Von Langeweile keine Spur

Jung trifft Alt im Caritas-Altenzentrum St. Ewaldi

Dortmund. „Ein Altenzentrum muss sich nach außen öffnen, um am Leben teilzunehmen“, sagt Hans-Jürgen Robertz. Er ist der Leiter des Caritas-Altenzentrums St. Ewaldi in Aplerbeck und hat uns Schülern der Klasse 10 a der Droste-Hülshoff-Realschule einiges über seine Arbeit erklärt.

Schulticker-Partner Caritasverband Dortmund hat uns eingeladen, die Einrichtung zu besuchen und Bewohner und Mitarbeiter kennenzulernen. 1987 eröffnete das Altenzentrum St. Ewaldi. Die Bewohner kommen aus dem Umkreis und freuen sich, wenn sie von der Dachterrasse des Hauses die Umgebung erblicken können: Aplerbeck, Berghofen, Innenstadt, Schwerte, Schüren und Lünen.

89 Jahre im Durchschnitt

Zunächst wohnten 189 Bewohner mit einem Durchschnittsalter von 80 Jahren im Altenzentrum. Da es aber von 2011 bis 2013 umgebaut wurde, um die Privatsphäre zu erhalten, gibt es jetzt mehr Einzelzimmer. Heute leben hier 132 Bewohner mit einem Durchschnittsalter von 89 Jahren.
Für viele Menschen ist die Kurzzeitpflege der erste Einblick ins Altenzentrum. Senioren, die nach einem Krankenhausaufenthalt vorübergehend gepflegt werden müssen oder deren pflegende Familienmitglieder für kurze Zeit ausfallen, lernen die Einrichtung kennen und können sich umso besser entscheiden, ob sie dort einziehen möchten. Es gibt vier Etagen, auf jeder Etage zwei Esszimmer mit einer eigenen Küche, und jedes Zimmer hat einen eigenen Balkon.

Einrichtungsleiter Hans-Jürgen Robertz führt die Schülerinnen der Droste-Hülshoff-Realschule durch das Altenzentrum St. Ewaldi. FOTO Hagemeister

Einrichtungsleiter Hans-Jürgen Robertz führt die Schülerinnen der Droste-Hülshoff-Realschule durch das Altenzentrum St. Ewaldi. Foto: Hagemeister

Im Altenzentrum St. Ewaldi gibt es ein sehr vielfältiges Programmangebot, an dem auch Leute von außerhalb teilnehmen können. Es werden Musikfeste und Trödelmärkte oft auch im Garten angeboten. Es gibt eine Kegelbahn und eine Kapelle. Zudem gibt es einen eigenen Chor und einen Gedächtniskurs. Außerdem werden Fußballspiele in einem Raum gezeigt, wo auch Gymnastikkurse angeboten werden. Dienstagmorgens werden im Altenzentrum Kinder im Alter von null bis drei Jahren betreut. Daran haben auch die älteren Menschen viel Spaß.

Pfleger aus verschiedenen Ländern

Die Altenpfleger kommen aus unterschiedlichen Ländern in Europa und Afrika. Daher werden im Altenzentrum auch unterschiedliche Sprachen gesprochen. Denn in St. Ewaldi ist jeder willkommen.

Wir fanden die Exkursion sehr aufschlussreich und können mit Überzeugung sagen, dass die oft erwähnten Klischees, wie ein langweiliges Leben im Altenheim, nicht der Wahrheit entsprechen.

Von Kamer Türkmen, Christina Banasiak und Melina Veelmann, Klasse 10a, Droste-Hülshoff-Realschule

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