entwickelt sich weiter

DORTMUND: Schülerinnen des Kunstkurs 8mk sprachen mit der Künstlerin Adriane Wachholz.

Von Amira Dabashi, Amber Harrmann und Nisa Yalcinkaya, Kunstkurs 8mk, Johann-Gutenberg-Realschule

Wie sind Sie Künstlerin geworden?
Ich habe zunächst nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht und dann habe ich mich entschieden: Malen, Zeichnen und Bauen, das habe ich immer gerne gemacht. Deshalb habe ich an der Kunstakademie in Münster studiert.

Können Sie Ihre Art von Kunst beschreiben?
Ich arbeite mit Medien, dem Zeichnen, mit Video und mache Installationen. Ich schaffe Raumcollagen aus beiden Medien. Wenn ihr euch zum Beispiel ein Bild im Museum anguckt, dann ist ja das Bild immer ganz klar definiert. Ihr habt einen Rahmen und in dem Rahmen ist etwas abgebildet. Ich frage danach: Wo hört eigentlich so eine Abbildung auf, inwieweit kann der Raum auch Teil eines Bildes sein? Inwieweit kann auch der Betrachter, also eure Perspektive und eure Ideen, Teil der Arbeit werden? Was ich male oder zeichne, sind Naturlandschaften.

Im Gespräch mit Adriane Wachholz. Foto: Kunstkurs 8mk

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Kunstwerke?
Die Inspiration kommt aus den Werken selbst. Wenn ich eine Arbeit mache, dann kommt die nächste. Alles entwickelt sich weiter.

Haben Sie Angst davor, einmal keine neuen Ideen mehr zu haben?
Das kenne ich. Dann fragt man sich, habe ich in 20 Jahren auch noch Ideen und welche? Mit der Zeit wird man gelassen und vertraut auf sich und das, was man macht.

Wie fühlt es sich an, wenn die Leute in die eigene Ausstellung kommen und die eigenen Kunstwerke betrachten?
Es ist ein schönes Gefühl. Das ist toll, wenn die Menschen sich Zeit für die eigenen Kunstwerke nehmen und sich damit beschäftigen und darüber reden.

Was macht Ihnen am meisten Spaß, wenn Sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten?
Am meisten macht mir Spaß, wenn Dinge auftauchen, über die ich selber gar nicht nachgedacht habe oder die mir selber gar nicht einfallen – also wenn Kinder einen selbst bereichern. Das ist das Schönste.

Der Künstler Julius Stahl steht heute im Mittelpunkt. Warum ist er mit seiner Kunst so interessant?
Er arbeitet mit Frequenzen, die unser Ohr nicht wahrnimmt. Man muss sich auf das Kunstwerk einlassen. Interessant ist die Reduktion in dem, was er tut. Und in dieser einfachen Form, diese große Welt des Klanges und des Schalls zu verbinden, finde ich toll.

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